26.09.2012, 20:03 Uhr | dpa, sid
Der Berliner Peer Kluge (re.) und der Dresdener Spieler Giannis Papadopoulos kämpfen um den Ball. (Quelle: dpa)
Hertha BSC kommt in der 2. Bundesliga immer besser in Schwung, für Dynamo Dresden wird die Situation immer ernster. Der Berliner Erstliga-Absteiger besiegte Dresden mit 1:0 (1:0) und ist nun schon fünf Spiele unbezwungen. Ein Eigentor des Franzosen Romain Brégerie nach Freistoß des gefährlichen Ronny entschied die Partie schon früh (5.) zugunsten der klar dominierenden Berliner. Mit vier Siegen aus den letzten fünf Spielen und insgesamt 14 Punkten rückte Hertha auf Tabellenrang vier vor. Dynamo rutschte mit weiter nur fünf Punkten auf Rang 14.
Eintracht Braunschweig kletterte derweil wieder an die Tabellenspitze. Die überraschend konstanten Niedersachsen schlugen das Schlusslicht MSV Duisburg dank später Treffer noch standesgemäß mit 3:0 (0:0) und verdrängten Energie Cottbus wieder von der Spitze. 1860 München siegte unterdessen beim FC Ingolstadt mit 2:0 (1:0). Der Tabellenvorletzte Erzgebirge Aue kam gegen Union Berlin zu einem 1:1 (0:1).
Dynamo-Coach Ralf Loose hatte auf den anhaltenden Absturz schon vor der Partie reagiert und Florian Fromlowitz für Benjamin Kirsten als Nummer eins ins Tor gestellt. Doch nach einem Freistoß des besten Berliner Saison-Torschützen Ronny wurde der Ex-Hannoveraner vom eigenen Verteidiger Brégerie gleich kalt erwischt. Hertha-Kapitän Peter Niemeyer traf zudem die Latte (3.), Dresdens Cheikh Guéye rettete auf der Linie (19.).
Sandro Wagner und Änis Ben-Hatira hätten schon vor der Pause für klarere Verhältnisse sorgen können. Aber auch so reichte es zum immerhin schon vierten Saisonsieg für das schwach gestartete Team aus der Hauptstadt. Die Gastgeber bestimmten insgesamt vor 45.747 Zuschauern die Partie.
Das erste Punktspiel überhaupt zwischen der Hertha und Dynamo fand unter erhöhten Sicherheitsmaßnahmen statt. Die mehr als 10.000 Dresdner Fans wurden im Olympiastadion strikt von den Berliner Zuschauern getrennt. Vor dem Spiel nahm die Polizei rund 30 Dynamo-Anhänger, die vor dem Stadioneingang randaliert hatten, wegen Landfriedensbruchs vorläufig fest. Rund 600 Polizisten und mehr als 200 Ordner waren im Einsatz. Ausschreitungen gab es im Stadion nicht.
Die weiter ungeschlagenen Braunschweiger taten sich derweil daheim gegen Duisburg lange überaus schwer, erst kurz vor Schluss gelangen Marc Pfitzner (80. Spielminute), Pierre Merkel (83.) und Dennis Kruppke (87.) die Treffer. Das Team vom Niederrhein um den neuen Coach Kosta Runjaic verteidigte gut und konnte vorne sogar Nadelstiche setzen - das schien in einer mäßigen Partie zunächst für einen Punkt zu reichen.
Im bayerischen Derby zeigte 1860 München dem FC Ingolstadt die Grenzen auf. Am Ende stand gegen den ambitionierten Konkurrenten aus dem Freistaat ein verdienter 2:0-Sieg - und das auswärts. Der frühere Hannoveraner Moritz Stoppelkamp (32.) erzielte den ersten Treffer für die Sechziger, Guillermo Vallori (73.) legte technisch brillant nach - mit einem sehenswerten Heber über Ingolstadts chancenlosen Torwart Ramazan Özcan.
In Aue wird die Situation immer prekärer für Trainer Karsten Baumann, der mit den Erzgebirglern in der Tabelle weiterhin ganz hinten drin steckt. Union-Abwehrmann Fabian Schönheim (83.) sorgte per Eigentor zumindest für einen Punkt, nachdem für die Berliner schon früh Simon Terodde (7.) getroffen hatte.
Quelle: dpa, sid
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