13.04.2009, 20:10 Uhr
Pekovic und Bungert (r.) bedrängen den Freiburger Bechmann (Foto: dpa)Der FSV Mainz 05 hat durch eine 1:2 (1:0) Niederlage gegen den SC Freiburg den Sprung an die Tabellenspitze verpasst. Nikolce Noveski hatte die Gastgeber in Führung gebracht (45.), Mohamadou Idrissou (53.) und Ivica Banovic (67.) drehten die Partie in der zweiten Hälfte. Der SC Freiburg beendete mit dem Auswärtssieg eine Serie von drei Spielen ohne Sieg und baute seine Tabellenführung auf fünf Punkte Vorsprung vor den Mainzern aus. Mainz Trainer Jörn Andersen war nach dem Spiel sichtlich enttäuscht. "Das tut heute weh, das war eine unglückliche Niederlage. Wir haben erste Halbzeit sehr gut gespielt und wurden in der zweiten Halbzeit für zwei dumme Fehler bestraft", war der Norweger nach dem Spiel sauer über die Nachlässigkeiten seiner Mannschaft. SC-Coach Robin Dutt freute sich über das Ende der Mini-Krise, bemühte sich aber die Euphorie nicht ausarten zu lassen. "Wir wollen jetzt den Ball flach halten. Wir haben gewonnen, freuen uns sehr und sehen zu, dass wir am kommenden Wochenende gegen Ingolstadt nachlegen", so Dutt.
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Noveski mit dem richtigen Riecher
Mit einem Paukenschlag hatte die Partie am Mainzer Bruchwegstadion begonnen: Der Mainzer Chadli Amri knallte nach 15 Sekunden Spielzeit den Ball aus 16 Metern volley an den Pfosten des Freiburger Gehäuses. Der FSV Mainz bestimmte danach Tempo und Dynamik des Spiels, kam aber durch das clevere Stellungsspiel der Freiburger nur bis zu deren Strafraum zu anschaulichen Aktionen. Einmal hätte es dann aber doch beinahe im Kasten der Breisgauer geklingelt: Tim Hoogland schaffte es aber aus vier Metern völlig freistehend den Ball über das Tor zu köpfen (24.). Die Freiburger meldeten sich nur einmal nachhaltig zu Wort, als Dimo Wache eine verunglückte Flanke von Freiburgs Jonathan Jäger nur zur Ecke klären konnte (30.). Beide Teams egalisierten sich danach auf hohem technischen Niveau, so dass es nicht verwunderlich war, dass ein kapitaler Fehler zum ersten Tor der Begegnung führte. Als sich alles schon auf ein 0:0 zur Pause eingestellt hatte, klatschte Freiburgs Simon Pouplin einen Knaller aus 16 Metern von Hoogland direkt vor die Füße von Nikolce Noveski, der zur Halbzeitführung der Gastgeber abstauben konnte (45.).
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Doppelschlag des SC dreht die Partie
Das ein Schock auch manchmal heilsam sein kann, zeigten die Freiburger nach der Pause. Mainz spielte weiter munter nach vorne, was die Gäste zu gefährlichen Kontern nutzten und alsbald auch belohnt wurden. Zunächst schoss Mohamadou Idrissou aus kürzester Entfernung zum 1:1 ein (53.), dann drehte der gerade erst eingewechselte Ivica Banovic mit einem unhaltbaren Kopfball aus elf Metern zum 2:1 aus Freiburger Sicht die Partie (67.). Von dem Schock erholte sich Mainz nicht mehr. Spätestens als Feulner in der 77. Minute verletzt ausschied und Mainz die Partie mit neun Feldspielern zu Ende bringen musste, da Trainer Jörn Andersen bereits dreimal gewechselt hatte, war das Spiel praktisch gelaufen. Der SC brachte die Partie souverän und clever über die Bühne, lediglich Oliver Barth zwang seinen eigenen Keeper Pouplin kurz vor Schluss noch zu einer Parade.
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Mainzer Heimschwäche geht weiter
Während sich der SC Freiburg aus seiner Mini-Krise befreien konnte, verpassten die Mainzer mit der 1:2 Heimniederlage nicht nur den Sprung an die Tabellenspitze. Der Heimfluch geht weiter für den FSV, der die beste Auswärtsmannschaft der Liga stellt, zu Hause aber nur 17 von 39 möglichen Punkten holen konnte. FSV-Manager Christian Heidel machte denn auch die Heimschwäche als Menetekel der bisherigen Saison aus. "Wenn es nicht zum Aufstieg kommt, liegt es an unserer Heimschwäche. Leider geht der Sieg für Freibug in Ordnung. Gegen den Tabellenführer kann man verlieren, aber es geht mehr um die anderen Spiele wo wir gegen die Kleinen zu Hause verloren haben, so Heidel, der aber dennoch nicht aufstecken wollte. "Wir sind ja noch mitten in der Verlosung dabei. Klar ist das heute ein Rückschlag, den müssen wir verarbeiten. Aber das wird uns gelingen."
Der 27. Spieltag: | ||||
RW Oberhausen | - | 1. FC Nürnberg | 0:3 | |
Greuther Fürth | - | FC Hansa Rostock | 0:1 | |
FC Ingolstadt | - | SV Wehen Wiesbaden | 0:0 | |
FC St. Pauli | - | MSV Duisburg | 2:2 | |
Rot Weiss Ahlen | - | Alemannia Aachen | 0:2 | |
TuS Koblenz | - | TSV 1860 München | 3:2 | |
VfL Osnabrück | - | 1. FC Kaiserslautern | 0:2 | |
FSV Frankfurt | - | FC Augsburg | 2:1 | |
1. FSV Mainz 05 | - | SC Freiburg | 1:2 |
FUSSBALL.DE / Thorsten Grunow
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