26.02.2009, 12:54 Uhr
Antreiber: Nürnbergs Trainer Michael Oenning Der Club lässt seine zahlreichen Fans leiden. Mit dem 1:0-Arbeitssieg gegen den Tabellenletzten Wehen-Wiesbaden SV hat sich der ambitionierte Zweitligist 1. FC Nürnberg nur ansatzweise für die 2:6-Klatsche vom 20. Spieltag rehabilitiert. Trotzdem bleibt die Rückkehr ins Oberhaus das Ziel der Franken. "Wir sind mit dem Anspruch in die Saison gegangen, aufzusteigen. Daran hat sich nichts geändert", sagte Präsident Michael A. Roth.
Die Ergebnisse und Tabellen der2. Bundesliga
Nürnbergs Knapper Sieg gegen Wehen
Heute ab 17.45 Uhr im Live-Ticker1. FC Nürnberg - 1. FSV Mainz 05
Teuerster Kader der Liga
Sollte der direkte Wiederaufstieg nicht gelingen, drohen im Sommer allerdings weitere finanzielle und personelle Einschnitte. "Wenn wir tatsächlich ein weiteres Jahr in der 2. Liga bleiben, werden wir den Gürtel deutlich enger schnallen und uns sicher von einigen teuren Spielern trennen", kündigte Roth an. Der mit 15 Millionen Euro teuerste Kader der Liga wäre für Nürnberg nicht länger bezahlbar. "Wir wären gezwungen, einen radikalen Schnitt zu machen", bestätigte Finanzchef Ralf Woy.
"Big-Point" gegen Mainz
Momentan steht der Club nach enttäuschendem Saisonbeginn nur auf Platz sieben, befindet sich mit 32 Punkten aber zumindest in Schlagdistanz zu den Aufstiegsrängen. Heute (ab 17.45 Uhr im Live-Ticker) haben die Nürnberger zu Hause gegen den direkten Konkurrenten Mainz die Möglichkeit, mit einem Sieg zumindest vorübergehend bis auf einen Punkt an Relegationsplatz drei heranzurücken. Sportdirektor Martin Bader sprach deshalb von einer "Riesen-Chance": "Das ist eines dieser Spiele, in denen wir einen Big Point machen können. Unser grundsätzliches Ziel ist es nach wie vor, den 1. FC Nürnberg wieder in die Bundesliga zu bringen."
Kapitän Wolf wieder an Bord
Dass sich die Mitbewerber um den Aufstieg am 22. Spieltag gegenseitig Punkte abnehmen werden, spielt dem FCN natürlich in die Karten. Auch die Mannschaft ist sich der Bedeutung der Begegnung bewusst: "Das ist ein sehr, sehr wichtiges Spiel, weil wir mit einem Sieg endlich an die Aufstiegsplätze rankommen könnten", sagte Flügelspieler Mike Frantz. Hoffnung macht das Comeback von Kapitän Andreas Wolf, der am vergangenen Sonntag gegen Wehen nach einem Kreuzbandriss und rund sechs Monaten Pause in die Startelf zurückkehrte. "Er hat Leidenschaft eingebracht und sofort versucht, Flagge zu zeigen", lobte Trainer Michael Oenning den Abwehrchef.
Heimstärke macht Hoffnung
Der Coach hatte sein Team nach dem Arbeitssieg und der schwachen Vorstellung gegen den Abstiegskandidaten kritisiert: "Wir haben nicht den Fußball gezeigt, den wir spielen wollen." Und jetzt gastiert mit dem Tabellenzweiten FSV Mainz die mit Abstand stärkste Auswärtsmannschaft der Liga in Franken. Aber auch die Heimbilanz des FCN lässt sich sehen: Im eigenen Stadion holte man zuletzt 19 von 21 möglichen Punkten.
dpa
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