24.02.2013, 14:35 Uhr | FUSSBALL.DE
Ein dreister Langfinger treibt mit der Masche "Probetraining" sein Unwesen. (Quelle: imago/Action Plus)
Tatort Mittelrhein: Spieler der 2. Mannschaft der TuS Blau-Weiß Königsdorf und der 3. Mannschaft des BC Efferen sind unabhängig voneinander Opfer eines dreisten Langfingers geworden. Der Täter ging in beiden Fällen mit der gleichen Masche vor: Telefonisch meldete er sich für ein Probetraining an. 30 Minuten vor Ende des Trainings erklärte er dann, er müsse früher weg und ging unter die Dusche. Später bemerkten die anderen Spieler das Fehlen von Wertgegenständen wie Handys oder Geldbörsen.
Der Täter ging dabei ziemlich kaltschnäuzig vor. "Der ist nach dem Duschen sogar noch einmal zu uns auf den Platz gekommen, hat sich in aller Seelenruhe verabschiedet und gefragt, ob er wiederkommen dürfe", sagt der Trainer des BC Efferen Erkan Atasoy gegenüber "sonntags-post.de".
Ein Probetraining ist in unteren Klassen durchaus üblich. "Das ist ganz normal", bestätigt Atasoy. Auch das ein Spieler einmal das Training früher beendet, kommt häufiger vor.
Die Opfer haben unterdessen über das Netzwerk Facebook nach dem Täter recherchiert - und ihn offenbar gefunden. In einem Aufruf warnten sie andere Vereine und informierten diese über die Masche des Täters. Mit Erfolg, bei der SpVgg Frechen 20 soll es der Täter wieder versucht haben. Doch die Verantwortlichen des Klubs löcherten den Probekicker bereits am Telefon mit Fragen - der vermeintliche Täter legte auf und erschien erst gar nicht im Training. Jetzt ermittelt die Polizei.
Quelle: FUSSBALL.DE
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