27.01.2012, 08:23 Uhr
Michael Ballack hat in Leverkusen keine Zukunft mehr. (Quelle: imago)
Michael Ballack ist bei Bayer Leverkusen offenbar endgültig ins Abseits geraten. Nach dem Eklat am vergangenen Wochenende wegen des verweigerten Handschlags mit Trainer Robin Dutt rechnet nun Klub-Boss Wolfgang Holzhäuser mit dem ehemaligen DFB-Kapitän ab und erklärt das "Projekt Ballack" für gescheitert.
"Es ist der Zeitpunkt erreicht, wo wir uns alle eingestehen müssen, dass unsere Überlegungen, die wir vor 20 Monaten hatten, nicht aufgegangen sind", wird Holzhäuser übereinstimmend im "Express" und in der "Bild" zitiert.
Holzhäuser wirft dem Bayer-Star auch mangelnde Unterstützung für Dutt vor. "Ballacks Verhalten hat mich enttäuscht. Von ihm ist zu wenig gekommen. Er kann durch seine Aura auf das Publikum einwirken - das hat er nicht getan.“
Ballack war im ersten Spiel nach der Winterpause gegen Mainz von Dutt ausgewechselt worden und verweigerte danach dem Trainer den obligatorischen Handschlag. Von den Rängen hagelte es Pfiffe, die in erster Linie Dutt galten. Ballacks Verhalten brachte auch Rudi Völler auf die Palme. Leverkusens Sportdirektor rückt ebenfalls immer mehr von seinem einstigen Liebling ab. "Ich hätte ihn schon zur Halbzeit ausgewechselt."
Ballack und Bayer – beide Seiten sind nie miteinander warm geworden. Wie es heißt, soll schon Jupp Heynckes wegen des andauernden Knatschs um den Mittelfeldspieler hingeschmissen haben. Auch mit Dutt gibt es seit dem ersten Tag Zoff. In Bremen am Samstag wird Ballack wohl auf der Bank sitzen müssen. Holzhäuser nüchtern: "Er hat noch drei Monate Vertrag. Den werden wir professionell abwickeln. Aber wenn ein Verein kommt, werden wir reden.“
Quelle: FUSSBALL.DE
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