26.11.2009, 17:03 Uhr
Dresdens Timo Röttger (li.) trifft am 18. Spieltag auf den Heidenheimer Richard Weil. (Foto: Montage; t-online.de)Zum Aufeinandertreffen von Zuschauermagnet Dynamo Dresden und dem besten Aufsteiger 1. FC Heidenheim kommt es am Samstag ab 14 Uhr am 18. Spieltag in der 3. Liga. Für die Dresdner, die auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht sind, läuft es bisher auch im neuen Rudolf-Harbig-Stadion noch nicht. Denn Dynamo stellt trotz des großen Zuschauer-Zuspruchs (fast 15.000 Fans im Schnitt) mit zwei Siegen und zwei Unentschieden auch die erfolgloseste Heimmannschaft der 3. Liga.
Die Heidenheimer dagegen sind besser drauf. Nachdem die Mannschaft von Frank Schmidt im Oktober nur einen Punkt aus vier Partien sammeln konnte, gewann der 1. FCH im November bislang beide Spiele (2:0 in Unterhaching und 3:1 gegen Jena). FCH-Trainer Frank Schmidt muss ohne seine verletzten Torhüter Erol Sabanov (Daumenbruch) und Denis Baum (Handbruch) sowie Feldspieler Ünal Demirkiran (Meniskusschaden) auskommen. Sein Gegenüber Matthias Mauksch muss auf Sascha Pfeffer (Knöchelverletzung) und Maik Wagefeld (Innenbandriss) verzichten.
Ergebnisse und Tabelle der3. Liga
17. Spieltag Ingolstadt siegt bei Wiesinger-Debüt
Zu einer wichtigen Partie im Rennen um den Klassenverbleib kommt es zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und dem Wuppertaler SV. Gegensätzlicher hätten die vergangenen Wochen der beiden Mannschaften nicht verlaufen können. Der FC Carl Zeiss sammelte lediglich sechs Punkte aus neun Begegnungen und rutschte ins untere Tabellendrittel ab. Die Wuppertaler dagegen sind im Aufwind. Sie sind seit fünf Partien ungeschlagen. Einen nicht unerheblichen Anteil daran hatten die beiden erst im Oktober verpflichteten Neuzugänge Stefan Lorenz und Andres Formento. Sie verloren noch kein Spiel mit dem WSV, der erstmals seit dem 6. Spieltag keinen Abstiegsplatz mehr belegt.
Bei der Begegnung zwischen dem FC Ingolstadt 04 und dem SV Wehen Wiesbaden treten zwei Absteiger gegeneinander an. Der FCI, der nach der 0:2-Heimniederlage gegen Wuppertal Trainer Horst Köppel beurlaubt hatte, fuhr mit seinem neuen Trainer Michael Wiesinger zuletzt beim VfB Stuttgart II (4:2) drei Punkte ein. Wiesinger kündigte an: "Gegen Wehen wollen wir unbedingt nachlegen." Sein Gegenüber Hans-Werner Moser muss auf Josip Landeka (Syndesmosebandriss) verzichten. Trotzdem reisen die Hessen zuversichtlich an. "In Ingolstadt wollen wir einen Sieg holen", kündigte der Mittelfeldspieler Benjamin Hübner nach dem packenden 3:3 im Hessen-Derby gegen Kickers Offenbach an.
Spieler des Monats OktoberTobias Schweinsteiger setzt sich durch
Die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund gibt ihre Visitenkarte beim SSV Jahn Regensburg ab. Durch das 1:4 beim VfL Osnabrück sind die Borussen auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht. BVB-Trainer Theo Schneider muss auf die verletzten Yasin Öztekin (Haarriss im Schienbein), Christian Eggert (Kreuzbandriss), Marcel Kandziora (Meniskusschaden) und Damien Le Tallec (Schultereckgelenkssprengung) verzichten.
Die SpVgg Unterhaching, die am Samstag die Reserve des VfB Stuttgart empfängt, musste zuletzt zwei Niederlagen in Folge hinnehmen. "Die Partie gegen den VfB Stuttgart wird schwer. Die Stuttgarter bringen nicht umsonst regelmäßig Talente aus der Jugend hervor. Aber wir müssen wieder an uns glauben und den Bock umstoßen", sagte Hachings Stürmer Tobias Schweinsteiger, mit zehn Toren der erfolgreichste Torschütze der Bayern und gleichzeitig "Spieler des Monats Oktober" der 3. Liga. Die Stuttgarter verloren ihre vergangenen vier Begegnungen.
InterviewSchweinsteiger "Kickers, Osnabrück und FCI sind stärkste Konkurrenten"
Rot-Weiß Erfurt tritt beim Tabellenzweiten SV Wacker Burghausen an. Erfurts Trainer Rainer Hörgl gibt sich zuversichtlich. "Wir sind auf einem guten Weg, müssen nur unsere Torchancen besser nutzen." Das ist wohl auch der Grund dafür, warum es zuletzt für die Thüringer zuletzt zwei Niederlagen in der Fremde setzte (0:2 in Aue und 0:1 in Dortmund). Burghausen ist sehr heimstark, gewann die sechs vergangenen Heimpartien und sammelte auch insgesamt gleich 21 von 30 Zählern im heimischen Stadion. Wacker-Trainer Jürgen Press muss auf den rot-gesperrten Benjamin Gorka verzichten.
Spitzenreiter Kickers Offenbach, der am Samstag Gastgeber des SV Sandhausen ist, ergatterte 24 Zähler aus den vergangenen elf Partien und kann mit einem Heimsieg gegen Sandhausen dem gewinn der inoffiziellen Herbstmeisterschaft einen großen Schritt näher kommen. Anders läuft es derzeit beim SVS. Die Süddeutschen konnten nur sechs Punkte aus acht Begegnungen für sich verbuchen. Bislang trafen die beiden Vereine nur dreimal aufeinander. In der abgelaufenen Saison konnten beide Mannschaften jeweils ein Spiel für sich entscheiden. Ein Jahr zuvor kreuzten sich die Wege der beiden im DFB-Pokal. Dort behielten die Kickers 4:0 die Oberhand.
Der FC Erzgebirge Aue gastiert bei Eintracht Braunschweig. Die Löwen wollen ihre Heimserie weiter ausbauen. Sie sind seit fünf Partien im Stadion an der Hamburger Straße ungeschlagen und stellen nach Osnabrück, Burghausen und Aue die viertbeste Heimmannschaft der Liga. In den vergangenen beiden Heimspielen erzielte die Eintracht satte zehn Treffer. Beim FC Erzgebirge stand Eric Agyemang zuletzt beim 3:0 gegen Burghausen gerade einmal 22 Sekunden auf dem Spielfeld, musste dann den Weg unter die Dusche antreten. Er sah nach einem groben Foulspiel in der ersten Aktion nach seiner Einwechslung die Rote Karte und fehlt gegen die Eintracht.
Holstein Kiel erwartet den VfL Osnabrück. Für den "Pokal-Schreck" aus Osnabrück läuft es mittlerweile auch in der Liga gut. Nach anfänglicher Problemen konnten sie gerade in den Heimspielen (24 von 29 Zählern holte der VfL zu Hause) überzeugen und punkten. Bei den Kielern gab es auch unter dem neuen Trainer Christian Wück noch nicht den erhofften Durchbruch. Wücks Bilanz: Fünf Punkte aus fünf Begegnungen. Karsten Baumann, Trainer des VfL, muss im Auswärtsspiel bei Holstein Kiel auf Henning Grieneisen verzichten, für den die Partie bei seinem Ex-Klub im hohen Norden nach einem Innenbandriss noch zu früh kommt. Auf Kieler Seite fallen Marc Heider (Sehnenriss) und Fiete Sykora (Knöchelverletzung) aus.
Den 18. Spieltag der 3. Liga rundet am Sonntag ab 14 Uhr das Duell zwischen den Reserve-Mannschaften des SV Werder Bremen und des FC Bayern München ab. Bremen ist seit drei Spielen ungeschlagen, Bayern wartet seit zwei Runden auf einen Sieg. Beide Mannschaften kamen am vergangenen Wochenende zu Unentschieden (Bremen 2:2 in Sandhausen, Bayern 1:1 gegen Braunschweig). Werder-Trainer Thomas Wolter muss weiterhin auf die Langzeitverletzten Kevin Artmann und Jose-Alex Ikeng (beide Kreuzbandriss) verzichten. Die Bremer absolvierten unter der Woche ein Benefizspiel in Nordenheim, siegten 7:0. mspw
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