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Ahlen fährt zum Krisentreff in den Breisgau

06.04.2009, 09:13 Uhr

Freiburgs Ömer Toprak vs. Ronald Maul (li.)  (Foto: imago)Freiburgs Ömer Toprak vs. Ronald Maul (li.) (Foto: imago)Krisentreffen im Breisgau. Beim Duell Aufstiegsambitionen gegen Abstiegskampf heute Abend (ab 20 Uhr im Live-Ticker) wollen sowohl der SC Freiburg als auch Rot-Weiss Ahlen ihre Krisenserien mit je zwei Niederlagen in Folge beenden. SC-Co-Trainer Damir Buric will aber von einer Krise nichts wissen. "Wieso sollten wir jetzt gerade Druck haben?“, sagt Buric, "wenn wir Druck haben, dann schon die ganze Saison – weil wir von vornherein gesagt haben, dass wir aufsteigen wollen.“ Dieser avisierte Aufstieg könnte aber bei anhaltender Erfolgslosigkeit in ernste Gefahr geraten. Bei einem Sieg dagegen könnte der SC seinen Vorsprung auf den ersten Nichtaufstiegsplatz auf komfortable acht Punkte ausbauen und langsam aber sicher den Aufstiegssekt kaltstellen. Die Gäste aus Ahlen reisen mit einer Horrorbilanz an. Von 15 möglichen Punkten gegen den SC Freiburg holten die Westfalen lediglich einen einzigen. Schlechte Aussichten, den Abstand zu den Abstiegsplätzen zu vergrößern.

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Freiburg will sich nach zwei Niederlagen rehabilitieren
Bei den Freiburgern herrscht trotz der Tabellenführung momentan alles andere als eitel Sonnenschein. Zwei Niederlagen in Folge ohne eigenen Torerfolg (0:1 gegen Nürnberg und 0:2 gegen Duisburg) haben den Druck vor dem Ahlen-Spiel deutlich erhöht. Ähnlich wie sein Co-Trainer Damir Buric will auch Cheftrainer Robin Dutt die positiven Seiten an der Krise sehen und zieht sogar Parallelen zum Hinspiel. Auch damals sei man nach einer Niederlage gegen Nürnberg nach Ahlen gereist. "Ich hätte nichts dagegen, wenn wir ein ähnliches Ergebnis schaffen“, so Dutt. Im Ahlener Wersestadion gewann der SC beim damaligen Tabellenfünften 3:0. Für die Freiburger besonders erfreulich, hat sich auch die personelle Situation während der Länderspielpause entspannt. Sowohl Pavel Krmas als auch Jonathan Jäger sind wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen, Yacine Abdessadki wird nach seiner Gelbsperre wieder in den Kader zurückkehren.

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Katastrophale Bilanz gegen Freiburg
Die Ahlener fahren alles andere als unbelastet zum Tabellenführer. Der Trainerwechsel von Christian Wück zum bisherigen Co-Trainer Bernd Heemsoth hat nur im ersten Spiel nach Wück den gewünschten Erfolg gebracht. Nach dem 1:0 Sieg gegen Wehen Wiesbaden folgten zwei Niederlagen in Nürnberg (0:4) und gegen Kaiserslautern (0:1). Außerdem spricht die bisherige Punktspielbilanz der beiden Kontrahenten gegen die Gäste von Rot-Weiss: Von bisher fünf Partien konnten die Freiburger vier gewinnen, einmal reichte es für Ahlen zum Remis. Im Badenova-Stadion ist die Bilanz noch katastrophaler, hier steht eine dicke Null auf der Ahlener Seite: 0 Punkte und 0:7 Tore in zwei Begegnungen, lassen für das heutige Spitzenspiel Schlimmes vermuten.

Ahlen mit Mauertaktik
Wohl auch deshalb will Heemsoth nicht ins offene Messer laufen und auf eine starke Defensive bauen. "Die Flucht nach vorne ist nicht das Richtige gegen Freiburg. Ich denke, wir können aus einer abwartenden Haltung besser agieren“, so der RW-Coach. Man dürfe den Breisgauern keine Räume bieten, dann sei man auch gut im Geschäft. Auch Manager Stefan Grädler macht den Seinen Mut vor der schwierigen Aufgabe. "Das Spiel wird ja nicht schon im Vorfeld entschieden. Unsere Spieler müssen verinnerlichen, dass wir mit einer vernünftigen Leistung etwas holen können“, unterstreicht der Manager. Und Bernd Heemsoth schiebt nach: „Bei so einem Spiel können sich einige Spieler ja auch noch in den Fokus bringen.“ Auf jeden Fall nicht in Fokus spielen wird sich Baldo Di Gregorio aufgrund einer muskulären Wadenverletzung. Ob Marco Reus einsatzfähig ist, entscheidet sich kurzfristig. Das 19-jährige Talent befindet sich augenblicklich im Koordinationstraining. Ob er spielen kann, hängt davon ab, wie belastbar sein Knie ist.

FUSSBALL.DE/ Thorsten Grunow

 

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