fussball.de
powered by
Bundesliga bei t-online.deDFBnet

...

TSV SCHOTT Mainz - auf den Spuren großer Werksvereine

17.12.2012, 15:16 Uhr | FUSSBALL.DE

Nenad Simic vom TSV SCHOTT Mainz (li.) im Zweikampf mit Ailton von Hassia Bingen. (Quelle: dpa)

Nenad Simic vom TSV SCHOTT Mainz (li.) im Zweikampf mit Ailton von Hassia Bingen. (Quelle: dpa)

Von Christian Lüttecke

Der Liste der erfolgreichen Werksklubs im deutschen Fußball könnte bald ein weiterer Name hinzugefügt werden. Im Amateurbereich sorgt der TSV SCHOTT Mainz seit ungefähr zwei Jahren mehr und mehr für Furore. Der TSV marschierte als Aufsteiger durch die Kreisklasse, stieg daraufhin von der Landes- in die Verbandsliga auf. Und das Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht erreicht.

Zwar planen die SCHOTT-Verantwortlichen nicht damit, Klubs wie Bayer Leverkusen oder dem VfL Wolfsburg Konkurrenz machen zu wollen. Aber als zweite Kraft neben dem 1. FSV Mainz 05 möchte sich der mit über 4200 Mitgliedern in 25 verschiedenen Sportarten größte Breitensportverein in Rheinland-Pfalz in der Landeshauptstadt schon etablieren. Und das Konzept des Klubs, der von der SCHOTT AG, einem internationalen Technologiekonzern und weltweiten Produzenten von technischen Gläsern und Glasartikeln, dessen sportliches Aushängeschild jahrelang die Hockey-Abteilung war, unterstützt wird, geht auf.

Nachhaltige Jugendarbeit als Schlüssel zum Erfolg

Denn die Schottianer setzen verstärkt auf den Nachwuchs. Doch die Mischung muss stimmen. Denn auch ehemalige Profis schnüren aktuell für den Verbandsligisten die Fußballstiefel. Der Ex-05er Markus Kreuz, der von 2000 bis 2004 insgesamt 82 Bundesligaspiele (neun Tore) für den 1. FC Köln und Eintracht Frankfurt bestritten hatte, oder Nils Döring, der mit den Sportfreunden Siegen in der zweiten Liga spielte. Trainiert werden sie vom Ex-Coach des damaligen Zweitligisten SV Wehen-Wiesbaden, Christian Hock.

Nachhaltigkeit heißt die Devise der Verantwortlichen um den Vorsitzenden Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer und seinen sportlichen Leiter Salvatore Ruggiero, mit dem Ziel, jungen talentierten Spielern eine gute sportliche Perspektive zu bieten und den Fußball beim TSV SCHOTT in allen Bereichen systematisch weiterzuentwickeln. Grundgedanke des Konzepts: Sowohl die Aktiven als auch die Jugend sollen kontinuierlich nach oben geführt werden, ohne den schnellen Erfolg mit Macht erkaufen oder erzwingen zu wollen.

Foto-Show im Überblick
Ex-Bundesligastars im Amateurfußball
4 von 19 Bildern

Ambitionierte Ziele

"Unser Ziel ist die Oberliga", sagt Ruggiero. "Es wäre schön, diese im übernächsten Jahr zu erreichen." Für dieses ambitionierte Ziel gibt es gute Gründe: "Die Erste soll das Vorbild für unsere Jugend im Verein sein. Wir merken bei unseren Fußballcamps, wie stolz die Jugendlichen sind, wenn sie mal von Spielern der ersten Mannschaft trainiert werden", berichtet Ruggiero von seinen bisherigen Erfahrungen.

Entsprechend gestaltet sich auch die Transferpolitik. Neben den bereits genannten Kreuz und Döhring sucht man vergeblich große Namen in der "Ersten". Zwar hätten Spieler mit Zweit- und Drittliga-Erfahrung beim TSV angeklopft, die für den aufstrebenden Verein spielen wollten. "Aber die haben abgesagt, als wir ihnen unsere finanziellen Konditionen dargelegt haben", so Ruggiero. Und Ungeheuer ergänzt: "Wir bleiben bei unserem Kurs, dass wir den Spielern nicht viel bezahlen - bei vielen Konkurrenten gibt es mehr."

Männer, Frauen, Jugend

Der Erfolg gibt den Verantwortlichen Recht. "Die Erwartungen sind voll erfüllt worden", sagte Vorstandboss Ungeheuer nach dem Durchmarsch in die Verbandsliga zur Mainzer "Allgemeinen Zeitung". Die Basis bildet eine gute und sportlich erfolgreiche Jugendarbeit. Möglichst viele eigene Nachwuchsspieler in die Herrenmannschaften zu integrieren ist das oberste Ziel der Verantwortlichen. Und das kommt auch in der Region gut an. Mit 29 Teams insgesamt, davon 23 Jugendteams, 19 für Jungs und vier für Mädchen, stellt der TSV Schott mittlerweile die meisten Mannschaften im Südwestdeutschen Fußballverband.

Für die A-Jugend ist das mittelfristige Ziel der Aufstieg in die Regionalliga. Beim Verbandsliga-Tabellenführer habe "die Jugend eine Chance, sich weiterzuentwickeln", so Ruggiero, der selbst lange Jahre für den SV Gonsenheim (Verbandsliga-Zweiter) auflief. Und auch die erste Frauenmannschaft verfolgt hehre Ziele: "Wir wollen mit den Frauen in die Regionalliga aufsteigen."

Klar auf Aufstiegskurs

Denn auch das weibliche Geschlecht wird im Verein wertgeschätzt. "Es gibt nur wenige Klubs, die gleichzeitig gute Männer- und Frauenmannschaften haben. Wir wollen dazugehören", so Ruggiero. Die erste Frauenmannschaft liegt in der Verbandsliga mit 34 Punkten aus 13 Spielen und einer Tordifferenz von 74:10 Treffern klar auf Aufstiegskurs, auch die zweite Frauenmannschaft führt die Bezirksliga mit 30 Punkten und 47:2 Toren souverän an.

Wohin die Reise des TSV SCHOTT noch geht, und wo sie enden wird, ist bislang noch nicht absehbar. "Eins nach dem anderen", gibt sich Ruggiero zurückhaltend. "Und dann sehen wir weiter."

Quelle: FUSSBALL.DE

Leserbrief An die Redaktion
Inhalt versenden Versenden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an
mailing-ifrarr
Artikel versenden
Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
 

"Amateure: TSV SCHOTT Mainz - auf den Spuren großer Werksvereine" verlinken

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel "Amateure: TSV SCHOTT Mainz - auf den Spuren großer Werksvereine" gefallen hat.

 
Anzeigen

Anzeige

Aktuelle Videos

Top 5 aus Brasilien
Ex-Wolf d'Alessandro mit Traum-Freistoß

Der ehemalige Buli-Kicker trifft sehenswert.

mehr
Torvorlage
Kickerin überrascht mit spektakulärem Einwurf

Damit hat die gegnerische Abwehr nicht gerechnet.

mehr

Mobil

Fußball Liveticker App Herzrasen

Herzrasen: Deutschlands schnellste Liveticker App

mehr

Mobil

Jetzt die Android App für die neue Saison 13/14 updaten

Zum Saisonstart 13/14 wurde die App auf zahlreichen Positionen verbessert!

mehr
Anzeige



Anzeige