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3. Liga startet in die zweite Spielzeit

25.07.2009, 09:21 Uhr

Die 3. Liga geht in die zweite RundeThomas Reichenberger startet als Kapitän des VfL Osnabrück gegen Braunschweig in die zweite Spielzeit der 3. Liga (Foto: imago)Auch ohne Fortuna Düsseldorf und den 1. FC Union Berlin soll die 3. Liga ein Erfolgsprodukt wie in ihrer Premieren-Saison bleiben. Der VfL Osnabrück, der FC Ingolstadt und SV Wehen Wiesbaden sind dabei trotz des für Absteiger üblichen großen personellen Umbruchs in der heute beginnenden Spielzeit die Aufstiegsfavoriten. "Die 3. Liga ist ein Publikumsmagnet, brachte es in der ersten Saison auf mehr als 2,1 Millionen Zuschauer - eine Rekordmarke, die wir diese Saison angreifen wollen", sagte Helmut Sandrock. Der für den Spielbetrieb zuständige DFB-Direktor sieht die Attraktivität auch durch "überragende TV-Sendezeiten und Reichweiten" bestätigt. Immerhin schauten jeweils rund 2,5 Millionen Fans am Samstagabend die Drittliga-Berichterstattung in der ARD.

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Osnabrück will wieder nach oben
Manager Lothar Gans vom erst in der Relegation gegen den SC Paderborn abgestürzten VfL Osnabrück sagte: "Ich finde, dass diese dritte Klasse eine richtig gute Sache ist. Dennoch wollen wir so schnell wie möglich wieder nach oben. Das ist doch klar." Nach dem Abgang von Trainer Claus-Dieter Wollitz schwingt nun Karsten Baumann das Zepter. Dem früheren Erfurter verblieben nur vier Akteure aus der alten Truppe, darunter Stürmer Thomas Reichenberger (77 Tore für den VfL in den letzten fünf Spielzeiten), der auch in dieser Saison den VfL als Kapitän auf dem Feld anführen wird. Die Verpflichtung der mit Zweitligaerfahrung ausgestatteten Niels Hansen, Aleksandar Kotuljac und Angelo Barletta macht die Ambitionen aber deutlich.

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Köppel soll Ingolstadt "retten"
In Ingolstadt soll der erfahrene Trainer Horst Köppel den "Betriebsunfall Abstieg" korrigieren. Die früheren Bundesligaprofis Andreas "Zecke" Neuendorf und Fabian Gerber sind die Säulen im Mittelfeld. "Wir haben einiges verbockt. Das müssen wir jetzt wieder geradebiegen. So konnte ich den Verein nicht verlassen", sagte der 34-jährige Neuendorf (200 Erstliga-Partien für Bayer Leverkusen und Hertha BSC). Bei Wehen Wiesbaden gab es einen bemerkenswerten Wechsel auf der Trainerbank. Der bisherige Assistent Hans-Werner Moser schlüpfte in die Chefrolle, der wegen fehlender Lizenz mit einer DFB-Sondergenehmigung ausgestattete Vorgänger Sandro Schwarz ist künftig nur noch der Co-Trainer.

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Große Euphorie in Dresden
Mit Dynamo Dresden, Carl Zeiss Jena, Rot-Weiß Erfurt und Erzgebirge Aue sind gleich vier ehemalige DDR-Meister vertreten. Vor allem in den Landeshauptstädten von Thüringen und Sachsen wird vom Aufstieg geträumt. In Erfurt ruhen die Hoffnungen auf dem mit Zweitliga-Erfahrung ausgestatteten Trainer Rainer Hörgl und einer eingespielten Truppe. Bei Ex-Bundesligist Dresden rückt Trainer Ruud Kaiser zwar offiziell nicht vom Drei-Jahres-Plan mit dem Ziel Aufstieg 2011 ab. Auch angesichts des neuen Stadions, das Mitte September eingeweiht wird, ist die Euphorie im Umfeld aber groß. "Wenn es mit dem Aufstieg klappt, würden wir uns nicht wehren", so Kaiser.

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Osnabrück und Ingolstadt in den Favoritenrollen
Immerhin sechs Trainer der 3. Liga trauen den Sachsen den Sprung nach oben zu. 16 Übungsleiter der 20 Vereine tippen bei einer DFB-Umfrage auf Osnabrück und Ingolstadt, zwölfmal wird Wehen Wiesbaden genannt. Der SpVgg Unterhaching, in der abgelaufenen Saison auf Platz vier, wird von zehn Trainern der Aufstieg zugetraut. Kickers Offenbach erhielt acht Stimmen. Nach dem Aufstieg von Borussia Dortmund II - außerdem kamen Holstein Kiel und der FC Heidenheim hinzu - sind neben Bayern München mit "Drittliga-Star" Mehmet Scholl als Cheftrainer, Werder Bremen und VfB Stuttgart insgesamt vier Reserveteams vertreten. Die Beschränkung auf vier Teams ist allerdings nicht mehr gültig, der DFB strebt eine neue Regelung an. "Wenn wir es tatsächlich schaffen, die Zahl der zweiten Mannschaften für die 3. Liga dauerhaft auf maximal vier zu beschränken, dann haben wir in dieser 20er-Spielklasse kein Problem", meinte Sandrock: "Dagegen drückt uns, daraus mache ich keinen Hehl, der Schuh in der neuen dreigeteilten Regionalliga aufgrund von 21 Reserveteams der Lizenzvereine ganz gewaltig."

Mehr zur 3. Liga aufdfb.de

isd/FUSSBALL.DE

 

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