18.04.2009, 14:45 Uhr
Aufwärts gehts. Im ersten Spiel als Chef von Wacker Burghausen durfte Ralf Santelli über drei Punkte jubeln. (Foto: imago)Die Kellerleichen der 3. Liga leben noch. Werders Zwote holte einen Punkt gegen Braunschweig, Wuppertal, Aalen und Burghausen feierten sogar Siege. Während Burghausens neuer Coach Ralf Santelli damit einen Einstand nach Maß feierte, kehrte der andere neue Besen nicht so gut. Emdens Thomas Richter ging mit seiner Mannschaft in Aue sang- und klanglos unter. In das Aufstiegsrennen ist durch Paderborns Heimniederlage gegen Dresden und Unterhachings Sieg über Offenbach eine neue Dynamik gekommen.
Ergebnisse und Tabelle der3. Liga
Oben wird es eng
Gewinner des Spieltages ist mal wieder die Spielvereinigung aus Unterhaching. Die Münchner Vorstädter setzten ihre Serie fort und gewannen mit dem 1:0 (0:0) gegen Kickers Offenbach auch das fünfte Spiel in Folge. Das Goldene Tor fiel allerdings erst kurz vor Schluss in der 88. Minute durch Ricardo Villar und katapultierte das Team von Ralf Hasenhüttl zumindest bis morgen auf Platz drei. Besonders erfreulich für die Bayern: Platz zwei, der zum direkten Aufstieg berechtigt, ist durch die 1:2 (0:1) Heimniederlage des Tabellen-Zweiten SC Paderborn gegen Dynamo Dresden zum Greifen nahe gerückt. Die Paderborner mussten früh den Rückstand durch Thomas Bröker (6.) verkraften. Den zwischenzeitlichen Ausgleich durch Frank Löning (51.), pulverisierte Dresdens Jens Truckenbrod (70.) zum 1:2-Endstand. Damit nahmen die Sachsen erfolgreich Revanche für die 0:3-Hinspielniederlage.
Freitagsspiel Unentschieden im Mittelfeld-Duell
Nachholspiele Kickers taumeln dem Abstieg entgegen
Burghauser Wiederauferstehung und Stuttgarter Beerdigung
Eine beeindruckende Wiederauferstehung feierte Wacker Burghausen. Im ersten Spiel nach der Entlassung von Günter Güttler siegte das Team von Ralf Santelli durch zwei Tore von Alessandro Belleri (49. und 88.) sowie Marco Calamita (65.) mit 3:0 (0:0) bei Rot-Weiß Erfurt. Damit fuhren die Oberbayern lebenswichtige drei Punkte ein, punkteten doch die Konkurrenten im Abstiegskampf ebenfalls. Der Wuppertaler SV schickte mit dem 1:0 (1:0) Auswärtssieg bei den Stuttgarter Kickers die Schwaben schon fast sicher in die Regionalliga. Tobias Damm besiegelte schon früh (6.) das Schicksal der Mannen aus Stuttgart-Degerloch, bei denen der Trainerwechsel von Edgar Schmitt zu Rainer Kraft mit nur einem Punkt aus zwei Spielen wirkungslos verpufft ist.
Wacker Burghausen Das Aus für Günter Güttler
Turbulenter Abstiegsknaller in Aalen
Im Abstiegsknaller beendeten die Hausherren vom VfR Aalen durch einen 3:2 (2:0)-Sieg, die kleine Siegesserie von Carl Zeiss Jena. Zur Pause sah die Sache durch Tore von Michael Stegmayer (2.) und Marco Sailer (20.) schon nach einer klaren Angelegenheit für die Gastgeber aus. Nach der Pause drehten die Thüringer durch Felix Holzner (47.) und Salvatore Amirante (52.) binnen fünf Minuten die Partie, ehe erneut Marco Sailer einen Handelfmeter zum 3:2 Endstand verwandeln konnte (59.). Jena hat jetzt nur noch einen Punkt Vorsprung vor den Abstiegsrängen, Aalen kann sich zumindest einen Ausrutscher leisten, ohne gleich sicher unter den Strich zu rutschen. Werder Bremen II sendete durch ein 1:1 (1:1) gegen Eintracht Braunschweig nur ein leises Lebenszeichen aus der Finsternis des Abstiegsstrudels. Torsten Oehrl (7.) für Werder und Kingsley Onuegbu (11.) sorgten früh für den Endstand. Werder-Trainer Thomas Wolter hatte sich allerdings mehr als den einen Punkt von seiner Elf erhofft: "Wer mich kennt, der weiß, dass ich ein geduldiger Mensch bin und versuche immer etwas Positives zu sehen. Aber heute ist meine Geduld aufgebraucht. Ich bin sehr, sehr enttäuscht. Das war heute kein Abstiegskampf sondern ein Abstiegsspiel. Wir haben heute nichts dazu beigetragen, um da unten raus zu kommen. Das muss ich erst einmal verdauen."
Erzgebirge Aue Ali Lukunku nicht mehr für Aue
Emden sagt dem Aufsteig "servus"
Kickers Emden hat sich durch die 0:3 (0:3) Niederlage bei Erzgebirge Aue endgültig aus dem Kreis der Aufstiegsanwärter verabschiedet. Im Spiel eins nach Stefan Emmerlings Flucht nach Ahlen, setzten die Ostfriesen ihren furiosen Niedergang mit dem achten sieglosen Spiel in Folge fort. Eric Agyemang (43.), Marco Stark (59.) und Skerdilaid Curri per Foulelfmeter (72.) verankerten die Gastgeber aus dem Erzgebirge auf einen sicheren Mittelfeldplatz.
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