04.06.2010, 22:09 Uhr | dpa
Erleichterung bei den treuen Arminia-Anhängern: Bielefeld erhält die Lizenz. (Foto: imago)Sorgenkind Arminia Bielefeld hat nach wochenlangem Kampf die Lizenz für die kommende Saison erhalten. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) stimmte dem nachträglich eingereichten Finanzierungskonzept des Zweitligisten für die Spielzeit 2010/2011 zu. Damit bleibt der zwischenzeitlich sogar von der Insolvenz bedrohten Arminia der Zwangsabstieg erspart. (Video: Bielefeld ist gerettet)
Neben den Bielefeldern erhielten auch alle anderen 35 Profivereine die Spielerlaubnis für die kommende Saison. "Auch die Vereine und Kapitalgesellschaften, die im ersten Teil des Lizenzierungsverfahrens mit Bedingungen belegt worden sind, haben diese komplett erfüllt. Somit stand einer Lizenzerteilung nichts im Wege", erklärte der Vorsitzende des Lizenzierungsausschusses, Harald Strutz. Klubs, die die Lizenz nur mit Auflagen oder Bedingungen erhalten haben, werden im Rahmen des Nachlizenzierungsverfahrens im Herbst erneut geprüft.
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Die quälende Ungewissheit um die Zukunft der Arminia wich beim Ex-Bundesligisten großer Erleichterung: "Wir sind heilfroh, dass die Rettung gelungen ist. Es war ein harter Kampf und ein ganz schweres Stück Arbeit", sagte Bielefelds Aufsichtsratsvorsitzender Norbert Leopoldseder.
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Erst ein beispielloser Kraftakt bewahrte den derzeit größten Problemfall des deutschen Profi-Fußballs vor dem Aus. Nach der Weigerung der Stadt Bielefeld, dem klammen Klub mit einem Millionkredit aus der Not zu helfen, waren private Investoren aus der ostwestfälischen Wirtschaft in die Bresche gesprungen.
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Obwohl es gelang, die finanzielle Deckungslücke von 10,2 Millionen Euro zu schließen, kann von einer Sanierung nicht die Rede sein. Schließlich wurde das Rettungspaket vor allem mit Hilfe von Darlehen, Stundungen und vorgezogenen Zahlungen geschnürt. Nicht zuletzt deshalb stellte Leopoldseder für die kommenden Monate eine "strikte Einhaltung des Wirtschaftsplans" in Aussicht. "Schlüssel für die Konsolidierung wird eine Ausgliederung des Stadions in eine Betreibergesellschaft sein. Dieses Konzept werden wir mit Hochdruck weiter vorantreiben", sagte Leopoldseder.
Damit nicht genug: Schon in den kommenden Tagen soll der avisierte Neuanfang mit einem personellen Umbruch einhergehen. So liebäugeln die bei der vorläufigen Arminia-Rettung zuletzt in tragenden Rollen tätigen Unternehmer Dirk U. Hindrichs und Gerhard Weber mit einem Platz im Aufsichtsrat des Clubs.
Dagegen muss Hansa Rostock nun endgültig für die 3. Liga planen. Der Absteiger hatte für den Fall, dass die DFB der Arminia die Lizenz verweigert, die Unterlagen und Dokumente für die Erfüllung der Zweitliga-Auflagen eingereicht. Doch die Hoffnungen der Rostocker, den Platz von Bielefeld einnehmen zu können, erfüllten sich nicht.
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Quelle: dpa
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