17.12.2012, 12:32 Uhr | Bremer Fußball-Verband
Siegerehrung für das erste Team: Torhüterin Vanessa Lankenau, Turnierorganisator Michael Rockel und Spielführerin Reena Wichmann. (Quelle: Oliver Baumgart)
Mit einem tollen dritten Platz kehrte die U 15-Landesauswahl vom 4. Seat-Winter-Cup aus Brake zurück. Das hochkarätig besetzte Turnier in der Großssporthalle Brake gewann das Bundesliga-Team vom VfL Bochum.
Der BFV stellte insgesamt zwei Mannschaften. Die erste Mannschaft spielte in der Gruppe gegen die Bundesligisten aus Bochum und vom VfL Wolfsburg, sowie gegen GW Hildesheim und Arminia Ibbenbüren. Das zweite BFV-Team bekam es in der Gruppenphase mit den Bundesligisten Herforder SV und SV Werder Bremen, sowie Arminia Bielefeld und dem Gastgeber SV Brake zu tun.
Gegen Werder Bremen begann die Gruppenhase für die zweite Mannschaft vor den Augen von BFV-Präsident Björn Fecker mit einer knappen 0:1-Niederlage, doch schon das zweite Spiel konnte das Team von DFB-Stützpunktkoordinator Thomas Horsch und Trainerin Ulrike Geithe für sich entscheiden. Nina Lührßen markierte den einzigen Treffer beim 1:0-Sieg über den SV Brake. Torlos endete die Partie gegen Arminia Bielefeld, doch mit einem Sieg über den Herforder SV wäre für die BFV-Mädchen noch die Zwischenrunde drin gewesen. Doch leider ging die Partie gegen den Bundesligisten mit 0:1 verloren, sodass nach der Vorrunde Schluss war.
Besser lief es für die erste Mannschaft. Gleich in der ersten Partie gegen den VfL Wolfsburg konnten die Bremerinnen einen 1:0-Sieg feiern. Junioren-Nationalspielerin Reena Wichmann erzielte den goldenen Treffer. Gegen den VfL Bochum konnten die Bremerinnen einen 0:1-Rückstand noch in einen 2:1-Sieg drehen. Die Tore hierfür steuerten Wichmann und Pina Frädert bei. Es sollte die einzige Niederlage des späteren Turniersiegers bleiben. Die Partie gegen GW Hildesheim war bereits nach einer Minute entschieden. Wichmann traf zum 1:0 und dieses Ergebnis hatte auch am Ende der 10-minütigen Spielzeit Bestand. Von Arminia Ibbenbüren trennte sich die BFV-Auswahl zwar nur 1:1-Unentschieden (BFV Tor: Alicia Kersten), doch der Gruppensieg war Bremerinnen nicht mehr zu nehmen.
Die Zwischenrunde hatte neben dem OSC Bremerhaven und dem Herforder SV mit dem 1. FFC Turbine Potsdam einen weiteren Bundesligisten für die BFV-Mädchen parat. Gegen die Olympischen aus Bremerhaven gelang der Landesauswahl gleich ein Start nach Maß. Michelle Entelmann, Frädert und Wichmann brachten den BFV schnell mit 3:0 in Führung, bevor dem OSC noch der Ehrentreffer gelang. Gegen Herford konnte Kersten den BFV zwar mit 1:0 nach vorn schießen, die Partie ging aber am Ende mit 1:2 verloren und so ging es ausgerechnet gegen Turbine Potsdam um alles. Ein Sieg musste her um im Turnier zu bleiben und tatsächlich gelang die Sensation. Eine überragende Alicia Kersten traf zum 1:0, das auch den Endstand und damit das Spiel um Platz drei bedeutete. Entsprechend groß war der Jubel in Reihen des BFV. Potsdam musste indes die Segel streichen – das Finalticket löste Herford.
Im kleinen Finale wartete der SV Werder Bremen auf den BFV. Bereits in der zweiten Minute hatte Entelmann die Führung auf dem Fuß, verzog aber knapp. Nur sechs Minuten später begann dann aber die entscheidende Phase des Spiels. Zunächst wurde Kersten im Werderaner Torraum regelwidrig gelegt. Selina Peters verwandelte den fälligen Strafstoß sicher zum 1:0 und kaum war das Spiel wieder angepfiffen, legte Kersten selbst nach und markierte den zweiten Treffer, der letztlich auch den 2:0-Endstand und somit den dritten Platz für die BFV-Mädchen bedeutete. Das Finale entschied der VfL Bochum gegen den Herforder SV für sich. "Mit dem Abschneiden kann man nur sehr zufrieden sein“, fasste Thomas Horsch das Turnier aus Sicht beider Mannschaften zusammen. Zufrieden war der Fußballlehrer insbesondere mit der Art und Weise, wie seine Spielerinnen, die teilweise bis zu drei Jahre jünger waren, als die Gegnerinnen, taktisch disziplinierten und technisch guten Fußball zeigten. "Auch unsere zweite, jüngere Mannschaft hat gut dagegen gehalten, was wieder einmal zeigt, dass wir in den Jahrgängen 98 & 99 sehr gut bestückt sind“, so Horsch weiter.
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