07.02.2012, 12:35 Uhr | mspw
Transfers, Verletzte, Besonderheiten: Es gibt reichlich Neuigkeiten aus der 3. Liga. (Quelle: Foto-Montage: FUSSBALL.DE)
Glück im Unglück für Offenbachs Abwehrspieler Markus Husterer: Wegen seiner Schulterverletzung muss er nicht operiert werden, so dass er in einigen Wochen wieder eingesetzt werden kann. Dagegen muss Wehen-Wiesbaden gleich auf drei Akteure verzichten.
Der Chemnitzer FC freut sich über einen großen Mitglieder-Zuwachs, der VfL Osnabrück ist auf der Suche nach einem neuen Präsidenten und in Regensburg schreiten die Planungen für den Stadion-Neubau voran.
Kickers Offenbach muss in den kommenden zwei bis vier Wochen auf Verteidiger Markus Husterer verzichten. Der 28-jährige Innenverteidiger hatte sich im Auswärtsspiel bei Rot-Weiß Oberhausen (1:1) eine Schultereckgelenks-Sprengung zugezogen. Die Auswertung der Röntgenaufnahmen ergab, dass keine Operation nötig ist und die Verletzung konservativ behandelt werden kann. Husterer zählt bei den Hessen zu den Stammspielern, kam in 22 von 23 Partien in dieser Saison zum Einsatz. Dabei erzielte der Abwehrspieler drei Tore und bereitete einen Treffer vor.
Der VfL Osnabrück ist auf der Suche nach einem neuen Präsidenten. Dr. Dirk Rasch, der im Jahr 1997 Hartwig Piepenbrock als Präsident der Osnabrücker beerbt hatte, trat mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurück. Im August des vergangenen Jahres hatte der 61-Jährige noch angekündigt, erst am Ende seiner fünften Amtsperiode im November 2012 aufhören zu wollen. In Raschs Amtszeit gelang den Lila-Weißen viermal der Aufstieg in die 2. Bundesliga, allerdings ging es viermal zurück in die dritthöchste deutsche Spielklasse.
"Eigentlich war es meine Absicht, mich bereits im vergangenen Jahr unmittelbar nach dem Abstieg aus der Verantwortung zurückzuziehen", sagte Rasch. "Ich habe mich aber dagegen entschieden, da es galt, den VfL gemeinsam mit allen Verantwortlichen wieder einmal neu aufzustellen - sportlich und finanziell. Spätestens nach der Rückkehr von Trainer Pele Wollitz scheint der VfL in dieser Hinsicht auf einem guten Weg zu sein. Der Hauptgrund für meinen vorzeitigen Rückzug ist die Erkenntnis, dass ehrenamtliches Wirken - so wie ich es in den vergangenen fünfzehn Jahren nach meinem Selbstverständnis praktiziert habe - sowohl zeitlich und auch von der Motivation her nicht mehr in ausreichender Verantwortung für den Verein auszuüben ist." Als Interims-Präsident springt Vize Gert Lehker ein.
Der SV Wehen-Wiesbaden kann vorerst nicht mit Nils-Ole Book (Kahnbeinbruch), Marcus Mann (Bänderriss im Sprunggelenk) und Timo Nagy (Bänderprobleme im Knie) planen. Das Trio hatte sich im Training vor dem Derby beim SV Darmstadt 98 (1:0) verletzt. Verzichten muss Wehen auch vorerst auf Nikolas Ledgerwood. Der defensive Mittelfeldspieler handelte sich gegen die "Lilien" wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte ein und wurde vom DFB-Sportgericht für drei Meisterschaftsspiele gesperrt. Langzeitverletzt fehlen Thorsten Burkhardt, Thorsten Barg und Alf Mintzel.
"Das nervt mich", gab Werder Bremens U23-Trainer Thomas Wolter nach dem 2:2 gegen den 1. FC Saarbrücken ehrlich zu. Das Tabellen-Schlusslicht aus der Hansestadt hatte bis zur 60. Minute 2:0 in Führung gelegen, dann aber noch zwei Punkte verspielt. "Wir sind nicht in der Lage, uns selbst zu belohnen. Ich weiß nicht, was sich meine Mannschaft in der zweiten Halbzeit gedacht hat. Das darf nicht passieren", ging Wolter mit seinen Spielern hart ins Gericht. Dabei hatte die Begegnung gut begonnen. Ein Doppelpack von Felix Kroos sorgte für eine Zwei-Tore-Führung. "Wer 2:0 führt, muss auch gewinnen", ärgerte sich der jüngere Bruder von Nationalspieler Toni Kroos.
Der neue Preußen-Münster-Stürmer Marco Königs (von Fortuna Düsseldorf II) führte sich beim 2:0-Auswärtssieg in Babelsberg gut ein. Zunächst bereitete er das 1:0 von Jens Truckenbrod vor, dann erzielte er den zweiten Treffer selbst. Der 22-jährige Stürmer feierte nicht nur selbst ein gelungenes Debüt, sondern bescherte auch dem neuen Preußen-Trainer Pavel Dotchev einen optimalen Einstand. "Meine Mannschaft hat gut kombiniert und das Spiel kontrolliert. Das spricht für die Stabilität", lobte der 46-Jährige. "Wenn wir jetzt aber nicht nachlegen, war der Sieg nichts wert", hat Dotchev bereits seine Heimpremiere gegen den SV Werder Bremen II am Freitag fest im Blick.
Neu beim SV Sandhausen ist ab sofort der 20-jährige Stürmer Adriano Grimaldi, der von Zweitliga-Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf ausgeliehen wurde. Der 1,88 Meter große Angreifer war im Sommer 2011 aus der Regionalliga West vom FSV Mainz 05 II zu den Düsseldorfern gewechselt und hatte für die Fortuna insgesamt sieben Begegnungen (ein Tor) in der 2. Liga bestritten. Bei der Fortuna steht der ehemalige U19- Nationalspieler noch bis 2014 unter Vertrag. Beim 3:1 in Bielefeld kam Grimaldi zu einem ersten Kurz-Einsatz für Sandhausen. Den Verein verlassen hat dagegen Yannick Imbs. Der Vertrag des Franzosen wurde zum 31. Januar aufgelöst.
Nach nur zweieinhalb Monaten Bauzeit am neuen Nachwuchsleistungszentrum von Rot-Weiß Oberhausen feierten Vertreter aus Politik, Schul- und Sportverwaltung sowie die am Bau beteiligten Handwerksunternehmen und Vereinsvertreter das Richtfest. Die Arbeiten sind so weit fortgeschritten, dass schon der erste Bauabschnitt abgeschlossen werden konnte. Die schlüsselfertige Erstellung des Gebäudes wurde mit etwa 630.000 Euro netto kalkuliert und wird vom Oberhausener Bauunternehmen "Arkenau & Gerwers" ausgeführt. Die Übergabe soll nun bereits Ende Mai erfolgen. Das neue Nachwuchsleitungszentrum wird eine Nutzfläche von zirka 350 Quadratmetern bekommen. Neben vier Umkleideräumen und den dazugehörigen zwei Duschanlagen gibt es einen Jugend- und Schulungsraum
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Wiederholungsspiel von Gericht abgelehnt.
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