20.02.2009, 13:32 Uhr
Stefan Reisinger würde seine Torgefahr gerne in Liga eins unter Beweis stellenSie gelten als die "Unaufsteigbaren" - doch in diesem Jahr will sich die SpVgg Greuther Fürth endlich den Traum von der Bundesliga erfüllen. Das Kleeblatt liegt im Aufstiegskampf der zweiten Liga wieder einmal in aussichtsreicher Position. In den vergangenen Jahren war der fränkische Zweitliga-Dino in der entscheidenden Phase allerdings regelmäßig eingebrochen. Am Saisonende sprang bisher sechsmal Rang fünf heraus. In der Vorsaison fiel Fürth nach dem 20. Spieltag vom dritten noch auf den sechsten Platz zurück. Wohin führt der Weg in diesem Jahr?
"Wir haben aus den Erfahrungen des Scheiterns gelernt"
"Wir arbeiten so intensiv daran wie niemals zuvor", sagt Präsident Helmut Hack. "Jeder hat den Traum von der Bundesliga", bestätigt auch Kapitän Daniel Felgenhauer vor dem Spiel am Sonntag in Koblenz. Die Negativerlebnisse aus den vergangenen Jahren haben den Fürthern den Ruf der "Unaufsteigbaren" eingebracht. Aber Mittelfeldspieler Thorsten Burkhardt widerspricht dieser Theorie: "Wir haben aus den Erfahrungen des Scheiterns gelernt." Auch Teammanager Rachid Azouzzi sieht Fortschritte. Man habe sich als Verein weiterentwickelt, Professionalität vorangebracht - und "begriffen, was man braucht, um aufzusteigen".
Neuzugänge Rahn und Voigt optimistisch
Seit der Winterpause verstärken zwei Routiniers mit Aufstiegserfahrung die junge Mannschaft: Christian Rahn (29) schaffte den Sprung in die Bundesliga mit St. Pauli und Köln bereits dreimal, Alexander Voigt (30) ist mit Köln und Mönchengladbach sogar schon viermal ins Oberhaus aufgestiegen. "Die Qualität zum Aufstieg hat die Mannschaft auf jeden Fall", meint Voigt. Rahn pflichtet ihm bei: "Das Potenzial ist da."
Fürth stellt die beste Offensive der 2. Liga
Obwohl sie sich in der Liga längst etabliert haben und Jahr für Jahr oben mitmischen, gelten die finanzschwachen Fürther als Underdog im Aufstiegsrennen. "In der Bundesliga wartet niemand auf uns", sagt Trainer Benno Möhlmann. Nicht einmal beim heimischen Publikum kommt Euphorie auf: Der Zuschauerschnitt liegt mit knapp 7000 deutlich unter der Vorsaison. Dabei bietet der dreimalige deutsche Meister (1914, 1926, 1929) attraktiven Fußball und stellt mit 45 Toren die derzeit beste Offensive der 2. Liga. Sami Allagui führt die Torjägerliste mit 13 Treffern an, sein Sturmkollege Stefan Reisinger hat 10 Tore erzielt. Das erfolgreichste Angriffsduo der Liga würde aber "am liebsten eine Klasse höher treffen", sagt Reisinger.
Richtungweisende Auswärtsspiele
Am Sonntag tritt Fürth beim Vorletzten Koblenz an, eine Woche später kommt es am Betzenberg zum Duell mit dem direkten Konkurrenten Kaiserslautern - zwei richtungweisende Auswärtsspiele im Kampf um den Aufstieg für die "Unaufsteigbaren".
"Platz zwei ist kein Zustand, den ich akzeptiere."
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