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Überraschungssieger: Fabian Klos ist Spieler des Jahres

30.05.2012, 19:04 Uhr | DFB.des

Fabian Klos vom Drittligisten Arminia Bielefeld ist Spieler des Jahres.  (Quelle: imago)

Fabian Klos vom Drittligisten Arminia Bielefeld ist Spieler des Jahres. (Quelle: imago)

Es muss nicht immer ein Aufsteiger sein. Es muss auch nicht immer der Torschützenkönig sein. Es kann auch mal der Spieler eines Tabellen-13. sein. Fabian Klos ist Spieler des Jahres in der 3. Liga. Der 1,94 Meter große Stürmer von Arminia Bielefeld lag bei der Wahl von DFB.de und FUSSBALL.de in der Gunst der Fans knapp vor dem Chemnitzer Anton Fink. Auf den weiteren Plätzen folgten Tobias Schweinsteiger von Jahn Regensburg sowie Marc Schnatterer vom FC Heidenheim. Desweiteren standen Marcel Reichwein (Rot-Weiß Erfurt), Johannes Rahn (Bielefeld) und Niclas Füllkrug (Werder Bremen II) zur Auswahl.

Fabian Klos war im vergangenen Sommer vom Nord-Regionalligisten VfL Wolfsburg II nach Bielefeld gewechselt. In 33 Spielen für die Arminia kam der 24-Jährige auf zehn Tore und acht Vorlagen. Im Januar war Klos zum Spieler des Monats gewählt worden. Im DFB.de-Interview mit Redakteur Jochen Breideband spricht der Überraschungssieger über sein erstes Jahr in der 3. Liga, seine Lehren für die Zukunft und verrät, wer sein persönlicher Spieler des Jahres ist.

DFB.de: Glückwunsch, Herr Klos. Hatten Sie sich vorher Erfolgschancen ausgerechnet?
Fabian Klos: Auf keinen Fall. Wenn man Namen wie Fink oder Reichwein zum Vergleich nimmt, kommt die Wahl sehr überraschend. Man merkt deutlich, wie sehr Fans eine solche Wahl beeinflussen können. Daran sieht man, dass die Arminia eine starke Fangemeinde hat. Ein schönes Gefühl.

Wer ist für Sie der Spieler der Saison?
Manuel Hornig aus meiner Mannschaft. Er hatte viel Pech mit Verletzungen, hat sich aber für das Team aufgeopfert und sich durchgebissen. Er hat konstant gute Leistungen abgeliefert, Verantwortung in einer für die Mannschaft schwierigen Phase übernommen und nebenbei wichtige Tore als Sechser und Innenverteidiger erzielt. Wenn man allein die Spieler nimmt, die zur Wahl standen, würde ich mich für Anton Fink als Spieler des Jahres entscheiden. Er hatte in Chemnitz nur die Rückrunde, und es ist aller Ehren wert, was er geleistet hat. Mir gefällt, dass er kein Stürmer ist, der nur im Strafraum wartet, um die Bälle zu verwerten, sondern zu dem Typ Spieler gehört, der sich ein Tor richtig verdient.

Wer ist Ihre Mannschaft der Saison?
Chemnitz war als Aufsteiger lange Zeit oben dabei, ist also ein Kandidat. Und natürlich der SSV Jahn Regensburg. Respekt, was die Regensburger mit ihrem geringen Etat erreicht haben. Die mannschaftliche Geschlossenheit hat sie ausgezeichnet. Es war brutal schwer, gegen sie ein Tor zu schießen. Regensburgs Innenverteidiger André Laurito war einer der unangenehmsten Gegenspieler, die ich je hatte – körperlich sehr stark und im gesamten Spiel hochkonzentriert.

Es war Ihr erstes Jahr in der 3. Liga. Wie fällt Ihre Bilanz aus?
Anfangs lief es nicht so toll. Ich habe mich schwer getan, in die Mannschaft und in die Liga reinzukommen. Nach den Startschwierigkeiten lief es für mich und das ganze Team positiver. Zehn Tore sind für die erste Saison okay. Natürlich habe ich mir für die nächste Runde noch einiges mehr vorgenommen.

Was waren die wichtigsten Lehren?
Ich muss kaltschnäuziger werden. Und ich will körperlich etwas tun, damit ich nicht mehr sagen muss, dass ein Laurito mein unangenehmster Gegenspieler ist, sondern dass Abwehrspieler wie er künftig sagen, der Klos ist unser unangenehmster Gegenspieler.

Als Sie zum Spieler des Monats Januar gewählt wurden, haben Sie im DFB.de-Interview gesagt, nun bestätigen zu wollen, dass es sich nicht nur um eine Phase handele. Ist Ihnen das gelungen?
Teilweise. In den ersten Spielen danach ging es gut weiter. Anschließend kam leider nicht mehr viel, auch als Team hatten wir eine Schwächephase. Auch das gilt es meinerseits zu verbessern. Ich habe in dieser Phase die Rote Karte gesehen, da war ein großer Schuss Unzufriedenheit dabei. Ich darf mich davon künftig nicht beeinflussen lassen – ein weiterer Lerneffekt.

Die 3. Liga bekommt mit Aachen, Rostock, Karlsruhe und den Stuttgarter Kickers namhaften Zuwachs. Verspüren Sie schon Vorfreude auf die neue Saison?
Ich freue mich auf jede Saison, aber wenn man diese Namen und Stadien sieht, wird die Vorfreude noch größer. Wir wissen auch, dass es dadurch ungleich schwerer wird, in der Liga zu bestehen. Aber wenn man bei Arminia Bielefeld spielt, darf man keine Angst vor solchen Namen haben.

Was sind die Bielefelder Ziele für die kommende Saison?
Eine bessere Runde als in der abgelaufenen Saison zu spielen. Wir hatten uns auch letztes Jahr viel vorgenommen, standen dann nach zehn Spielen mit fünf Punkten da. Wir tun also gut daran, diesmal einen guten Start hinzulegen.

Ihr Vorgänger als Drittliga-Spieler des Jahres, Alexander Esswein, hat in der Bundesliga für Furore gesorgt. Was haben Sie sich für die Zukunft vorgenommen?
In meiner Entwicklung nicht stehen zu bleiben. Natürlich ist es das Ziel jedes Spielers, so hoch wie möglich zu kommen. Ich kann ja nicht sagen: Ich spiele in der 3. Liga, das ist alles, was ich erreichen wollte. Wenn ich beherzige, was ich als Lerneffekte genannt habe, kann es noch weiter nach oben gehen.

Quelle: DFB.des

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