08.04.2009, 15:28 Uhr
Kampf um den Ball: Fürths Bernd Nehrig (l.) gegen den Rostocker Mario Fillinger (Foto: imago)Nach dem ersten Sieg der Rückrunde am vergangenen Sonntag gegen den FSV Frankfurt (2:0) trennen Hansa Rostock nur noch zwei Punkte vom Relegationsplatz 16. Plötzlich scheint der Klassenerhalt in dieser mit Pleiten, Pech und Pannen gespickten Saison doch wieder möglich. Am Donnerstag wartet bei Greuther Fürth (ab 17.45 Uhr im LIVE-TIcker) allerdings eine schwere Aufgabe auf die Mannschaft von Andreas Zachhuber. Der Trainer der Rostocker weiß, dass die jüngsten Erfolge - drei Spiele in Serie ohne Niederlage - nicht viel wert sind, wenn bei der Spielvereinigung nicht nachgelegt wird: "Ich habe der Mannschaft zu Beginn der Woche ganz klar gesagt, dass ich in Fürth drei Punkte verlange“. Hoffnung macht dem Coach die inzwischen wieder stabile Defensive: "Wir haben in den letzten drei Punktspielen schließlich nur zwei Gegentore kassiert. Auch in Fürth werden wir wieder versuchen, die Räume eng zu machen“, so Zachhuber im Vorfeld der Partie. Allerdings plagen Hansa weiterhin große Personalprobleme, weshalb sich der 18er-Kader praktisch von selbst aufstellt.
Ab 17.45 Uhr im Live-TickerDrei Spiele am Donnerstag
Ergebnisse und Tabelle der 2. Bundesliga
Geht Fürth wieder die Puste aus?
Gegner Fürth droht fast wie fast üblich zum Saisonende die Puste auszugehen. In den letzten drei Partien gab es nur einen Sieg, aber zwei Niederlagen. Zumindest kann sich die Truppe von Benno Möhlmann auf ihre Heimstärke verlassen: Seit Ende September sind die Franken im Playmobil-Stadion ungeschlagen. Anfang der Woche trafen sich Spieler und Verantwortliche zur Aussprache, in der jedoch keine Kritik an der Mannschaft geübt wurde: "Wir haben gesessen, gegessen und geredet und uns mental auf den Endspurt eingestimmt", sagte der Coach den Fürther Nachrichten. Mit einem Sieg gegen Rostock würden die Greuther zwischenzeitlich wieder auf Platz zwei der Tabelle zurückkehren. Ziel der Franken bleibt ganz klar der Aufstieg. Benno Möhlmann träumt sogar noch von der Zweitligameisterschaft. Dann könnte er die erstmals vergebene Meisterschale auf dem Fürther Rathaus-Balkon präsentieren.
OberhausenReichert und Kruse verlängern
Perfekt Falkenberg wechselt von RWO nach Fürth
Nürnberg mit breiter Brust
Auf einen Patzer der Fürther hoffen ganz sicher die Nürnberger. Der aktuelle Tabellenvierte liegt nur zwei Zähler hinter der Spielvereinigung und könnte durch einen Sieg bei Rot-Weiß Oberhausen und entsprechender Schützenhilfe von Hansa auf den Aufstiegsrelegationsplatz springen. "Die Mannschaft ist motiviert, hat gut trainiert“, erklärte Trainer Michael Oenning am Mittwoch, "aber entscheidend wird sein, dass auch im Spiel umzusetzen." Zuletzt gelang dies eindruckvoll: Nürnberg gewann dreimal in Serie und ist nach der völlig verkorksten Hinrunde wieder in Schlagdistanz zur Bundesliga. Gastgeber RWO hat das Saisonziel Klassenerhalt angesichts von zehn Punkten Vorsprung auf Platz 16 fast schon erreicht und plant schon für die neue Saison. So wurden erst in dieser Woche die Verträge von Benjamin Reichert und Tim Kruse verlängert. Die vermeintlich Großen der Liga will Oberhausen aber nach Möglichkeit weiter ärgern. So heißt es in der durchaus schmackhaften Ankündigung zum Spiel gegen den Club: "Guten Hunger – die Frankfurter waren schon lecker, jetzt gibt’s Nürnberger!“
Hansa Rostock Neitzel kommt zur neuen Saison
26. SpieltagFreiburg patzt gegen Ahlen
Endspiel für Wehen
In einem eminent wichtigen Spiel im Abstiegskampf reist Tabellenschlusslicht Wehen-Wiesbaden zum Sechzehnten FC Ingolstadt. Die Gäste träumen nach dem Dreier gegen St. Pauli wieder vom Klassenerhalt, müssen dafür aber bei den "Schanzern" nach Möglichkeit gewinnen. Ansonsten ist der Gang in die 3. Liga für die Wehener wohl unvermeidlich: Sandro Schwarz, der neue Hoffnungstrainer auf der Trainerbank erwartet eine schwere Aufgabe, die seine Elf aber mit breiter Brust angeht: "Weil es für beide Mannschaften um viel geht, wird es ein Kampfspiel und über den Kampf wollen wir uns die Sicherheit holen, dass wir diese Partie auch gewinnen können. Ich will vor dem Spiel in den Augen und Gesichtern der Jungs die gleiche Bereitschaft sehen wie am Sonntag."
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"Platz zwei ist kein Zustand, den ich akzeptiere."
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