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Für Robben bleibt wohl wieder nur die Bank

10.02.2012, 16:06 Uhr

Arjen Robben vom FC Bayern München wird sich wohl auch gegen den 1. FC Kaiserslautern mit der Zuschauerrolle anfreunden müssen.  (Quelle: imago)

Arjen Robben vom FC Bayern München wird sich wohl auch gegen den 1. FC Kaiserslautern mit der Zuschauerrolle anfreunden müssen. (Quelle: imago)

Bayern Münchens Youngster David Alaba wird auch gegen den 1. FC Kaiserslautern den verletzten Bastian Schweinsteiger ersetzen. "Ich traue David viel zu. Auf den zwei Defensivpositionen brauche ich nichts zu ändern", sagte Trainer Jupp Heynckes auf einer Pressekonferenz in München. Damit droht Arjen Robben wiederum nur ein Platz auf der Ersatzbank und somit eine weitere Demütigung. Auch wenn Heynckes dem Niederländer eine sehr gute Leistung und Einstellung im Training attestierte. "Wenn Arjen eine absolute Topform hat, ist er ein Weltklassespieler", betonte Heynckes.

Die Reservistenrolle von Robben werde daher nicht dauerhaft sein, betonte der Trainer: "Es kann morgen und in den nächsten Wochen einen anderen Spieler treffen - und das wird auch so sein." Man sollte nicht "so viel Lärm" um das Thema machen, sagte der 66-Jährige: "Für mich als Trainer gibt es in dieser Kategorie keine Reservespieler."

Vertragsverlängerung in Gefahr?

Allen moderaten Tönen des Coaches zum Trotz, scheint die Luft für Robben in München dünner zu werden. Erst die Degradierung zum Bankdrücker, dann die Verpflichtung von Offensiv-Wirbelwind Xherdan Shaqiri. Kein Wunder, dass sich die Verlängerung seines Vertrages über 2013 hinaus verzögert.

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Noch hält der niederländische Nationalspieler zwar still, doch die Bayern-Stars üben sich bereits in Beschwichtigungsversuchen und mahnen zur Ruhe. "Er ist ein sehr wichtiger Spieler für uns. Aber er muss jetzt keinen Stress machen", sagte der französische Topstar Franck Ribery der "tz". Trost spendete Kapitän Philipp Lahm: "Natürlich ist das schwer für Arjen. Solche Härtefälle gibt es beim FC Bayern." Aufmunternde Worte mit einer klaren Botschaft: Jeder ist ersetzbar!

Heynckes hätte "jeden wegnehmen können"

Beim souveränen 2:0 im Viertelfinale des DFB-Pokals beim VfB Stuttgart selbst Robben, der seit 2009 bei den Bayern spielt und die Fans nicht selten mit Weltklasseleistungen verzückte. "Ich hätte vorne jeden wegnehmen können", sagte Bayern-Trainer Jupp Heynckes. Nach nur vier Punkten aus drei Rückrundenspielen sah sich der 66-Jährige zu Umstellungen im wenig inspirierenden Offensivspiel gezwungen.

Änderungen hatte ironischerweise auch Robben selbst nach dem mageren 1:1 beim Hamburger SV und der an Meister Borussia Dortmund verlorenen Tabellenführung angemahnt. "Wir brauchen ein Programm, mit dem wir wieder gewinnen", sagte er. Für die erfolgreiche Umprogrammierung des Bayern-Spiels war für Heynckes aber nicht die Verbannung Robbens auf die Bank, sondern die Harmonie zwischen den Mannschaftsteilen ausschlaggebend. "Wir hatten eine super Balance zwischen Defensive und Offensive", sagte er. Vielleicht ein versteckter Seitenhieb gegen einen zuletzt selten vor Kreativität sprühenden Robben, der sich in der Stuttgarter WM-Arena fast 40 Minuten warmlief, ohne zum Einsatz zu kommen.

Der nächste Tiefschlag

Gegen den 1. FC Kaiserslautern droht dem verletzungsanfälligen Mittelfeldstar, der in dieser Saison erst elf Ligaspiele bestritt, jedenfalls der nächste Tiefschlag. Denn Heynckes will das wieder gefundene Gleichgewicht nicht gefährden. Das beweist der Platz für Alaba in der Startformation gegen die Pfälzer.

Quelle: FUSSBALL.DE , sid , dpa

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