11.12.2009, 17:04 Uhr
Fingerzeig: Frank Eulberg bereut seine Aussagen beim Spiel in Düsseldorf. (Foto: imago)Dem Reuebekenntnis folgte eine Klage-Ankündigung. Co-Trainer Frank Eulberg vom ZweitligistenArminia Bielefeldhat sich erneut für seine Äußerungen gegen Schiedsrichter Georg Schalk entschuldigt, gleichzeitig aber rechtliche Schritte gegen eine Sonntagszeitung angekündigt.
"Die ganze Geschichte hat mittlerweile eine Dimension angenommen, die möglicherweise zu verhindern gewesen wäre, wenn eine große deutsche Sonntagszeitung meinen unbedachten Ausspruch nicht noch verfälscht wiedergegeben hätte", erklärte Eulberg und fügte an: "Wegen dieser Falschberichterstattung habe ich über meinen Anwalt rechtliche Schritte eingeleitet."
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Schalk hatte angekündigt, Eulberg wegen einer "homophoben und grob beleidigenden Äußerung" zu verklagen und so für ein Novum im deutschen Profifußball gesorgt. Eulberg soll den 42 Jahre alten Unparteiischen aus Augsburg nach dem 2:3 im Zweitliga-Spiel bei Fortuna Düsseldorf am vergangenen Wochenende als "schwule Sau" bezeichnet haben.
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Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hatte daraufhin Ermittlungen aufgenommen. "Mir ist klar, dass die von mir getroffene Wortwahl 'schwule Sau' auch aufgrund meiner emotionalen Aufgeregtheit nicht vertretbar ist", sagte Eulberg und meinte weiter: "Mein Ausspruch tut mir sehr leid, leider kann ich ihn nicht mehr rückgängig machen. Dennoch verbürge ich mich dafür, dass besagter Ausspruch wirklich in keinster Weise auf den Schiedsrichter bezogen war."
Schalks Rechtsanwalt Jürgen Langer hatte gesagt, dass der Schiedsrichter nach dem Spiel sogar telefonische Morddrohungen erhalten habe. Von solchen Reaktionen distanzierte sich Eulberg in seiner Mitteilung deutlich: "Solche Dinge sind scharf zu verurteilen und haben im Fußball absolut nichts zu suchen."
Darüber hinaus plant Arminia Bielefeld am Sonntag vor dem Heimspiel gegen Union Berlin im Stadion den DFB-Aktionsflyer "Viele Farben - ein Spiel! Gegen die Diskriminierung von Homosexuellen im Fußball" zu verteilen. Dadurch solle für das Projekt und für die Gesamtproblematik der Homophobie im Fußball eine erhöhte Aufmerksamkeit hergestellt werden.
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Quelle: sid
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