11.10.2010, 10:01 Uhr | FUSSBALL.DE
Savio Nsereko ist seit mehreren Tagen nicht auffindbar. (Foto: imago)
Wo ist Savio Nsereko? Das fragen sie sich bei Zweitligist 1860 München seit einigen Tagen. Vergangene Woche hatte der 21-Jährige erst am Donnerstag das Training verschlafen. Am Freitag fehlte er, als die Mannschaft zu einem Freundschaftsspiel bei Cracovia Krakau abflog. Erreichbar ist er seitdem nicht mehr.
"Das Handy klingelt durch. Wir haben seit Donnerstag keinen Kontakt mehr zu ihm", sagte Sportdirektor Miroslav Stevic am Rande des Spiels in Krakau zur "Bild"-Zeitung. Dem Mittelfeldspieler droht nun der Rauswurf beim TSV 1860. (Der berühmte Busen-Wischer von Peter Niemeyer: Klicken Sie sich durch die Foto-Show.)
Allerdings gibt es noch eine weitere Komponente im Verwirrspiel um Nsereko, der in dieser Saison bislang zwei Spiele bestritten hat: Er hatte Stevic darüber informiert, dass sein Bruder in Uganda ermordet worden sei. Auf Nachfrage des Vereins habe seine Mutter davon jedoch nichts gewusst.
"Wir haben nur sehr dürftige Informationen", sagt Trainer Reiner Maurer: "Aber egal, was passiert ist: Es gibt in der heutigen Welt jede Menge Kommunikationsmittel. Davon hat er keinen Gebrauch gemacht." Am Dienstag ist das nächste Training, "dann wissen wir wohl mehr", sagte Vereinssprecher Robert Hettich.
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Nsereko gilt als Riesentalent, 2008 wurde er mit der deutschen U-19-Nationalmannschaft Europameister. Er spielte bereits bei Brescia Calcio, West Ham United, AC Bologna und dem AC Florenz. Von dort ist er momentan an 1860 ausgeliehen.
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Quelle: FUSSBALL.DE
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