22.11.2011, 10:07 Uhr | saar-fv.de
Verbands-Schiedsrichter-Lehrwart Gerhard Theobald (Mitte) wurde für seine 30-jährige ehrenamtliche Mitarbeiter-Tätigkeit ausgezeichnet (Foto: Björn Becker)
Einen Zeitsprung in ihre eigene Vergangenheit erlebten am Abend des 18. Novembers 21 ältere und altgediente Schiedsrichter des Saarländischen Fußballverbands(SFV). Von Verbands-Obmann Heribert Ohlmann und SFV-Vizepräsident Adrian Zöhler wurden zwölf von Ihnen für eine 30-jährige Schiedsrichter-Laufbahn mit der Verbands-Ehrennadel ausgezeichnet, neun Kameraden wurden zu Ehren-Schiedsrichtern ernannt.
Verbands-Obmann Ohlmann erinnerte in seiner Einführungsrede an die Anfänge der Geehrten als Schiedsrichter. "Wir freuen uns sehr, dass Ihr immer noch dabei seid. Denn der Kreis derjenigen, die solange aktiv sind, wird von Jahr zu Jahr kleiner", zeichnete der saarländische Chef der Unparteiischen die Jubilare auch verbal aus. Am deutlichsten erkenne man die lange Zeit an den Veränderungen, die die Saarbrücker Sportschule in den vergangenen Jahren durchlebt hat: "Ihr seid alle lange dabei", sprach Ohlmann die Kameraden an, "aber einige waren lange nicht mehr hier. Hier ist vieles anders geworden."
Vizepräsident Zöhler, selbst vor einiger Zeit drei Jahre lang Schiedsrichter, ehe er dieses Amt zugunsten der Funktionärs-Laufbahn aufgab, startete mit einem Zitat von Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus, das sehr gut die Schwierigkeiten ausdrücke, mit denen die Schiedsrichter zu kämpfen hätten. Matthäus hatte einmal auf die Frage, ob er sich nach der Fußball-Karriere eine Schiedsrichter-Laufbahn vorstellen könne, geantwortet: "Schiedsrichter kommt für mich nicht in Frage, ich möchte eher was machen, was mit Fußball zu tun hat." Aber, so Zöhler: "Ohne Schiri geht es nicht, das müssen auch die Fußballer erkennen." So mache dieses Zitat nachdenklich, passe aber irgendwie in die Zeit, in der die Zahl der Schiedsrichter rückläufig ist. Umso mehr sei der Einsatz und die Verantwortung der Geehrten in den letzten 30 Jahren anzuerkennen. Vor allem sei es wertvoll, dass diese Schiedsrichter seit drei Jahrzehnten die Regeln unters Fußballvolk bringen. Denn: "Einige Diskussionen auf dem Platz wären unnötig, wenn Spieler und Trainer alle Regeln kennen würden", sagte der Verbands-Vizepräsident. Daher bedeute diese Ehrung ein "Danke auf hohem Niveau".
Als Überraschung wurde Verbands-Schiedsrichter-Lehrwart Gerhard Theobald, Bundesliga-Referee der Achtziger aus Wiebelskirchen, für eine 30-jährige ehrenamtliche Mitarbeiter-Tätigkeit im Saarländischen Fußballverband ausgezeichnet. Die Ehrung verbanden Ohlmann und Zöhler mit dem Wunsch, die Geehrten mögen der Gilde noch möglichst lange erhalten bleiben, und mit der Bitte, mit den positiven Erfahrungen der letzten 30 Jahre neue Schiedsrichter zu gewinnen.
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