29.09.2011, 18:56 Uhr
Hofft auf die Vernunft der eigenen Fans: Heribert Bruchhagen. (Quelle: imago)
Die Fans von Eintracht Frankfurt sind mal wieder in aller Munde - allerdings im negativen Sinne. Der Frankfurter Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen verurteilte das Verhalten der eigenen Fans beim Auswärtsspiel in Dresden. Dort hatten die Eintracht-Anhänger ein Banner mit der Aufschrift "Bomben auf Dynamo" ausgerollt, auf dem auch Jagdbomber und die Dresdner Skyline zu sehen war. Eine Anspielung auf die Zerstörung der Stadt mit 25.000 Toten Ende des Zweiten Weltkriegs. "Die Stimmung muss langsam mal kippen. Es darf keiner jubeln, wenn einige wenige beispielsweise Feuerwerkskörper zünden", sagte Bruchhagen und appellierte an die "selbstheilenden Kräfte" der Fanszene.
Der Verein gehe konsequent gegen Fangewalt vor, sagte Bruchhagen weiter. DFB-Sicherheitschef Helmut Spahn hatte in der Vergangenheit das Vorgehen des Vereins in ähnlichen Fällen als "zu unentschlossen" kritisiert. "Das ist nicht richtig", sagte Bruchhagen. Oft sei es die Bürokratie, die das Vorgehen erschwere. "Wir leben in einem Rechtsstaat. Das macht es uns nicht einfacher, die Fans aus dem Stadion zu bekommen, die den Fußball torpedieren", sagte der 63-Jährige.
Dies sei auch der Grund, warum die 13 Stadionverbote, die nach den Ausschreitungen im letzten Bundesliga-Heimspiel im Mai 2011 ausgesprochen wurden, erst jetzt wirksam sind. Damals stürmten Anhänger des Vereins nach der 0:2-Niederlage gegen den 1. FC Köln den Platz.
Mit der Plakat-Aktion beschäftigt sich nun der Kontrollausschuss des DFB. "Das Verhalten der Fans ist nicht entschuldbar. Wir müssen uns jetzt verantworten", sagte Bruchhagen weiter.
Quelle: dapd
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