13.11.2009, 19:43 Uhr
KSC-Manager Rolf Dohmen. (Foto: imago)Die mehr als siebenjährige Ära von Manager Rolf Dohmen beim Karlsruher SC geht spätestens im Sommer zu Ende. Wie der Zweitligist am Freitag bestätigte, hat Dohmen dem neuen Präsidium des KSC mitgeteilt, seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern.
Es deutet aber vieles darauf hin, dass beide Seiten sich schon früher trennen werden: Der neue Vereinsboss Paul Metzger und seine beiden Stellvertreter beschlossen noch am Nachmittag am Rande des Testspiels gegen den VfR Aalen (3:0), umgehend einen kaufmännischen Geschäftsführer und einen sportlichen Leiter einzustellen. Beide sollen Dohmens Aufgaben übernehmen.
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Das Präsidium erklärte in einer Pressemitteilung, nur "bis zur Neubesetzung" mit Dohmen weiterarbeiten zu wollen. Der sagte jedoch am Freitag, seine Arbeit in Karlsruhe bis Juni "ordentlich zu Ende bringen zu wollen". Seit der Wahl von Metzger zum KSC-Präsidenten vor sechs Wochen zeichneten sich immer deutlicher Probleme zwischen den beiden ab. Die von Dohmen geleitete Geschäftsstelle sei nicht mehr zeitgemäß aufgebaut, kritisierte der ehemalige Oberbürgermeister von Bretten in der "Rhein-Neckar-Zeitung". Zudem müssten "die vielen Streitigkeiten beendet werden. Die mit den Vertragspartnern - aber auch die internen". Dohmen möchte nach eigenen Angaben den Weg für einen Neuanfang freimachen.
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Als ersten sportlichen Schritt in diese Richtung verpflichtete das Präsidium am Freitagabend den zuletzt vereinslosen Stürmer Serhat Akin. Der 28-Jährige, der 16 Mal das Nationaltrikot der Türkei trug und sich zuletzt beim Regionalligateam fit hielt, spielte bereits während seiner Jugend für den KSC und wechselte anschließend unter anderem zu Fenerbahce Istanbul, zum RSC Anderlecht und zum 1. FC Köln.
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Dohmen war von vielen Fans für den Bundesliga-Abstieg in diesem Jahr verantwortlich gemacht worden. Dabei hat sich der Ex-Profi von Fortuna Köln, des KSC und von Darmstadt 98 in seiner mehr als siebenjährigen Amtszeit auch viele Verdienste um den Verein erworben. Nach der Trennung von Lorenz-Günther Köstner und der gescheiterten Verpflichtung von Reinhold Fanz machte er 2005 den langjährigen KSC-Profi Edmund Becker zum Cheftrainer. Gemeinsam bauten die beiden um Eigengewächse wie Christian Eichner und Sebastian Freis sowie gezielte Verstärkungen wie Giovanni Federico und Maik Franz ein Team auf, dem 2007 die Rückkehr in die 1. Liga gelang. Nach nur zwei Jahren stieg der chronisch finanzschwache KSC wieder ab.
Quelle: dpa
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