15.06.2011, 10:34 Uhr
Der exzentrische Real-Trainer will nächsten Topspieler im Mittelfeld. (Foto: imago)
José Mourinho plant weiter an seinem Kader für die nächste Saison und den versprochenen Großangriff auf den erfolgreichen Erzrivalen FC Barcelona. Real-Boss Florentino Perez dreht den Geldhahn mächtig auf. "The Special One" hat jetzt alle Vollmachten seine ambitionierte Personalplanung weiter voran zu treiben. Der große Umbau bei Real Madrid könnte auch für Publikumsliebling Mesut Özil schwerwiegende Folgen haben, denn Mourinho will das nächste Mittelfeld-Supertalent verpflichten.
Reals exzentrischer Trainer ist scharf auf Javier Pastore von US Palermo. Der 21-jährige Argentinier wird angeblich vom FC Chelsea, Manchester City und Juventus Turin umworben, In Frage kommen aber wohl nur der FC Barcelona oder Real Madrid. „Real und der FC Barcelona sind zwei der wichtigsten Clubs der Welt. Die Tatsache, dass sie an mir interessiert sind, beruhigt mich und bedeutet, dass ich meinen Job gut mache“, sagte er der argentinischen Zeitung El Grafico.
Mit seiner offensiven und direkten Spielweise hinter den Spitzen würde er aber auch gut zu Barcas One-Touch-Fußball passen. Ob und wann es zu einem solchen Wechsel kommt, ist derzeit aber völlig offen. Den Gerüchten, nach denen Pastore seinen Klub verlassen wolle, widersprach der 21-Jährige umgehend. Er fühle sich sehr wohl in Palermo und ziehe einen Wechsel nur dann in Erwägung, "wenn ein interessantes Angebot kommt, das sowohl für mich als auch den Verein gut ist." Palermos Präsident Zamparini hatte vor rund drei Jahren 19 Millionen Euro für Pastore hingeblättert, um den Argentinier von Club Atletico Huracan loszueisen.
Pastore spielt exakt die gleiche Position wie der deutsche Nationalspieler und gilt als genialer Ballverteiler im offensiven Mittelfeld. Rund 50 Millionen wollen die Königlichen angeblich für den Shooting-Star nach Sizilien überweisen. Und Mourinho will noch mehr Argentino-Power: Auch Maradona-Schwiegersohn Sergio Kun Agüero soll vom Lokalrivalen Atletico kommen. Als Ablöse sind 45 Millionen im Gespräch. Reals offensives Mittelfeld wäre damit bis auf Superstar Lionel Messi identisch mit der argentinischen Nationalelf: Angel di Maria, Javier Pastore und Sergio Agüero. Und mittendrin der Deutsch-Türke Mesut Özil. Dem stehen zwar in der kommenden Saison seine türkischen Landsmänner Hamit Altintop und Nuri Sahin zur Seite, doch der Konkurrenzkampf wird für den Ex-Bremer durch die beiden Neuverpflichtungen nicht unbedingt einfacher.
Derweil steht Kaka bei den Madrilenen vor dem Absprung. Lange Verletzungspausen haben den Brasilianer immer wieder aus dem Rhythmus gebracht. Bei Real konnte der strenggläubige Mittelfeldstratege, der für 65 Millionen Euro 2009 vom AC Mailand kam, die hohen Erwartungen an seine Person nie erfüllen. Vieles deutet nach den Real-Transfers und dem Überangebot im Mittelfeld daraufhin, dass Kakas Weg zurück nach Mailand führt. Zuletzt gab es hartnäckig Gerüchte, dass Kaka nach Mailand zurückkehrt. Allerdings nicht zum AC, vielmehr zu Inter. Dort wird nächste Saison Leonardo auf der Trainerbank sitzen. Der hatte ihn 2003 zum AC geholt und gilt als ein Entdecker Kakas.
Quelle: dapd , sid , FUSSBALL.DE , dpa
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