27.12.2009, 17:44 Uhr
In Cottbus feierte Petrik Sander seine bisher größten Erfolge als Trainer. (Foto: imago)Komfortabel war die Situation für die TuS Koblenz schon im Vorjahr nicht: Nach 17 Partien belegten die Rheinländer damals den Relegationsplatz zur 3. Liga, hatten 14 Punkte geholt. Heute sind es gar nur 12, und selbst der Relegationsplatz ist einen Punkt entfernt. Insofern könnte die Aufgabenstellung an den neuen Trainer Petrik Sander eindeutiger nicht sein: die erneute Rettung herbeiführen. Seinem verdienten Vorgänger Uwe Rapolder traute die TuS-Führung diese nicht mehr zu.
Noch vor dem die Hinrunde abschließenden 0:1 daheim gegen den direkten Abstiegs-Konkurrenten FSV Frankfurt bekam Rapolder den Laufpass. Uwe Koschinat, der Sander künftig assistiert, betreute die Mannschaft in diesen letzten 90 Minuten des Kalenderjahres.
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Sander, ehemaliger Coach des damaligen Bundesligisten Energie Cottbus, unterschrieb in Koblenz einen Vertrag bis zum Saisonende. Sander, der bis zum Mai beim damaligen Drittligisten VfR Aalen gearbeitet hat, wird am 29. Dezember um 12.00 Uhr der Öffentlichkeit vorgestellt. Anschließend wird der Trainer um 14.00 Uhr zum ersten Mal das Training leiten.
"Er hat gewisse Erfahrungen im Abstiegskampf, und er hat in aller Sachlichkeit unseren Kader analysiert", sagte der Koblenzer Geschäftsführer Wolfgang Loos. Sander soll die TuS trotz der sieben Punkte Rückstand auf den 15. Platz in der Liga halten. "Es wird keine einfache Aufgabe, zumal uns die Niederlage zuletzt gegen den FSV Frankfurt zurückgeworfen hat. Er muss mit einem Kader arbeiten, den er nicht zusammengestellt hat", sagte Loos. Große Versprechungen kann der Geschäftsführer dem neuen Mann auf der Bank allerdings nicht machen. "Aufgrund der wirtschaftlichen Situation können wir in Sachen neue Spieler in der Winterpause nichts machen. Aber ich glaube auch, dass die derzeitige Mannschaft das Zeug hat, besser zu spielen als zuletzt", sagte Loos.
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Sander begann seine Trainerlaufbahn bei den Cottbuser Amateuren, bevor er 1997 Co-Trainer bei den Profis wurde. Im November 2004 übernahm der gebürtige Quedlinburger das Amt des Energie-Cheftrainers und wurde Nachfolger von Eduard Geyer. Unter Sander wurde der Abstieg in die damals drittklassige Regionalliga verhindert. Im Mai 2006 schaffte Sander mit Cottbus den Wiederaufstieg in die Bundesliga. Traurige Berühmtheit erlangte Sander am 1. April 2005. Damals explodierte beim Spiel zwischen Erzgebirge Aue und Cottbus in der 86. Minute neben dem Coach ein Feuerwerkskörper, der von einem Cottbuser Fan gezündet worden war. Sander leidet seitdem unter einem Hörschaden im rechten Ohr.
In der darauffolgenden Saison machten die Lausitzer den Klassenerhalt bereits drei Spieltage vor dem Saisonende perfekt. Dieser Erfolg verhinderte vier Monate später jedoch nicht die Entlassung des Trainers. Sander musste am 23. September 2007 seinen Posten beim damaligen Tabellenschlusslicht räumen.
Im November 2008 übernahm Sander den Cheftrainer-Posten in Aalen. Er trat die Nachfolge des aus gesundheitlichen Gründen zurückgetretenen Jürgen Kohler an. Allerdings blieb der Erfolg beim VfR aus. Vier Spieltage vor Saisonende stand Aalen auf einem Abstiegsplatz, Sander trat deshalb zurück.
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Quelle: FUSSBALL.DE , sid , dpa
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