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Der Kampf gegen den Abstieg geht in die nächste Runde

11.03.2009, 09:19 Uhr

Marcus Steegmann (Haching, re.) und Sasa Janic (Stuttgarter Kickers, li.) im Hinspiel (Foto: imago)Marcus Steegmann (Haching, re.) und Sasa Janic (Stuttgarter Kickers, li.) im Hinspiel (Foto: imago)Mit den heutigen drei Nachholspielen der 3. Liga (Anstoß: 19.00 Uhr) wird der 22. Spieltag komplettiert. Mit der SpVgg Unterhaching ist nur eine Mannschaft aus dem oberen Tabellendrittel zu Gange, für drei Mannschaften geht es um lebenswichtige Punkte im Abstiegskampf.

Ergebnisse und Tabelle der3. Liga

Überlebenskampf in Degerloch
Die Stuttgarter Kickers wollen im Heimspiel gegen Unterhaching den Schwung von ihrem Auswärtssieg in Aue mitnehmen und mit einem Sieg den Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsrang verkürzen. Damit die Hütte voll wird und die Blauen vor einer ansprechenden Kulisse antreten, haben alle Frauen freien Eintritt. Dass die Kickers jetzt schon ein Dauer-Abo auf den letzten Platz haben stört Trainer Edgar Schmitt nicht weiter: "Wichtig ist, dass wir am 38. Spieltag unser großes Ziel erreicht – erst dann wird abgerechnet", gibt sich der 45-jährige optimistisch. Dieser Optimismus wird auch durch die kleine Negativserie des kommenden Gegners genährt. Die Hachinger haben ihre letzten beiden Spiele verloren, das Unternehmen Aufstieg ist in ernsthafte Schieflage geraten. Für die Bayern dennoch kein Grund zu verzweifeln. "Wir sind brutal auf den Boden zurückgeholt worden und es wird nun Zeit zu zeigen, dass wir besser spielen können. Die Mannschaft ist gefordert.“, gibt sich Trainer Ralf Hasenhüttl kämpferisch. Die Voraussetzungen, dass die Wende gelingen kann scheinen optimal. Bis auf die Langzeitverletzten Stefan Frühbeis, Dennis Polak und Bastian Bischoff sowie Maximilian Pfaffinger (Haarriss im Fuß) steht der komplette Kader zur Verfügung, Mittelfeldlenker Roman Tyce und Verteidiger Milan Susak kehren nach Ablauf ihrer Sperren in die Startformation zurück. Bei den Stuttgartern kehren mit Kapitän Alexander Rosen und Offensivmann Orlando Smeekes wichtige Korsettstangen in Schmitts Konzept zurück in die Mannschaft. Sascha Traut, der am vergangenen Samstag in Aue den wichtigen 1:0-Führungstreffer erzielte, fehlt wegen der fünften gelben Karte.

25.Spieltag - Samstagsspiele Düsseldorf gewinnt knapp in Regensburg

Krisenklubs unter sich
In der Aalener Scholz-.Arena findet das große Krisentreffen statt. VfR Aalen wartet seit vier Spielen auf einen Sieg, Erzgebirge Aue hat die letzten sechs Auswärtsspiele verloren, der letzte Sieg datiert vom Oktober 2008. Bei den Aalenern herrscht nach der witterungsbedingten einmonatigen Zwangspause Vorfreude auf die Partie gegen den Tabellen-Zwölften. "Das Team brennt darauf, endlich zeigen zu können, was es drauf hat," freut sich VfR-Trainer Petrik Sander. Der Trainer selbst steht unter Zugzwang. Seit dem Sieg bei seinem Einstand gegen die Stuttgarter Kickers im November warten die Aalener auf einen Dreier. Dadurch sind die Abstiegsränge bedrohlich nahe gerückt: Nur noch zwei Punkte trennen den VfR vom ersten Abstiegsplatz, allerdings hat man auch zwei Spiele weniger als die dort platzierten Wuppertaler. Beim Spiel gegen Aue muss Sander auf die Langzeitverletzten Ruprecht, Wingerter, Teinert und Stickel verzichten. Zudem fällt Torjäger Marco Sailer nach seinem Nasenbeinbruch aus, hinter Anton Shynder steht nach einer Grippe noch ein Fragezeichen. Dafür kehrt Moses Sichone zurück in den Kader. Erzgebirge Aue reist mit denkbar schlechten Voraussetzungen nach Aalen. Mit Skerdilaid Curri, der nach seiner roten Karte im Spiel gegen für drei Spiele gesperrt wurde, und Torjäger Mabula Lukunku (mindestens sechs Wochen Pause nach Bandscheibenvorfall) fehlen Teammanager Heiko Weber zwei wichtige Spieler. Zudem wird sich erst zeigen müssen, wie die Erzgebirgler die Niederlage gegen die Stuttgarter Kickers verkraftet haben. Alles zusammen keine guten Voraussetzungen um den Auswärtsfluch zu brechen. Der letzte Sieg in der Fremde gelang den Veilchen im Oktober 2008 gegen Wacker Burghausen.

25. Spieltag - Sonntagsspiele Union Berlin baut Tabellenführung aus

Wuppertals Präsident erwartet eine Reaktion der Mannschaft
Die Nerven der Wuppertaler Zuschauer sind arg strapaziert. Seit über vier Monaten konnte im heimischen Stadion am Zoo kein Heimsieg mehr bejubelt werden, aus den letzten elf Spielen sprang nur ein Sieg heraus. Resultat: ein Abstiegsplatz. WSV-Präsident Friedhelm Runge erwartet im Spiel gegen die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart eine Wende. "Ich hoffe, dass die entsprechende Reaktion beim Nachholspiel gegen den VfB Stuttgart auf dem Platz zu erkennen ist – auch und gerade mit der Unterstützung der Anhänger, die selbstlos die weiteste Auswärtsfahrt angetreten haben“, gibt Runge die Marschrichtung für die Nachholpartie vor. Beim Gegner VfB Stuttgart II ist momentan eitel Sonnenschein. Die Mannschaft rangiert im sicheren Mittelfeld, die letzten beiden Spiele konnten beide jeweils mit 3:0 gewonnen werden. Trainer Rainer Adrion tritt trotzdem auf die Euphoriebremse. "In dieser Liga gibt es für uns keinen leichten Gegner. Wir müssen in jedem Spiel alles abrufen, um erfolgreich sein zu können. Und das wird auch morgen in Wuppertal so sein", warnte der Trainer des VfB II vor zu viel Euphorie. Im Hinterkopf dürfte der Coach auch die schlechte Auswärtsbilanz der Schwaben haben. Der letzte Sieg auf fremdem Platz konnte im Oktober vergangenen Jahres gefeiert werden. In Wuppertal kehrt Jeremy Karikari nach ausgestandener Grippe wieder in den Kader zurück. Dafür fehlen Adrion krankheitsbedingt Tobias Feisthammel, Andreas Hindelang, Sebastian Rudy und Nico Klotz. Robin Schuster und Joachim Schwabe sind nach Trainingsrückstand ebenfalls noch nicht im Kader.

FUSSBALL.DE/ Thorsten Grunow

 

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