29.03.2011, 17:49 Uhr | DFB.de
Stolzes Mitglied des Fan Club Nationalmannschaft: Rudi Völler. (Foto: DFB.de)
Rainer Bonhof ist der jüngste Neuzugang. Heute Abend beim Spiel gegen Australien wird der Vizepräsident von Borussia Mönchengladbach und Weltmeister von 1974 als neues Mitglied des Fan Club Nationalmannschaft powered by Coca-Cola vorgestellt. Bonhof steht damit in einer Reihe mit weiteren Prominenten, die sich mit ihrer Mitgliedschaft zum deutschen Team bekennen. Und nicht alle von ihnen haben früher selbst gegen den Ball getreten.
Und es werden immer mehr. Zu den rund 50.000 Mitgliedern im Fan Club Nationalmannschaft powered by Coca-Cola kommen jedes Jahr ein paar Promis hinzu. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie selbst mal große Kicker waren oder nicht. Fan ist Fan. Aber natürlich haben einige von ihnen auch selbst das deutsche Trikot getragen. Sie alle eint das Ziel, die deutsche Auswahl zu unterstützen und damit zu demonstrieren: Wir stehen hinter euch, wir feuern euch an, wir sind der 12. Mann, der schon so manches wichtige Tor erzielt hat, auch wenn er nicht auf dem Spielfeld steht.
Paul Breitner trat dem Fan Club im vergangenen Jahr bei. Und das aus gutem Grund und eigener Erfahrung: "Ich weiß als ehemaliger Spieler, wie wichtig die Unterstützung der Fans ist und finde die vielfältigen Aktivitäten des Fan Club Nationalmannschaft klasse." Der Weltmeister von 1974 und Europameister von 1980 wurde beim Spiel gegen Argentinien im März 2010 als prominenter Unterstützer vorgestellt. Rudi Völler, der 1990 den WM-Titel gewann und mittlerweile Sportdirektor von Bayer Leverkusen ist, wurde pünktlich zur WM in Südafrika Mitglied "im Club" – die Anfeuerung scheint sich gleich gelohnt zu haben.
Beim Spiel in Köln gegen Aserbaidschan folgten zwei echte Kölner Urgesteine: Bernd Cullmann und Harald "Toni" Schumacher, beides erfolgreiche Nationalspieler und Double-Gewinner mit dem FC im Jahr 1978. Weltmeister der eine (Cullmann), Europameister der andere (Schumacher). Ein weiterer kontinentaler Titelträger kam beim Spiel gegen die Türkei hinzu. "Wahnsinn, ich habe gelesen, wie viele Mitglieder der Fan Club hat. Das ist beeindruckend", sagt Fredi Bobic, heute Sportdirektor des VfB Stuttgart, und schickt ein persönliches Bekenntnis hinterher: "Ich kann voller Stolz sagen, dass ich als ehemaliger Nationalspieler auch Fan der aktuellen Nationalmannschaft bin." So ist der Fan Club irgendwie auch ein Club der Welt- und Europameister, denn auch Karl-Heinz Riedle, Andreas Brehme, Manfred Kaltz und Stefan Kuntz haben einen Mitgliedsausweis, und nicht zu vergessen Steffi Jones, die mit drei EM- und einem WM-Titel ihre männlichen Kollegen sogar noch deutlich abhängt.
Bei Reiner Calmund dauerte die Liaison mit den deutschen Fans schon rund ein Jahr, ehe eine echte Beziehung draus wurde. Schon während der EM 2008 war der frühere Manager von Bayer Leverkusen mehrmals im Fan Camp am Hafnersee bei Klagenfurt und besuchte auch den Cup der Fans im Kölner WM-Stadion im Juni 2009. Dort wurde Calmund auch die Mitgliedschaft im Fan Club angetragen. "Ich fühle mich auf meinen dicken Bauch gepinselt“, freute sich Calli über die Offerte. Und nahm prompt an und das Trikot mit der Nummer zwölf entgegen.
Peter Lohmeyer, der im 54er-Film "Das Wunder von Bern" die Hauptrolle spielt, hat ein ganz spezielles Verhältnis zum Fußball. "Auch wenn es sich nicht nach Ruhe anhört, wenn ich sonntags zwischen 13 und 15 Uhr Fußball spiele, dann bin ich ganz bei mir. Da gibt es keine privaten oder beruflichen Probleme, nichts", sagt der bekennende Schalke- und Deutschland-Fan. Doppel- und Steilpässe seien seine Meditation, es ist die pure Begeisterung für das Spiel, die ihn antreibt. Als Spieler wie als Zuschauer. Dass Lohmeyer Mitglied im Fan Club Nationalmannschaft ist, erscheint da nur logisch. Ebenfalls dabei sind die Showmaster Elton und Oliver Pocher – und die Band Revolverheld, die den deutschen Fan-Song zur EM 2008 gesungen hatte mit dem schönen Text: "Dieses Jahr geht das Fußball-Wunder weiter, wir sind da, und wir werden Europameister." Vielleicht sollten sie das 2012 einfach noch einmal singen.
Es ist ein illustrer Kreis, der das Team von Jogi Löw anfeuert, ein Kreis von 50.000 und einigen prominenten Anhängern. Und er wird immer größer.
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