11.03.2013, 10:47 Uhr | FUSSBALL.DE
Schiedsrichter Tim Brenner musste fünf Mal in seine Gesäßtasche greifen. (Quelle: heuberger/imago)
Dass es auch auf den Plätzen der unteren Amateurligen oftmals zur Sache geht , ist bekannt. Dass es immer wieder mal zu handgreiflichen Auseinandersetzungen kommt, auch. Doch, dass sich Spieler einer Mannschaft untereinander angehen und der Schiedsrichter gleich fünf Rote Karten gegen ein Team aussprechen muss, ist dann wohl doch eher ungewöhnlich. Passiert ist dies dem Bochumer Kreisligist Türkischer SV Witten (Kreisliga A3, Kreis Bochum). Der Verein konnte sein Spiel gegen den SV Herbede II nach den vielen Platzverweisen nur noch mit sechs Mann beenden und verlor mit 0:6.
Im Mittelpunkt des Spiels stand natürlich Schiedsrichter Tim Brenner, der laut Markus Hochschwimmer, Trainer des SV Herbede II, der beste Mann auf dem Platz war.
"Meines Erachtens nach waren die Entscheidungen alle korrekt, da muss man den Schiri in Schutz nehmen. Der kann auch nichts dafür, dass sich die Spieler auf die Mappe hauen", sagte Hochschwimmer gegenüber "Reviersport". Dem Trainer zufolge sei die Partie überhaupt nicht unfair gewesen: "Der Gegner hat sich selbst geschwächt und fühlte sich offenbar benachteiligt."
Auch Cengiz Burunc, Trainer des TSV Witten, will dem Schiedsrichter keine Fehlentscheidung anhängen. Am desaströsen Auftreten sei allein seine Mannschaft Schuld.
Die erste Rote Karte kassierte der TSV nach einem Foul. Anschließend beleidigte ein Spieler seines Teams den Unparteiischen und durfte ebenfalls vorzeitig unter die Dusche gehen.
Danach gingen auch noch zwei TSV-Spieler aufeinander los. "Bei den beiden Platzverweisen beim Anstoß wollten sich zwei Spieler gegenseitig an den Hals. Da hast du von Außen natürlich keine Chance drauf einzuwirken, weil es anfangs wie ein normales Wortgefecht ausgesehen hat. Dann haben sie sich wohl versucht zu prügeln. Über die Hinausstellungen muss man dann auch nicht diskutieren, da führt kein Weg dran vorbei" , zeigte Burunc auch Verständnis für die Feldverweise Nummer drei und vier.
Als hätte sich der TSV noch nicht genug selbst geschadet, zog gegen Spielende ein Spieler auch noch das Bein nach und holte mit dieser Aktion die fünfte Rote Karte für sein Team.
Am Ende ärgerte sich Burunc vor allem über die Aktion am Anstoßpunkt:. "Wegen der Vorfälle werden wir uns mit dem Vorstand zusammensetzen und beratschlagen, wie wir mit den beiden Spielern weiter verfahren. Ich habe so etwas noch nie gesehen und so ein Bild kann man auch bei keinem anderen Verein hinterlassen."
Quelle: FUSSBALL.DE
Auch Kollegen versuchten Transfer zu erzwingen.
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