21.03.2009, 09:35 Uhr
Daniel Brückner (re.Erfurt) gegen Kenan Sahin (li./Düsseldorf) im Hinspiel (Foto: imago)Der Kampf um den Aufstieg in die 2. Bundesliga geht am heutigen 27. Spieltag in Fernduellen weiter. In fünf Partien ist jeweils ein Team aus der oberen Tabellenregion involviert, in Erfurt treffen mit Rot-Weiß und Fortuna Düsseldorf gleich zwei Aufstiegsaspiranten aufeinander. Bis auf den SC Paderborn sind damit sieben der Top-Acht der 3. Liga heute im Einsatz.
Ergebnisse und Tabelle der 3.Liga
Rot-Weiß will die letzte Chance nutzen
Für Rot-Weiß Erfurt geht es im Spiel gegen Fortuna Düsseldorf darum, die letzte, theoretische Chance zu nutzen, im Kampf um den Aufstieg noch ein kleines Wörtchen mitzureden. Die Thüringern wollen die letzten beiden misslungenen Heimauftritte vergessen machen, wobei vor allem das Unentschieden gegen den VfR Aalen noch nicht verdaut ist. "Wir sind immer noch enttäuscht. Es waren einfach zu viele Ungenauigkeiten im Passspiel", ist RWE-Coach Karsten Baumann immer noch angefressen, zeigt sich aber im Vorfeld der heutigen Partie optimistisch: "Das Spiel gegen Düsseldorf sollte uns mehr liegen, als die langen Bälle nach vorn, wie es Aalen gestern gezeigt hat". Verzichten muss Baumann auf Fabian Montabell, Matthias Peßolat, Denis Wolf und Rinik Carolus, dafür rückt der A-Jugendliche Carsten Kammlott in den Kader.
Freitagsspiel VfB siegt im Duell der Reserve-Teams
Fortuna mit Selbstvertrauen und Vorsicht
Die Düsseldorfer reisen mit dem Selbstbewusstsein von sieben Punkten aus den letzten drei Spielen und dem souveränen 3:0 Hinspielerfolg nach Erfurt. Trotzdem warnt F95-Trainer Norbert Meier vor dem Gastgeber: "Es wäre fatal, würde man einen Gegner bereits jetzt abschreiben. Das oberste Prinzip bleibt weiterhin, nur auf sich selbst und die eigenen Leistungen zu schauen.“ Um den momentanen Relegationsplatz zu sichern und die direkten Aufstiegsränge nicht aus den Augen zu verlieren, sind drei Punkte gegen Erfurt Pflicht. Dafür muss Meier seinen Kader umbauen. Bruno Custos und Oliver Hampel fallen weiterhin verletzt aus, Hamza Cakir ist nach seiner fünften Gelben Karte am vergangenen Wochenende gesperrt, und die Rückkehr des verletzten Torjägers Axel Lawarée steht auch noch in den Sternen.
NachholspieleKantersieg für Paderborn
Union als Jobkiller?
Zwölf Spiele in Folge ohne Niederlage, seit 13 Heimspielen ungeschlagen - diese Serie soll im Jahn-Sportpark auch gegen den FC Carl-Zeiss Jena halten. Die Unioner sind momentan als Tabellenführer das Maß aller Dinge in der 3. Liga. Auch wenn die Berliner Favorit sind, versucht Trainer Uwe Neuhaus die Euphorie zu drosseln: "Jena steht mit dem Rücken zur Wand und sie werden alles versuchen, um sich aus dieser Lage zu befreien. Die Mannschaft ist deutlich stärker, als es der aktuelle Tabellenstand ausdrückt, dazu kommt der Derby-Charakter des Spiels. Keine Frage, es wird ein heißer Tanz", ist sich der Union-Coach der Brisanz des Spieles bewusst. Für Jena geht es nicht nur um drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt, sondern auch um die Zukunft von Trainer René van Eck. Jena-Präsident Peter Schreiber stellte sich im Interview mit dem Kicker noch hinter den Niederländer: "Wir setzen jetzt endlich auf Kontinuität. Wenn wir aber der Auffassung sind, dass es nötig ist personelle Konsequenzen zu ziehen, handeln wir, keine Sorge". Eine wackelige Job-Garantie, die sehr schnell null und nichtig werden könnte, wenn sich die Niederlagen-Serie der Thüringer fortsetzt: die letzten fünf Spiele wurden verloren, seit acht Spielen wartet Jena auf einen Sieg.
NachholspieleErzgebirge Aue tritt auf der Stelle
Regensburg braucht das Erfolgserlebnis
Für Regensburg geht es im Spiel gegen den SV Sandhausen um lebenswichtige Punkte im Abstiegskampf. Seit vier Spielen konnten die Bayern keinen Dreier mehr feiern. SSV Jahn-Trainer Markus Weinzierl gibt denn auch die Richtung für das Heimspiel vor: "Wir brauchen jetzt das Erfolgserlebnis". Ganz so einfach wird das nicht, muss Jahn verletzungsbedingt auf Petr Stoilov und Nico Beigang verzichten, Stefan Binder und Dennis Grassow fallen gesperrt aus. Der Gegner aus Sandhausen kann der Partie entspannt entgegensehen. Die Mannschaft von Gerd Dais steht im sicheren Mittelfeld der Liga und hat zuletzt 10 Punkte aus vier Spielen eingefahren. Auch wenn Dais auf den verletzten Alf Mintzel verzichten muss und hinter dem Einsatz von Roberto Pinto noch ein Fragezeichen steht, ist Dais sicher, dass "wenn wir unsere Leistung wie zuletzt gegen Stuttgart bringen, wir gute Siegchancen haben".
26. SpieltagPaderborn siegt im Spitzenspiel
Offenbacher Heimstärke trifft auf Aalener Auswärtsschwäche
Die Offenbacher Kickers wollen ihren Aufwärtstrend mit vier niederlagenfreien Spielen in Folge fort- und sich im Aufstiegsbereich festsetzen. OFC-Trainer Jürgen Boysen muss dafür auf den gelbgesperrten Christian Fröhlich verzichten. Stürmer Mirnes Mesic fehlt weiterhin verletzungsbedingt, konnte aber immerhin am Donnerstag erstmals wieder am Mannschaftstraining teilnehmen. Die Gäste vom VfR Aalen haben dagegen alle Mann an Bord und reisen mit einer kleinen Serie von drei Spielen ohne Niederlage auf den Bieberer Berg. Trotzdem keine leichte Aufgabe für die Aalener, gehören sie doch mit nur einem Sieg in der Fremde zu den schwächsten Auswärtsteams der Liga, während die Kickers bisher nur eines ihrer Heimspiele verloren haben.
26. SpieltagUnion marschiert weiter Richtung Liga Zwei
Haching will die Auer Heimschwäche nutzen
Das Erzgebirgsstadion war einst gefürchtet, in der laufenden Saison hat es sich allerdings als gefallene Bastion präsentiert: Von zwölf Heimspielen konnte Aue nur vier gewinnen, zuletzt gab es sogar zwei Heimniederlagen gegen die Kellerkinder Werder Bremen II und die Stuttgarter Kickers. Die Abstiegsränge rücken so immer näher. Die Gäste aus Unterhaching, selbst keine Auswärtskönige, wollen die Heimschwäche nutzen. "Aue hat ein Problem zu Hause. Wir haben berechtigte Hoffnung“, sagt Haching-Trainer Ralph Hasenhüttl. Bei Aue fehlen mit weiterhin Arne Feick und Ali Lukunku die besten Torschützen sowie Sven Schaffrath nach seiner Gelb-Roten Karte gegen Bremen. Dafür kehren mit Thomas Paulus und Skerdilaid Curri wichtige Spieler zurück in den Auer-Kader. Bei den Münchener Vorstädtern fehlt lediglich Manuel Konrad, der am vergangenen Samstag die Gelb-Rote Karte sah.
26. Spieltag Kein Sieger beim Nord-Süd-Gipfel
Für die Stuttgarter Kickers geht es schon um alles
Kickers Emden hat trotz fehlender Konstanz als Tabellen-Vierter die Aufstiegsränge fest im Blick. Am vergangenen Wochenende setzte es im Spitzenspiel beim SC Paderborn eine 0:2 Niederlage, die Kickers-Coach Stefan Emmerling schnell wieder vergessen machen will. "Wir wollen unser Heimspiel nutzen und den Fans zeigen, dass wir nach einem kleinen Rückschlag gewillt sind, wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren", will der 43-Jährige nichts von einer Krise wissen. Verzichten muss Emmerling bei diesem Vorhaben auf Tom Moosmayer, der sich am Donnerstag eine Rückenverletzung zuzog sowie auf Markus Unger aufgrund anhaltender muskulärer Probleme. Auch der Gegner aus dem Schwabenländle muss auf zwei Spieler verzichten. Gesperrt fehlt Sascha Traut, Mustafa Parmak hatte sich im Heimspiel gegen Erfurt einen Bänderanriss zugezogen. Schwerer als die Ausfälle wiegt die Hypothek von zwei Niederlagen in Folge. Nachdem zuvor im Kampf gegen den Abstieg ein Lebenszeichen mit zwei Siegen in Folge aufflackerte, verdarben sich die Kickers durch Niederlagen gegen Erfurt und in Sandhausen die Früchte ihrer vorherigen Arbeit. Bei fünf Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz ist es für die Kickers bereits fünf vor zwölf, ein Sieg in Emden deshalb ohne Alternative.
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FUSSBALL.DE/ Thorsten Grunow
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