20.01.2012, 10:39 Uhr | DFB.de
Auf geht's: Trainer Mario Basler klatscht die Ersatzspieler von Rot-Weiß Oberhausen ab. (Foto: imago)
Nach nur vier spielfreien Wochenenden rollt in der 3. Liga wieder der Ball. Einen leichten "Frühstart" in das Spieljahr 2012 und den 22. Spieltag legen Rot-Weiß Oberhausen und dem Preußen Münster (Samstag, ab 13.15 Uhr im FUSSBALL.DE Live-Ticker) hin. Mit dem NRW-Duell im Oberhausener Niederrheinstadion wird die Restrunde in der 3. Liga eröffnet.
Für die abstiegsbedrohten Oberhausener beginnt dabei die "Mission Klassenverbleib". Der Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz beträgt aktuell fünf Punkte. "Wir wollen unsere Aufholjagd mit einem Heimsieg gegen Münster beginnen. Das würde uns Selbstvertrauen geben", macht RWO-Trainer Mario Basler klar. Mit dem bundesliga-erfahrenen Zugang Anel Dzaka (zuletzt 1. FC Kaiserslautern) verfügt der 43-Jährige über eine Alternative in der Offensive. Abwehrspieler Dimitrios Pappas (Gelb-Sperre) steht hingegen nicht zur Verfügung. Im letzten Test vor dem Restrundenstart mussten sich die "Kleeblätter" dem Deutschen Meister Borussia Dortmund 0:4 geschlagen geben.
Auch für die Münsteraner, die nicht in den Tabellenkeller abrutschen wollen, brechen entscheidende Wochen an. Das Gastspiel in Oberhausen ist die erste von vier Partien gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel. In den kommenden Wochen heißen die weiteren Gegner FC Carl Zeiss Jena, SV Babelsberg 03 und SV Werder Bremen II. "Ich bin fest davon überzeugt, dass der Weg für uns in der Tabelle wieder nach oben geht. Für mich ist die Partie bei meinem Ex-Klub zum Auftakt eine Riesenmotivation", sagt Preußen-Zugang Fabian Hergesell (Viktoria Köln), der in der Saison 2010/2011 noch für RWO gespielt hatte. Auch der ebenfalls erst im Winter verpflichtete Dennis Grote und Preußen-Torhüter Daniel Masuch kehren an ihre frühere Wirkungsstätte zurück.
Für Spitzenreiter und "Wintermeister" SSV Jahn Regensburg beginnt das neue Jahr Samstag ab 14 Uhr mit einem Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart II. Die "Generalprobe" der Regensburger ist mit dem 2:1-Testspielsieg gegen den Europa-League-Teilnehmer RB Salzburg gelungen. Auf den Ausfall von Torjäger Tobias Schweinsteiger (Sprunggelenk-Operation/zwölf Treffer) reagierte Regensburg mit der Verpflichtung von Thiemo-Jerome Kialka (1. FC Köln). "Mein Ziel mit Regensburg ist der Aufstieg", so der Angreifer. Auch die Stuttgarter, die als beste U-23-Mannschaft auf dem siebten Tabellenplatz überwintert hatten, können nicht in Bestbesetzung antreten. Stürmer Christoph Hemlein fehlt rot-gesperrt.
Auf einen "Ausrutscher" der Regensburger zum Auftakt hofft der ärgste Verfolger SV Sandhausen. Der Tabellenzweite ist zeitgleich beim Aufsteiger SV Darmstadt 98 zu Gast. Bei einem Punktverlust der Regensburger in Stuttgart könnte Sandhausen mit einem Sieg die Spitze erobern. SVS-Trainer Gerd Dais kann fast auf seinen gesamten Kader zurückgreifen. Auch die zuletzt angeschlagenen David Ulm, Sören Halfar und Julian Böttger sowie Winter-Zugang Nico Klotz (SC Paderborn 07) sind wieder fit. Die Darmstädter vertrauen im Rennen um den Klassenverbleib auf ihren Trainer Kosta Runjaic. Der Vertrag des 40-Jährigen, der auch als Sportmanager tätig ist, wurde bis 2014 verlängert.
Mit einem neuen, aber schon altbekannten Gesicht auf der Trainerbank startet der VfL Osnabrück am Samstag ab 14 Uhr gegen den SV Wehen Wiesbaden in die Restrunde. Claus-Dieter Wollitz, bereits von 2004 bis 2009 an der Bremer Brücke erfolgreich tätig, kehrte vom FC Energie Cottbus zurück und gibt nun sein Liga-Comeback auf der VfL-Bank. Mit Rückkehrer "Pele" Wollitz sowie den neuen Stürmern Rouwen Hennings (vom FC St. Pauli) und Elias Kachunga (Borussia Mönchengladbach II), die bis zum Saisonende ausgeliehen wurden, wollen die Niedersachsen im Aufstiegsrennen angreifen. Der Rückstand auf den Relegationsplatz beträgt drei Punkte.
Der als Aufstiegsfavorit in die Saison gestartete SV Wehen Wiesbaden gibt sich nach einer enttäuschenden Hinserie bescheiden. "Wir wollen so schnell wie möglich 45 bis 46 Punkte erreichen und uns erst einmal vom unteren Tabellendrittel absetzen", so Trainer Gino Lettieri. Dabei helfen soll der argentinische Außenbahn-Spieler Leandro Guaita (25/von Indepediente JT Quito, Ecuador), der kurz vor dem Restrundenstart verpflichtet wurde und bereits in Osnabrück eingesetzt werden soll.
Beim SV Wacker Burghausen sitzt Reinhard Stumpf (zuletzt Club Sportif Sfaxien/Tunesien) im Auswärtsspiel beim SV Babelsberg 03 zum ersten Mal auf der Trainerbank. Der 50-Jährige trat die Nachfolge von Rudi Bommer an, der zum Zweitligisten FC Energie Cottbus gewechselt ist. Bei den seit drei Runden ungeschlagenen Babelsbergern muss Stumpf mit Routinier Youssef Mokhtari (Gelb-Rote Karte) und Darlington Omodiagbe (fünfte Gelbe Karte) gleich zwei gesperrte Spieler ersetzen.
Mit großen Zielen und einigen erfahrenen Zugängen startet der 1. FC Heidenheim am Samstag ab 14 Uhr beim Aufsteiger Chemnitzer FC. Für die Restrunde verstärkte sich der FCH unter anderem mit den Augsburger Torjägern Michael Thurk und Patrick Mayer, der bereits von 2009 bis 2011 für Heidenheim gespielt hatte. "Patrick Mayer und Michael Thurk werden uns mit ihrer Erfahrung und ihrer Torgefährlichkeit helfen, die oberen Tabellenplätze ins Visier zu nehmen", ist Geschäftsführer Holger Sanwald überzeugt. CFC-Trainer Gerd Schädlich kann zum Restrunden-Auftakt aus dem Vollen schöpfen.
Eine schwere Ausgangsposition im Rennen um den Klassenverbleib hat der FC Carl Zeiss Jena, der ebenfalls Samstag ab 14 Uhr gegen den Tabellendritten 1. FC Saarbrücken antreten muss. Der Rückstand zum "rettenden Ufer" beträgt sieben Zähler. Unter der Regie des neuen Trainers Petrik Sander zeigten die Thüringer vor der Winterpause aber eine aufsteigende Tendenz, gewannen zwei von fünf Partien. "Wir müssen unsere gute Vorbereitung in Jena bestätigen", fordert FCS-Trainer Jürgen Luginger, der seinen Vertrag bis 2014 verlängert hatte. Verzichten muss er auf Mittelfeldmann Tim Kruse (Gelb-Sperre).
Die gute Form von Arminia Bielefeld unter dem neuen Trainer Stefan Krämer wird Samstag ab 14 Uhr im Gastspiel beim VfR Aalen auf den Prüfstand gestellt. Mit Krämer befreiten sich die Ostwestfalen aus der Abstiegszone und verloren nur zwei von elf Partien. "Wir sind in einer körperlich guten Verfassung und bereit für den Start. Mit dem VfR Aalen haben wir allerdings eine schwere Aufgabe gegen eine stabile und offensivstarke Mannschaft, die um den Aufstieg mitspielen kann", zeigt Arminia-Trainer Stefan Krämer großen Respekt vor dem VfR, bei dem der Brasilianer Cidimar (von Dynamo Dresden) vor seinem Debüt steht.
Gegen eine Negativ-Serie kämpft Schlusslicht SV Werder Bremen II zeitgleich gegen Rot-Weiß Erfurt an. Nach vier Niederlagen in Folge vor der Winterpause benötigen die Grün-Weißen dringend Punkte, um die Chancen auf den Klassenverbleib zu wahren. Der Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz beträgt bereits zehn Punkte. Die Erfurter, die das Hinspiel gegen Bremen 1:0 gewonnen hatten, reisen ohne die rot-gesperrten Stammspieler Oliver Caillas und Dominick Drexler an.
Die Partie zwischen der SpVgg Unterhaching und den Offenbacher Kickers wurde abgesagt. Die Platzkommission des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) beurteilte den Platz am Unterhachinger Sportpark als unbespielbar. Ein Nachholtermin wird in Absprache mit beiden betroffenen Vereinen zeitnah bekannt gegeben.
FUSSBALL.DE-Shop Trikots zu stark reduzierten Preisen
DFB.de
Wiederholungsspiel von Gericht abgelehnt.
mehr zum UrteilAmateurtor der Woche: Wähle aus drei Treffern!
zum Voting-VideoRobben fehlt im "Robben-Spiel" gegen Holland.
zum VideoAmateurtor der Woche: Wähle aus drei Treffern!
zum Voting-VideoRobben fehlt im "Robben-Spiel" gegen Holland.
zum VideoAmateurtor der Woche: Wähle aus drei Treffern!
zum Voting-Video