14.05.2009, 15:11 Uhr
Der Kampf von Trainer Rainer Kraft und seinen Stuttgarter Kickers war umsonst. Die Schwaben kriegen drei Punkte abgezogen und sind nun sicherer Absteiger. (Foto: imago)Die Stuttgarter Kickers haben sich mit dem Abstieg aus der 3. Fußball-Liga abgefunden. Nach dem sportlichen Rückschlag mit dem 1:4 gegen den VfR Aalen und dem damit fast unwahrscheinlich gewordenen Klassenerhalt, haben jetzt finanzielle Turbulenzen den Kickers das letzte Fünkchen Hoffnung gekostet.
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Die Stuttgarter Kickers haben sich mit dem Abstieg aus der 3. Fußball-Liga abgefunden und mit einer Degradierung von Manager Joachim Cast erste personelle Konsequenzen gezogen. Wie Präsident Dirk Eichelbaum am Donnerstag mitteilte, werden dem abgeschlagenen Tabellenletzten zusätzlich drei Punkte abgezogen. Der am Tiefpunkt seiner Vereinsgeschichte angelangte Ex-Bundesligist habe wegen eines Liquiditätsengpasses 200 000 Euro aus einem Kautionsfonds des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) erhalten, werde diese aber nicht bis Fristablauf am Freitag zurückzahlen. Nach dem 1:4 gegen den VfR Aalen am Dienstag bestehe ohnehin keine Chance mehr auf den Klassenverbleib, sagte der Clubchef.
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Keine Insolvenz
"Wir haben den Fonds gezogen, um die Zahlung von Löhnen und Gehältern gewährleisten zu können", erklärte Eichelbaum. "Bis zum Spiel gegen Aalen haben wir noch fest an eine Chance geglaubt. Bei einem Sieg hätten wir das Darlehen fristgerecht zurückgezahlt." Irgendwann müsse man jedoch einen Schlussstrich ziehen, sagte Präsidiumsmitglied Edgar Kurz. Eine Insolvenz wird es laut Eichelbaum nicht geben, auch in Sachen Lizenz für die Regionalliga gibt er sich optimistisch.
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Konsolidierungskurs in der Regionalliga
Dort planen die "Blauen" nun einen Neuaufbau mit vier bis fünf erfahrenen Spielern aus dem jetzigen Kader sowie Talenten aus der Region. "Wir wollen uns in der Regionalliga konsolidieren", erklärte Eichelbaum. Er hält einen sofortigen Wiederaufstieg angesichts eines etwa um die Hälfte reduzierten Etats von 1,6 Millionen Euro für unrealistisch. Zudem hat Hauptsponsor Gazi noch nicht für die vierte Liga zugesagt. Offen ist auch, ob der Vertrag mit Coach Rainer Kraft verlängert wird. "Wir müssen jetzt schauen, ob unser Konzept und seine Ideen zusammenpassen", erklärte Eichelbaum.
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FUSSBALL.DE/ dpa
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