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Der Streit bei den Löwen nimmt kein Ende

26.06.2013, 16:12 Uhr | sid

Löwen-Investor Hasan Ismaik ist auf Streit aus. (Quelle: imago\Sven Simon)

Löwen-Investor Hasan Ismaik ist auf Streit aus. (Quelle: Sven Simon/imago)

Der Zoff zwischen Investor Hasan Ismaik und Geschäftsführer Robert Schäfer geht in die nächste Runde. Der Staatsanwaltschaft München I liegt bereits seit Mai eine Strafanzeige von Ismaiks Firma HAM International Limited, die auch Anteilseigner bei 1860 München ist, gegen Schäfer wegen Untreue vor. Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Süddeutschen Zeitung".

Die Anzeige werde geprüft, "es geht um die Frage, ob unberechtigterweise Vermögen übertragen wurde. Der Anzeigenerstatter erhebt den Vorwurf der Untreue", sagte Steinkraus-Koch. Schäfer hatte die Markenrechte von 1860, die lange Zeit bei der KGaA lagen, wieder in den e.V. überführt. Ismaik fühlt sich dabei übergangen. Sein Anwalt Michael Scheele wollte aktuell keinen Kommentar abgeben, doch schon im Mai hatte er erklärt, dass zu überprüfen sei, "wie ein Geschäftsführer einen ganz wesentlichen Vermögenswert aus der KGaA entfernt und an den Verein überträgt".

Schäfer bleibt gelassen: "fehlende Sachkenntnis"

Schäfer hingegen sieht die Angelegenheit entspannt. "Der Investor hat auf vielen Wegen versucht, die Rückübertragung des Vereinsnamens an den TSV 1860 juristisch anzugreifen. Diese Versuche sind zum Teil bereits durch erfolgreichen einstweiligen Rechtsschutz gegen den Rechtsanwalt des Investors abgewehrt worden", sagte er.

Die Vorwürfe würden "schlicht auf fehlender Sachkenntnis und falschen juristischen Schlüssen basieren", führte der Löwen-Geschäftsführer, dessen Rauswurf Ismaik monatelang gefordert hatte, weiter aus. Die Staatsanwaltschaft werde die "Haltlosigkeit der Vorwürfe" sehen. Er habe bereits alle relevanten Unterlagen und eine Stellungnahme zur Verfügung gestellt.

Mayrhofer hält sich bedeckt

Präsidentschaftskandidat Gerhard Mayrhofer, der am 13. Juli bei der Mitgliederversammlung der Sechziger zum neuen Vereinschef gewählt werden soll, hält sich aus dem lange andauernden Kleinkrieg mit dem Investor (noch) raus. Er werde erst nach seiner Wahl Kontakt mit Ismaik aufnehmen, sagte er bei seiner Präsentation: "Meine Beziehung zu ihm ist völlig unbelastet. Ein Neustart ist möglich."

Man sei für das Geld, das er dem Verein gegeben habe, "sehr dankbar, aber die Situation hat sich geändert". Mayrhofer spielte wohl darauf an, dass 1860 zuletzt auch ohne die Hilfe des Investors eine Etat-Lücke von rund zwei Millionen Euro schließen und so die Lizenz für die neuen Saison sichern konnte.

Quelle: sid

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