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Manfred Hülse: ein Mann, vier Ämter

18.01.2013, 15:14 Uhr | FUSSBALL.DE

Hat bei der SKG Erfelden alles im Griff: Manfred Hülse. (Quelle: T-Online.de)

Hat bei der SKG Erfelden alles im Griff: Manfred Hülse. (Quelle: T-Online.de)

von Oliver Strerath

Was Felix Magath kann, kann Manfred Hülse schon lange. In Personalunion war der ehemalige Bundesliga-Profi unter anderem beim VfL Wolfsburg als Manager und Coach beschäftigt. Harmlos im Vergleich zum 56 Jahre alten Südhessen: Hülse ist bei der SKG Erfelden Trainer, Platzwart, Abteilungsleiter und, wenn es sein muss, eben auch mal Spieler. Ein Mann, vier Ämter. Mindestens.

"Ich mache das einfach gerne", sagt Hülse und ergänzt mit Blick auf seine diversen Aufgaben beim Klub aus der Kreisliga D Groß-Gerau: "Ich habe nichts an mich gerissen. Das hat sich so ergeben." Denn angefangen hatte er 2010 eigentlich nur als Mannschaftsbetreuer. Doch dann wurden die Verantwortlichkeiten mehr und mehr.

"Es kann nur nach oben gehen"

Etwa im Oktober 2011, als der damalige SKG-Trainer aufhörte. Hülse sprang ein – und ist seitdem im Amt. "Den Abstieg konnten wir zwar nicht verhindern. Aber wir haben die Sache am Leben erhalten", sagt der Tausendsassa. Mittlerweile hat das Team auch wieder Erfolg, ist deutlich vom Tabellenende entfernt. "Es kann eigentlich nur nach oben gehen", erklärt Hülse mit einem Lächeln. Wohlwissend, dass es aus der D-Klasse keinen Abstieg gibt.

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Sportlich hat die SKG also wieder das ein oder andere Erfolgserlebnis. Doch der Abstieg hat Spuren hinterlassen. Fußball stand nicht mehr sonderlich hoch im Kurs in Erfelden – ein „Handball-Ort“ wie Hülse sagt. "Die Rückrunde ist gesichert. Aber es ist ein Überlebenskampf, bei dem wir alles versuchen werden, ihn zu bestehen." Denn der Trainer-Spieler-Platzwart-Abteilungsleiter will Ruhe in den Verein bringen, "eine Einheit formen."

Der Linienrichter wechselt sich ein

Unterstützung erfährt der 56-Jährige ("Ohne sie wäre es schwer") von seiner Familie. Seine Frau wäscht zum Beispiel die Trikots, seine Kinder helfen beim Verkauf bei Heimspielen – zumal seine Söhne auch Spieler unter und neben dem Vater sind.

"Denn wenn Not am Mann ist, muss ich eben auch mal ran", sagt Hülse. Der Trainer, stets  in voller Fußballmontur an der Außenlinie,  wechselt sich also selbst ein.  Und das bringt nicht selten kuriose Szenen mit sich. "Schließlich bin ich oft genug auch Linienrichter. Wenn ich dann ins Spiel komme, übernimmt der, der ausgewechselt worden ist die Fahne", erklärt er und lacht.

"Nur eine kurze Zeit nichts gemacht"

Mittlerweile hat der 56-Jährige wohl schon fast alle Posten bei den SKG-Fußballern inne gehabt. Bis zum Alter von 32 Jahren war er aktiver Spieler, später auch Jugendleiter und Schiedsrichter.  "Es gab nur eine kurze Zeit, unmittelbar nachdem ich aufgehört habe zu spielen, in der ich wohl gar nichts bei der SKG gemacht habe", sagt er. Ganz sicher ist er sich dabei aber nicht.

Sicher ist derweil, dass Manfred Hülse nur schwer ohne die SKG kann. Ein Verhältnis, das wohl auf Gegenseitigkeit beruht. Denn das, was der 56-Jährige macht, macht eben nicht jeder.

Quelle: FUSSBALL.DE

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