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Hennings profitiert vom Höhenflug des KSC

07.12.2012, 13:00 Uhr | FUSSBALL.DE

Rouwen Hennings ist der Spieler des Monats November in der 3. Liga. (Quelle: imago\Kruczynski)

Rouwen Hennings ist der Spieler des Monats November in der 3. Liga. (Quelle: Kruczynski/imago)

Von Jochen Breideband

Der KSC ist die Mannschaft der Stunde in der 3. Liga. Die Badener sind seit zehn Spielen ungeschlagen, haben die letzten sechs Partien gewonnen und sind auf Relegationsplatz drei geklettert. Da ist es fast logisch, dass der Spieler des Monats November aus Karlsruher Reihen kommt. Stürmer Rouwen Hennings hat sich bei der Wahl von FUSSBALL.DE und DFB.de klar vor Soufian Benyamina (VfB Stuttgart II), Manuel Riemann (VfL Osnabrück) und den beiden Saarbrückern Marcel Ziemer und Sven Sökler durchgesetzt.

Hennings empfahl sich mit der tollen Quote von vier Toren und vier Assists aus fünf Spielen. Insgesamt hat er acht Saisontreffer auf dem Konto. Der 25-Jährige war vor der Saison vom FC St. Pauli gekommen. Für den Kultklub vom Kiez hatte der ehemalige U 21-Nationalspieler (21 Einsätze, 13 Tore) unter anderem 16 Partien in der Bundesliga bestritten.

Im Interview spricht Rouwen Hennings über den Aufwärtstrend in Karlsruhe und die persönliche Umstellung auf den Süden Deutschlands.

Herr Hennings, läuft es bei Ihnen so gut, weil der KSC besser in Tritt gekommen ist? Oder geht es mit dem KSC aufwärts, weil Sie in Topform sind?
Rouwen Hennings: Ganz klar ersteres. Als Spieler profitiert man davon, wenn es bei der Mannschaft gut läuft. Wir haben uns gefangen. Das gesamte Team funktioniert viel besser, sowohl in der Offensive als auch in der Defensive.

Die Mannschaft ist nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga komplett neu formiert worden. Wie sehr hat das Ihre Eingewöhnung beeinflusst?
Ja, es waren außergewöhnlich viele Neuzugänge. Normalerweise trifft man als neuer Spieler auf eine bereits gewachsene Hierarchie. Hier aber mussten sich alle erst einmal kennen lernen, wie der andere tickt, sich auf dem Platz verhält, wie die Laufwege sind. Diese Anpassung ist für einen Spieler leichter, wenn er sich in ein bestehendes Gebilde integriert.

Apropos Eingewöhnung: Vor Ihrem Wechsel nach Karlsruhe spielten Sie für den Hamburger SV, FC St. Pauli und den VfL Osnabrück. Wie groß war die Umstellung auf den Süden?
Die Umstellung ist nicht schwer gefallen. Ich bin zwar zum ersten Mal komplett aus meinem Umfeld raus, aber meine Frau und meine kleine Tochter sind mitgekommen. Ich habe also das Wichtigste um mich. Wir fühlen uns wohl, die Menschen sind ein bisschen offener als im Norden. Die Region ist sehr schön, ich fahre gerne auch mal einen Umweg, um mir das eine oder andere neue Fleckchen anzuschauen.

Der KSC hat nach schwachem Saisonstart eine Serie gestartet. Was ist das Geheimnis des aktuellen Karlsruher Erfolges?

Da gibt es kein großartiges Geheimnis. Wir haben einen starken Kader und gehen an unser Limit. Das war zu Beginn der Saison anders, da haben wir vielleicht an der einen oder anderen Stelle gedacht, dass es auch mit 80 oder 90 Prozent gehen könnte. Geht es aber nicht. Fußballerisch hat unsere Mannschaft eine sehr hohe Qualität. Ich denke, dass wir in dieser Besetzung auch in der 2. Bundesliga mithalten könnten.

Vor zwei Jahren haben Sie noch in der Bundesliga gespielt. Was ist seitdem falsch gelaufen?

Wenn man mal in der Bundesliga spielt, möchte man natürlich gerne dort bleiben. Leider hatten wir damals mit St. Pauli eine schlechte Rückrunde und sind abgestiegen. Dazu kam bei mir eine Verletzung, die ich bis in die neue Saison geschleppt habe. Zunächst wurde eine Schambeinentzündung diagnostiziert, es hat sich aber als Leistenbruch herausgestellt. Ich konnte zwar Mitte August wieder spielen, hatte aber keine Vorbereitung. Dadurch lief es nicht gut. Im Winter habe ich eine Liga tiefer in Osnabrück eine neue Chance gesucht, um wieder richtig fit zu werden. Dieses Ziel habe ich erreicht, ich habe alle Spiele gemacht. Nach meiner Rückkehr hat St. Pauli nicht mehr mit mir geplant, also habe ich beschlossen, etwas ganz Neues zu machen. So kam der Wechsel nach Karlsruhe zustande. Mir hat die Perspektive beim KSC gefallen. Wir können hier etwas aufbauen, wir wollen wieder in die 2. Bundesliga. Dazu will ich meinen Teil beitragen.

Quelle: FUSSBALL.DE

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