18.11.2012, 16:22 Uhr | dpa, sid
Hessenderby zwischen den Drittligisten Wehen-Wiesbaden und Kickers Offenbach. (Quelle: imago)
Drittligist SV Wehen Wiesbaden will einen Zwischenfall mit rechtsradikalem Hintergrund im hessischen Derby gegen Kickers Offenbach rigoros verfolgen. Ein Zuschauer hatte während der zweiten Halbzeit des Spiels (2:1) auf der Haupttribüne ein Lied gesungen, in dem der "Offenbacher Judenklub" besungen wird.
SVWW-Pressesprecher Daniel Mucha, der Ohrenzeuge war, schritt ein und rief einen Ordner herbei. Dieser nahm die Personalien des Zuschauers auf. Laut Mucha erhält die Person Hausverbot in der Brita-Arena.
In Zusammenarbeit mit den szenekundigen Polizeibeamten des Vereins soll nun geprüft werden, ob ein bundesweites Stadionverbot gegen die Person durchzusetzen ist. "Das ist absolut inakzeptabel. Dagegen müssen wir mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln vorgehen", sagte SVWW-Präsident Markus Hankammer.
Auch die Partie zwischen Hansa Rostock und dem Karlsruher SC (0:3) sorgte außerhalb des Fußballs für Schlagzeilen: Hooligans aus Berlin und Rostock beschäftigten nach dem Drittligaspiel die Bundespolizei. Zur Begegnung der beiden Klubs waren wegen einer Fan-Freundschaft mit dem KSC knapp 180 Anhänger von Hertha BSC mit dem Zug nach Rostock gereist, wie die Bundespolizei mitteilte.
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Etwa 80 vermummte Hansa-Anhänger bewarfen den Zug der Berliner kurz vor dem Eintreffen im Hauptbahnhof mit Steinen. Es entstand ein Schaden von knapp 2500 Euro, verletzt wurde niemand. Um Schlimmeres zu verhindern, schickte die Bundespolizei die Hertha-Anhänger mit einem Sonderzug zurück nach Schwerin. Dort kam es zwischen zwei Berlinern und einigen Einsatzkräften der Polizei zu kleineren Handgreiflichkeiten.
Quelle: dpa, sid
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