14.05.2012, 18:02 Uhr | dpa
Helmut Schulte ist nicht mehr Sportdirektor beim FC. St Pauli. (Quelle: imago)
Nach der abgewendeten Trennung von Trainer André Schubert muss Sportdirektor Helmut Schulte den FC St. Pauli verlassen. Diverse Krisengespräche ergaben keine Annäherung. Die Trennung zwischen Vorstand und Schulte ist beschlossen. Der 54-Jährige war in den Fokus geraten, nachdem Schubert den Vorstand von seiner Arbeitsweise überzeugt hatte und seinen Vertrag bis 2013 erfüllen darf. Der Sportchef und der Coach hatten während der Saison diverse Meinungsverschiedenheiten.
Schulte ist seit 2008 beim FC St. Pauli als sportlicher Leiter tätig. Sein Vertrag läuft bis Februar 2013. Schon mit Vorgänger Holger Stanislawski hatte es Probleme in der Kommunikation gegeben. Bereits nach dem Abstieg der Hanseaten im Vorjahr gab es Trennungsgerüchte. Immer wieder sollen sich Spieler über ihn beklagt haben. Der Vorwurf: Er habe sie in Vertragsgesprächen zu lange im Ungewissen über ihre Zukunft gelassen.
Zuletzt soll Schulte vom Verein eine Verlängerung seines Arbeitsverhältnisses bis 2016 als Vertrauensbeweis gefordert haben. Doch der Vorstand war dagegen. In Hamburger Medien wird spekuliert, dass der sportliche Leiter schon einen neuen Verein gefunden hat.
St. Pauli soll nun eine interne Lösung als Nachfolge für den mächtigen Schulte anstreben. Scouting-Chef Stefan Studer, Co-Trainer Thomas Meggle und Vize-Präsident Jens Duve sollen die sportlichen Planungen in Abstimmung mit Schubert übernehmen.
Für Schulte, der auf St. Pauli von den Fans verehrt wird, geht damit seine zweite Dienstzeit beim Hamburger Stadtteil-Klub zu Ende. Der 1,93 Meter große ehemalige Abwehrspieler begann seine Karriere 1984 als Jugendtrainer auf dem Kiez, wurde dann Co-Trainer der Profimannschaft und nach dem Abschied von Willi Reimann Chefcoach. Zwar schaffte er mit St. Pauli den Aufstieg in die Bundesliga, wurde aber im Februar 1991 entlassen. Über die Stationen Dynamo Dresden, FC Schalke 04 und VfB Lübeck war er im März 2008 an die Elbe zurückgekehrt.
Quelle: dpa
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