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Wahnbek ist Deutscher Kreisliga-Meister 2013

23.06.2013, 18:06 Uhr | FUSSBALL.DE

Der SV Kickers Wahnbek feiert den Titelgewinn. (Quelle: snoa.de)

Der SV Kickers Wahnbek feiert den Titelgewinn. (Quelle: snoa.de)

Von Julian Moering

Kreisliga-Meister sind sie alle - Deutscher Kreisliga-Meister kann sich aber nur der SV Kickers Wahnbek nennen. Der Klub aus Oldenburg gewann am vergangenen Samstag in Rastede die erstmals ausgespielte inoffizielle "Deutsche Fußballkreisligameisterschaft 2013".

In einem Turnier traten neun der bundesweit besten Kreisligateams der abgelaufenen Saison gegeneinander an. Am Ende konnten sich die Kickers den Titel durch einen 2:0-Finalsieg gegen den SV Saar 05 II sichern. Dabei blieben die Wahnbeker im gesamten Turnierverlauf ohne Gegentor.

Ausrichter des Events ist Jörg Heitner. Der Polizist aus Ostfreisland betreibt seit der Saison 2011/12 die Seite www.bundeskreisliga.de, auf der er durch ein ausgeklügeltes Wertungssystem 2012 erstmals den bundesweiten Kreisligameister kürte. Der siegreiche SV Hülzweiler aus dem Saarland musste sich den Titel damals jedoch noch nicht auf dem Platz erkämpfen, sondern stand am Ende der Saison schlicht auf Platz eins von Heitners Tabelle. Ausschlaggebend ist der Punktequotient. Hierbei werden die Zähler durch die Anzahl der Spiele geteilt, um eine Vergleichbarkeit zwischen den unterschiedlich großen Ligen herzustellen.

Viel Stress in den letzten Wochen

Schon damals keimte in Heitner die Idee, das ganze vom Internet auf den Platz zu verlagern. "Nach der letzten Saison haben mehrere Vereine aus den Top 10 den Wunsch geäußert, den Titel in Turnierform auszuspielen", sagt der 53-Jährige. Die Idee hat dem ehemaligen Amateurkicker so gut gefallen, dass er sich bereits im Herbst vergangenen Jahres an die Arbeit machte. "Das war schon ganz schön stressig, besonders in den letzten Wochen", blickt Heitner, der nebenbei auch noch seine Seite aktuell halten muss, zurück.

Manchmal fragt er sich selbst, warum er sich das alles antut. Die Antwort ist ganz einfach: "Ich habe einfach ein Faible für den Fußball." Das schwierigste sei die Suche nach einem Ausrichter gewesen. Diese Rolle übernahm der SV Kickers Wahnbek. Vor Ort sorgte am Turniertag vor allem die Alten Herren der Kickers für einen reibungslosen Ablauf. Dass Wahnbek letztendlich sowohl Heitners Tabelle anführt, als auch das Turnier gewann, darf unter gutem Gespür verbucht werden.

"Beste Werbung für den Kreisliga-Fußball"

Ebenfalls umfangreich gestaltete sich die Suche nach dem Teilnehmerfeld. "In der Winterpause habe ich die 50 besten Teams meiner Tabelle angeschrieben und dann unter allen Bewerbungen die neun bestplatzierten für das Turnier ausgewählt", sagt Heitner. Am Ende kam eine bunte Mischung dabei heraus. Neben den Kickers aus Niedersachsen traten noch der FSV Schöningen, ebenfalls Niedersachsen, die SG Eglis und die SG Ahnatal aus Hessen, der VfL Tremsbüttel aus Schleswig Holstein, der SV Pastow II aus Mecklenburg-Vorpommern, der SV Saar 05 II aus dem Saarland, der VfL Witzhelden aus Nordrhein-Westfalen und die LTS Bremerhaven IV aus Bremen an.

"Leider kamen wegen des schlechten Wetters nicht so viele Zuschauer, wie erhofft", so Heitner, der das Turnier dennoch als großen Erfolg verbucht. "Es war mein Ziel, neben den ganzen negativen Schlagzeilen, die immer wieder über den Amateurfußball zu lesen sind, auch für positive Schlagzeilen zu sorgen." Das sei ihm gelungen, jedenfalls habe er von allen Teilnehmern ausnahmslos positive Rückmeldung bekommen. "Das war beste Werbung für den Kreisliga-Fußball", so Heitner. Im Festzelt, das der letzte Feierwillige erst gegen sechs Uhr morgens verlassen haben soll, ließen ihn Spieler und Betreuer sogar mit ausgedehnten "Jörg Heitner"-Sprechchören hochleben.

Keine der Mannschaften will wiederkommen

Ihn selbst habe vor allem brennend interessiert, ob sich denn die Kreisliga-Meister aus verschiedenen Teilen der Republik in etwa auf vergleichbarem sportlichen Niveau befinden, oder die Schere doch weiter auseinender geht, als man denkt. "Wahnbek mal ausgenommen, denn die schwebten über allem, befanden sich die anderen Mannschaften auf einem fast identisch hohen Level", staunt Heitner, der in allen Partien Fußball "weit über dem durchschnittlichen Kreisliga-Niveau" gesehen hat.

Und weil es so gut lief, plant Heitner jetzt schon das Turnier für 2014. Doch trotz perfekter Organistation und bester Stimmung am und um den Platz will keines der Teams noch einmal teilnehmen. Wahnbeks Trainer Frank Claaßen sagte laut des Oldenburger Fußballportals "snoa.de" sogar: "Ich hoffe, dass wir diesen Titel nie wieder holen." Was im ersten Moment verwirrend, gar abwertend klingt, macht aber durchaus Sinn. Hier treten nur Kreisligameister gegeneinander an, die in der nächsten Saison allesamt eine Klasse höher spielen. Nur ein Abstieg brächte die Klubs wieder in die Position, sich für die Deutsche Kreisligameisterschaft qualifizieren zu können. Und wer will das schon.

Amateurfußball
Deutscher Kreisliga-Meister: Tore, Stimmen und Stimmung

Die "Deutsche Fußballkreisligameisterschaft 2013" ist ein voller Erfolg. zum Video

Somit wird Heitner im nächsten Jahr ein komplett neues Teilnehmerfeld begrüßen können. Wer den Werdegang der potenziellen Deutschen Kreisliga-Meister 2014 verfolgen möchte, kann dies auch nächste Saison wieder auf www.bundeskreisliga.de tun.

Quelle: FUSSBALL.DE

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