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Schulden plagen Bielefeld

04.04.2011, 14:09 Uhr

Die Schüco-Arena soll in eine externe Gesellschaft ausgegliedert werden. (Foto: dpa)

Die Schüco-Arena soll in eine externe Gesellschaft ausgegliedert werden. (Foto: dpa)

Ein Schuldenberg in Höhe von 27 Millionen Euro bedrückt den vom Abstieg bedrohten Zweitligisten Arminia Bielefeld. Die Geschäftskonten der Ostwestfalen seien allerdings nicht gesperrt, wie Medien berichtet hatten. "Das ist nicht so", sagte Arminia-Geschäftsführer Ralf Schnitzmeier. Die Arminia sei weiter geschäftsfähig. Der Klub plant die Ausgliederung seines Stadions in eine externe Gesellschaft, um die Roten Zahlen schnell zu reduzieren.

An diesem Dienstag sollen die Vereinsmitglieder bei einer außerordentlichen Versammlung über die Stadion-Ausgliederung befinden. Die Arena befindet sich derzeit in Vereinsbesitz. Mit einer Ausgliederung könnte die Schuldenlast nach Arminia-Darstellungen um über 20 Prozent reduziert werden. Etwa fünf Millionen Euro Darlehen könnten mit diesem Schritt in Eigenkapital umgewandelt werden.

Wichtiger Schritt

"Das ist ein sehr bedeutender Schritt zum Gelingen des Projektes. Damit sinkt der Schuldenstand wieder unter das Vermögen", sagte Schnitzmeier. Der Wert des Stadions sei auf etwa 25 Millionen Euro taxiert worden.

Nicht nur finanzielle und sportliche Krise

Zu den Gerüchten der angeblichen Sperrung der Vereinskonten stellte Schnitzmeier fest, dass nur "die Kontokorrent-Finanzierung von unserer Hausbank vorübergehend ausgesetzt wurde. Bisher konnten wir deshalb die März-Gehälter unserer Spieler und aller sonstigen Mitarbeiter noch nicht ausbezahlen." Aufgrund der Tatsache, dass in der vergangenen Woche eine interne Email eines Gremienvertreters öffentlich wurde, in der unter anderem die finanziell schwierige Gesamtsituation beim DSC thematisiert wurde, blieb der Bank letztendlich keine andere Wahl.

"Uns ist klar, dass wir nicht nur eine finanzielle und sportliche Krise haben, sondern auch eine Vertrauenskrise. Natürlich müssen wir aufklären und diejenigen zur Verantwortung ziehen, die die aktuelle Situation mit verursacht haben. Jeder Entscheidungsträger muss bei allem, was er tut, immer das Wohl der Arminia voranstellen. Wir müssen wieder ein Verein werden", ließen Präsident Wolfgang Brinkmann, Verwaltungsrat Alexander Geilhaupt und Schnitzmeier verlauten.

Quelle: sid , dpa

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