25.04.2010, 17:20 Uhr
Jubel in der Pfalz: Der 1. FCK ist nach vier Jahren 2. Bundesliga wieder erstklassig. (Foto: imago)Vier Jahre wurde dem 1. FC Kaiserslautern die Erstklassigkeit verwehrt. Nun können die Fans wieder jubeln. Denn durch das Remis des Aufstiegskonkurrenten FC Augsburg beim FSV Frankfurt ist die Rückkehr der Roten Teufel in die höchste deutsche Spielklasse vorzeitig perfekt.
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Hunderte Fans feierten auf der Tribüne im Frankfurter Volksbankstadion über 100 Kilometer entfernt vom Betzenberg den Aufstieg ihrer Lieblinge. Der FCK-Vorstandsvorsitzende Stefan Kuntz war zu einer ersten Reaktion nicht zu erreichen: Sein Telefon war überlastet. Und Erfolgstrainer Marco Kurz hatte sich nach München zu seiner Familie zurückgezogen. "Das ist ein unglaubliches Erlebnis und ein Riesenkompliment an meine Mannschaft, zwei Spiele vor dem Saisonende das nach dem deprimierenden Nackenschlag gegen Rostock geschafft zu haben", sagte der 40-jährige Fußball-Lehrer, der im Juni 2009 nach Kaiserslautern gekommen war und das jüngste, auswärts- und abwehrstärkste Team der Liga wieder ins Oberhaus führte.
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Auf eine Fahrt nach Frankfurt hatten Trainer und Mannschaft verzichtet, einige Spieler trafen sich jedoch privat, um auf einen Ausrutscher der Augsburger zu hoffen. Vor dem Derby am nächsten Spieltag in Koblenz und dem letzten Heimspiel gegen Augsburg kann der FCK mit 65 Punkten nicht mehr auf Relegationsplatz drei zurückfallen. Um die Meisterschaft müssen die Lauterer aber noch mit dem Tabellenzweiten FC St. Pauli (61) kämpfen.
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Damit gab es doch noch ein Happy End für den FCK an diesem Wochenende. Am Freitagabend hätte der Tabellenführer vor einer Rekordkulisse im ausverkauften Fritz-Walter-Stadion bereits alles klar machen können. Doch beim 0:1 gegen Hansa Rostock hatten die Profis zum Entsetzen ihrer Anhänger Blei in den Beinen. Sydney Sam verschoss sogar einen Foulelfmeter.
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Die offizielle Aufstiegsfeier steigt nun nach dem Saisonfinale am 9. Mai vor dem Rathaus. Finanziell gesehen ist die Rückkehr in die Bundesliga für das Gründungsmitglied dringend notwendig: "Der Aufstieg ist die einzige Möglichkeit für den Verein, sich zu sanieren", erklärte Kuntz, der noch mit den Altlasten jahrelanger Misswirtschaft zu kämpfen hat. "Um die wirtschaftliche Konsolidierung abzuschließen, müssen wir zwei Jahre in der Bundesliga bleiben." Der Lizenzspieler-Etat wird von 8,5 auf 15 Millionen Euro aufgestockt.
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Als Neuzugang steht bisher nur Christian Tiffert vom MSV Duisburg fest. Groß einkaufen kann Kuntz nicht, der Vorstandschef ist zunächst einmal damit beschäftigt, die Leihgaben an den Klub zu binden. Bisher ist dies beim brasilianischen Abwehrspieler Rodnei gelungen. Mit den Klubs von Steinhöfer, den Frankfurt zurück haben will, Flügelflitzer Sam (Hamburger SV), Georges Mandjeck (VfB Stuttgart) und Daniel Pavlovic (FC Schaffhausen) verhandelt Kuntz noch. Bei der Suche nach neuen Geldquellen ist sogar die Umbenennung des Fritz-Walter-Stadions kein Tabu mehr - sollte ein Stadionsponsor gefunden werden.
Quelle: sid , FUSSBALL.DE , dpa
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