07.11.2012, 15:53 Uhr | dpa, FUSSBALL.DE
Beg Ferati vom SC Freiburg will den Klub verlassen. (Quelle: imago)
In ungewöhnlich scharfer Form hat Innenverteidiger Beg Ferati vom SC Freiburg seinen Klub kritisiert: "Ich bin nichts, nicht mal eine Nummer." Er werde nicht mehr beachtet, sondern nur noch im Training geduldet. "So etwas habe ich noch nie erlebt. Dass ich noch keine Depressionen habe, ist ein Wunder", wird der 25-Jährige in der "Basler Zeitung" zitiert.
Daher stehe sein Entschluss fest. "Ich gehe weg, zu 100 Prozent", sagte der Schweizer Nationalspieler, der bislang ein Länderspiel absolvierte. Schon in der Winterpause solle ein Wechsel über die Bühne gehen. Laut Schweizer Medien haben Vereine aus seiner Heimat Interesse.
Freiburgs Sprecher Rudi Raschke wies die Vorwürfe auf dpa-Anfrage zurück: "Das sind glatte Unwahrheiten, absoluter Blödsinn. Er wird fair behandelt. Er ist eingebunden und es wird auch mit ihm gesprochen", versicherte Raschke. Es habe mehrfach ausführliche Gespräche mit Ferati über dessen Perspektive gegeben.
Sportdirektor Dirk Dufner bezeichnete Feratis Anschuldigungen in der "Badischen Zeitung" schlicht als "Quatsch". Der Klub habe dem Spieler einen Wechsel nahegelegt und ihm Hilfe bei der Suche angeboten, doch Ferati habe nicht gewollt. Eine Trennung im Winter sei aber "das Beste für alle Seiten".
Der Defensivspieler kam im Sommer 2011 vom FC Basel nach Freiburg, er bestritt seitdem sechs Bundesligaspiele. Sein Vertrag läuft noch bis Juni 2014.
Quelle: dpa, FUSSBALL.DE
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