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Jena verzichtet auf einen Widerspruch

04.05.2010, 21:26 Uhr

Der Einsatz des Heidenheimers Martin Klarer (links) hatte für rechtliche Schritte bei Carl Zeiss Jena (rechts Patrick Arnheim) gesorgt. (Foto: imago) Der Einsatz des Heidenheimers Martin Klarer (links) hatte für rechtliche Schritte bei Carl Zeiss Jena (rechts Patrick Arnheim) gesorgt. (Foto: imago) Der FC Carl Zeiss Jena hat im Gelbe-Karte-Streit das Urteil des Sportgerichts des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) akzeptiert und verzichtet auf eine Anrufung des DFB-Bundesgerichts. Die Thüringer legten aufgrund "der offenbaren Chancenlosigkeit auch in höherer Instanz" keinen Widerspruch gegen das Urteil ein. Damit ist Jena einen Spieltag vor Saisonende endgültig aus dem Rennen um den Relegationsplatz.

Jena hatte gegen die Wertung des verlorenen Spiels gegen den 1. FC Heidenheim Einspruch erhoben, da der Heidenheimer Martin Klarer nach zehn Gelben Karten aus ihrer Sicht hätte gesperrt werden müssen.

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Keine Schuld bei Heidenheim

Die Entscheidung fällten Präsidium und Aufsichtsrat des FC Carl Zeiss Jena gemeinsam mit den Anwälten Tom Hilliger und Joachim Rain. Die Klub-Verantwortlichen begründeten ihren Verzicht auf den Einspruch damit, dass selbst beim Nachweis der Gelben Karte für Heidenheims Martin Klarer in der Drittliga-Begegnung bei Eintracht Braunschweig dem 1. FC Heidenheim keine Schuld anzurechnen wäre. Selbst wenn ein Verschulden hätte nachgewiesen werden können, gäbe es dennoch keine Aussicht auf Regulierung des Sachverhaltes, hieß es in einer Pressemitteilung.


"Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters"

Das DFB-Sportgericht hatte geurteilt, dass in der "fragwürdigen Szene" des Spiels Braunschweig gegen Heidenheim am 3. Oktober 2009 eine "Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters" vorliege. Und diese sei nicht anfechtbar. Damals hatte Klarer Gelb gesehen. Dafür gibt es Foto- und Video-Beweise. Der Unparteiische Jan Seidel hatte die Gelbe Karte aber Christian Essig zugeordnet. Deshalb spielte Klarer gegen Jena, obwohl er eigentlich wegen einer Gelb-Sperre hätte pausieren müssen. Bei Carl Zeiss hatte man mit einem Sieg am grünen Tisch gerechnet. Hätte der DFB dem Einspruch statt gegeben, wäre Jena mit 63 Zählern - punktgleich mit dem Tabellen-Dritten Ingolstadt - noch ein heißer Kandidat auf den Relegationsplatz für die 2. Liga gewesen.

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Quelle: dpa

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