28.02.2011, 10:39 Uhr | FUSSBALL.DE
Ein ehemaliger FIFA-Schiedsrichter aus Brasilien wird aufgrund mehrerer Spielmanipulationen verklagt. (Foto: imago)
In Brasilien hat ein Gericht den früheren FIFA-Schiedsrichter Edilson Pereira de Carvalho, den nationalen Fußballverband (CBF) sowie einen Unternehmer wegen eines Betrugsskandals zur Zahlung von insgesamt 160 Millionen Reais (knapp 70 Millionen Euro) verurteilt. Pereira hatte 2005 von der sogenannten "Mafia der Pfeife" (Mafia do Apito) Geld erhalten, um für deren Wetten günstige Resultate in insgesamt elf, später annullierten Erstligaspielen in die Wege zu leiten.
Der CBF wird vom Gericht vorgeworfen, mit der Benennung eines "parteiischen Schiedsrichters" seiner Sorgfaltspflicht nicht nachgekommen zu sein. Die genaue Aufteilung der Strafe wird erst zu Beginn der Woche veröffentlicht. Falls Pereira aber seinen Teil nicht aufbringen kann, muss die CBF als "Kreditgeber" einspringen. Prozessspezialisten in Brasilien gehen jedoch davon aus, dass sich der Fall mit allen Einspruchsmöglichkeiten noch auf Jahre hinauszieht. Der CBF will in Berufung gehen.
Der Schiedsrichter pfiff seit dem Skandal kein Spiel mehr. Er arbeitet heute in einer Bar im Bundesstaat São Paulo.
Quelle: FUSSBALL.DE
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