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FC St. Pauli klettert auf Tabellenplatz zwei

28.03.2010, 14:09 Uhr

Die Spieler des FC St. Pauli bejubeln den Führungstreffer durch Marius Ebbers. (Foto: dpa)Die Spieler des FC St. Pauli bejubeln den Führungstreffer durch Marius Ebbers. (Foto: dpa)Mit einem 2:0 (1:0)-Sieg im brisanten Nordderby gegen Hansa Rostock hat der FC St. Pauli seinen Marsch Richtung Bundesliga fortgesetzt. Dank des zeitgleichen Augsburger Patzers in Aachen rückten die Hamburger (55 Punkte) wieder auf den zweiten Tabellenplatz vor. Torjäger Marius Ebbers (41. Minute) und Deniz Naki (54.) sorgten für den achten Heimerfolg der St. Paulianer, die sechs Spieltage vor Saisonende einen Vorsprung von neun Punkten auf den Vierten Düsseldorf haben.

Für die Rostocker wird die Lage dagegen immer prekärer: Mit weiter 29 Zählern trennt sie nur noch die bessere Tordifferenz vom Relegationsrang 16.

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Platzverweise für Retov und Boll

Während die befürchteten Ausschreitungen rund um das Millentor-Stadion vor und während der Partie ausblieben, wurde es auf dem Rasen hitzig. Nach einem groben Foulspiel von Martin Retov stürmte St. Paulis Mittelfeldabräumer Fabian Boll auf den Hansa-Kapitän zu und die Beiden gerieten aneinander. Die Konsequenz: Beide Profis sahen nach der Rangelei die Rote Karte (57.).

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Ebbers erzielt den Führungstreffer

Vor 19.146 Zuschauern machten die Rostocker die Räume zunächst geschickt zu und unterbanden so St. Paulis Spielaufbau frühzeitig. Die Hausherren taten sich äußerst schwer, dann aber schenkte ihnen Kevin Schöneberg mit einem Blackout die Führung: Einen missglückten Rückpass des Rechtsverteidigers zu Hansa-Keeper Alexander Walke nahm Ebbers dankbar auf, umkurvte Walke und schob zu seinem 15. Saisontor ein. Für die Vorentscheidung in der im zweiten Durchgang besser werdenden Partie sorgte Deniz Naki.

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Rückschlag für Augsburg

Mit der zweiten Auswärtsniederlage in Folge hat der FC Augsburg einen schweren Rückschlag im Aufstiegskampf hinnehmen müssen. Bei Alemannia Aachen verlor die Mannschaft von Jos Luhukay mit 0:4 (0:2). Szilard Nemeth (24. Minute) und Daniel Adlung (35.) legten mit ihren Toren vor 20.027 Zuschauern auf dem Tivoli den Grundstein für Aachens siebten Heimsieg, den Nico Herzig (63.) und Timo Achenbach (90. +1.) abrundeten.

FCA fehlt die Durchschlagskraft

Das größte Manko der Augsburger war ihre Chancenverwertung. Ohne den angeschlagenen Torjäger Michael Thurk und zunächst ohne Ibrahima Traore, den Luhukay nach dem Pokal-Aus bei Werder Bremen eine Halbzeit lang schonte, fehlte den Gästen trotz spielerischer Überlegenheit die Durchschlagskraft. Tobias Werner (9.) und Daniel Beier (56.) scheiterten aus kurzer Distanz an Torwart Thorsten Stuckmann, Jonas de Roeck (57.) setzte einen Kopfball neben das leere Tor. Ganz anders traten die Aachener auf, die ihre wenigen Tormöglichkeiten eiskalt nutzten.

Abstiegs-Alarm bei Ahlen

Der Abstieg rückt für Rot Weiss Ahlen immer näher: Mit dem 1:3 (0:2) bei der SpVgg Greuther Fürth kassierte das Schlusslicht der 2. Bundesliga die dritte Niederlage in Folge und ist mit acht Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz kaum noch zu retten. Nicolai Müller (21.), Sami Allagui (25.) und Christopher Nöthe (89.) mit ihrem jeweils elften Saisontor beendeten vor 5.100 Zuschauern Fürths Mini-Krise von drei Partien ohne Sieg und brachten die Franken auf den achten Tabellenplatz. Für Ahlen traf Ole Kittner (66.).

Doppelschlag der Spielvereinigung sorgt für die Vorentscheidung

Nach verhaltenem Beginn sorgte die Mannschaft von Trainer Mike Büskens mit einem Doppelschlag innerhalb von vier Minuten für die Vorentscheidung. Müller ließ dem Ex-Fürther Sascha Kirschstein im Ahlener Tor mit einem platzierten Schuss keine Abwehrchance, dann erhöhte Torjäger Allagui per Kopfball nach Freistoß von Leo Haas auf 2:0. Nach dem Wechsel gingen die Westfalen aggressiver zu Werke, mehr als den Anschlusstreffer durch Kittner (66.) schafften sie aber nicht mehr. Müller (67.) vergab im Gegenzug mit einem Lattenknaller sein zweites Tor, Nöthe per Kopfball machte alles klar.

Quelle: dpa

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