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Bayer: Zum Ballack-Theater auch noch Ernüchterung

04.02.2012, 17:29 Uhr

Leverkusens Simon Rolfes im Zweikampf mit VfB-Akteur Christian Gentner (unten). (Quelle: dapd)

Leverkusens Simon Rolfes im Zweikampf mit VfB-Akteur Christian Gentner (unten). (Quelle: dapd)

Nach dem Wirbel um Mittelfeldstar Michael Ballack tritt Vizemeister Bayer Leverkusen auch sportlich auf der Stelle. Die Werkself kam ohne den erneut auf die Bank verbannten Ballack nur zu einem 2:2 (1:1) gegen den VfB Stuttgart und kann damit die Hoffnungen auf die Champions-League-Qualifikation allmählich begraben. Nach dem bereits siebten Heimspiel ohne Sieg drohen die Leverkusener, die zweimal eine Führung verspielten, gar ins Mittelfeld der Bundesliga abzurutschen.

Für den Stuttgarter Trainer Bruno Labbadia gab es dagegen bei der Rückkehr an die alte Wirkungsstätte immerhin ein kleines Erfolgserlebnis. Trotzdem warten die Schwaben seit nun sieben Spielen auf einen Sieg. Mit nur 23 Punkten muss sich der VfB sogar wie im Vorjahr Sorgen um den Klassenerhalt machen.

Vor 27.929 frierenden Zuschauern in der BayArena erzielte Martin Harnik in der 89. Minute den Ausgleich für den VfB. Leverkusen war durch Stefan Kiesling (11.) und Simon Rolfes (47., Foulelfmeter) zweimal in Führung gegangen, Julian Schieber (23.) zwischenzeitlich für die Schwaben getroffen. Nahezu die letzten 27 Minuten musste Bayer in Unterzahl überstehen, nachdem der Tscheche Michal Kadlec wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte gesehen hatte (63.). Für den Außenverteidiger war es bereits der zweite Platzverweis in der laufenden Saison. Stuttgarts Cristian Molinaro sah in der zweiten Minute der Nachspielzeit die Rote Karte.

Ballack wieder nur Ersatz

Alle Augen waren zunächst auf die Leverkusener Ersatzbank gerichtet, wo Ballack wie schon beim 1:1 in Bremen Platz nehmen musste. "Die Mannschaft hat zuletzt gut gespielt. Ich sehe keinen Grund für große Veränderungen", begründete Trainer Robin Dutt seine Entscheidung. Erst am Donnerstag hatte sich auch Sportchef Rudi Völler in das Theater um den früheren Nationalmannschaftskapitän eingeschaltet, als er deutliche Worte an den 35-Jährigen und dessen Berater Michael Becker gerichtet hatte. Ausgelöst hatte den Wirbel Bayer Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser, als er vor über eine Woche das Projekt Ballack für gescheitert erklärt hatte.

Ohne Ballack, aber doch mit einer Änderung, begann Bayer. Vedran Corluka, der unter der Woche von Premier-League-Klub Tottenham Hotspur ausgeliehen worden war, rückte in die Startelf und fügte sich gleich gut ein. Sein maßgenaue Flanke fand Kapitän Simon Rolfes, der zunächst an VfB-Keeper Sven Ulreich scheiterte. Den Abpraller setzte aber Kießling ins Tor.

Erstes Kießling-Tor nach 765 Minuten

Damit endete für den Nationalstürmer nach 765 Minuten die torlose Zeit. Dass Kießling gegen Stuttgart trifft, hat schon Tradition. Im 13. Spiel gegen den VfB war es bereits sein zehnter Treffer. Wer nun aber dachte, dass das frühe Tor dem Leverkusener Spiel Sicherheit verleiht, sah sich getäuscht. Vieles blieb Stückwerk, insbesondere die Passgenauigkeit ließ im Mittelfeld zu wünschen übrig.

So fand der VfB immer besser ins Spiel. Die Schwaben waren es, die zunehmend die Spielkontrolle an sich rissen - und auch durch das Freistoßtor von Schieber aus gut 20 Metern belohnt wurden. Vorausgegangen war ein Handspiel von Gonzalo Castro.

Der zweite Durchgang begann fast schon wie der erste. Bayer startete mit einem Tor. Nach einem ungeschickten Rempler von Serdar Tasci gegen Lars Bender zeigte Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer auf den Punkt, Rolfes ließ sich die Chance nicht nehmen und erzielte sein zweites Saisontor. So musste der VfB wieder einem Rückstand hinterlaufen und war dabei noch im Pech. Nach einer Flanke von Schiebe traf Vedad Ibisevic per tollem Hacken-Trick nur den Innenpfosten (54.). Leverkusens Kadlec stellte sich dann unglücklich an, als er Cacau festhielt und die zweite Gelbe Karte sah. Harnick belohnte die Gäste dann kurz vor Schluss mit einem Schuss aus sieben Metern.

20. Spieltag

1. FC Nürnberg

-

Borussia Dortmund

0:2

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VfL Wolfsburg

-

Borussia Mönchengladbach

0:0

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TSG 1899 Hoffenheim

-

FC Augsburg

2:2

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Hertha BSC

-

Hannover 96

0:1

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FC Schalke 04

-

1. FSV Mainz 05

1:1

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Bayer Leverkusen

-

VfB Stuttgart

2:2

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Hamburger SV

-

FC Bayern München

1:1

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SC Freiburg

-

SV Werder Bremen

2:2

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1. FC Kaiserslautern

-

1. FC Köln

0:1

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Quelle: dapd

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