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Bayern-Gala: Nur einige Fans sorgen für Misstöne

08.11.2012, 09:14 Uhr | FUSSBALL.DE

Pizarro feiert mit Robben seine drei Tore gegen Lille. (Quelle: Reuters)

Pizarro feiert mit Robben seine drei Tore gegen Lille. (Quelle: Reuters)

Jetzt ist der FC Bayern München auch in der Champions League ins Rollen gekommen. Bei der 6:1 (5:0)-Gala gegen den OSC Lille sorgte der Rekordmeister für eine neue historische Bestmarke in der Königsklasse. "Wir haben wie aus einem Guss gespielt", lobte Trainer Jupp Heynckes sein Team. Einzig die Fans in der Südkurve sorgten wieder einmal für den Kontrapunkt an einem nahezu perfekten Spieltag. Sie blieben aus Protest ihren Plätzen fern und vermasselten sich so selbst einen mitreißenden Europapokalabend.

Bei dem Torfestival stellten die Bayern innerhalb von 33 Minuten eine neue Bestmarke auf. Zu diesem Zeitpunkt führten die Münchner durch die Treffer von Bastian Schweinsteiger (5.), Arjen Robben (23.) und Claudio Pizarro (18./28./33. Minute) bereits mit 5:0. Nie zuvor lag ein Team der Champions League zu so einem frühen Zeitpunkt so deutlich in Front. Toni Kroos (66.) für die Münchner sowie Salomon Kalou (57.) für die Franzosen sorgten in der zweiten Hälfte vor 68.000 Zuschauern für den Endstand.

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"Bayern ist noch stärker als in der vergangenen Saison"

"Die erste Halbzeit war wie ein Albtraum. Es sah aus wie ein Jugendteam gegen eine erfahrene Mannschaft", sagte ein fassungsloser LOSC-Trainer Rudi Garcia nach der Partie. Und Torschütze Kalou schwärmte von der Qualität des Gegners. "Bayern ist dieses Jahr noch stärker als in der vergangenen Saison und für jeden Gegner eine große Herausforderung."

Mann des Abends war natürlich Pizarro. Der erfolgreichste ausländische Torschütze der Bundesliga-Geschichte erzielte mit seinen Champions League-Toren 18, 19 und 20 seinen ersten Dreierpack in der Königsklasse. Der für den grippeerkrankten Mario Mandzukic in die Startelf gerückte Peruaner befeuert damit ausgerechnet zum Zeitpunkt der nahenden Rückkehr von Stamm-Torjäger Mario Gomez den Konkurrenzkampf im Sturm.

Heynckes adelt Pizarro

"Drei Tore in der ersten Halbzeit, das ist schon ungewöhnlich“, lobte Heynckes den Angreifer und attestierte ihm "ein Klassespiel". Nach leichten verletzungsbedingten Anlaufschwierigkeiten nach seiner Rückkehr zum FC Bayern habe er zwar "physisch einiges aufarbeiten müssen", so Heynckes, doch nun sei der Routinier "körperlich gut drauf und hat uns gezeigt, dass er das Toreschießen nicht verlernt hat". Pizarros 2:0 war übrigens der 500. Treffer der Bayern im internationalen Wettbewerb, "Pizzas" 5:0 war das 300. Heimtor in einem Europapokalspiel.

Ob es ein Genussspiel gewesen sei, wurde der 34-Jährige anschließend gefragt. "Ja natürlich", lautete die Antwort. "Für die ganze Mannschaft. Wir haben sehr gut gespielt. Das macht Freude.“ Auch Philipp Lahm, dem gleich drei Tor-Vorlagen gelangen und damit genauso viele wie in den letzten fünf Champions-League-Spielzeiten zusammen, war zufrieden. "Wir haben aggressiv und gut nach vorne gespielt. Die Mannschaft hat so viel Qualität, um einen Gegner auseinanderzunehmen."

"Klatschpappen kann man kaufen - Stimmung nicht!"

Wenn nicht wieder einmal der allzu sensible Südkurven-Anhang des FC Bayern gewesene wäre. Wie bereits gegen Valencia blieben aus Protest rund 400 Plätze hinter dem Tor leer. Dort, wo ansonsten die stimmgewaltigen Anhänger stehen. "Ist es das, was ihr wollt? Klatschpappen kann man kaufen - Stimmung nicht!", war stattdessen auf zwei Plakaten zu lesen.

Hintergrund der Aktion: In der Vergangenheit standen durch Weitergabe der Tickets laut Bayerns Pressechef Markus Hörwick gegenüber der "AZ" teilweise rund 25 Prozent mehr Menschen in den beiden betreffenden Blöcken als polizeilich erlaubt. Aufgrund von Auflagen der Polizei muss der FC Bayern ab dieser Saison dafür Sorge tragen, dass dies nicht mehr geschieht. Und so müssen sich die Fans nun spezielle Tickets für die Blöcke 112 und 113 abholen.

Von der Vereinsführung enttäuscht

Kurioserweise haben die Bayern-Fans sogar Verständnis für die Sicherheitsmaßnahme des Klubs. Allerdings fühle man sich vom Klub etwas übergangen. Auf der Seite des in diesem Fall meinungsbildenden Fanklubs "Club Nr.12" heißt es dazu: "Bei den Fans ist dadurch der Eindruck entstanden, dass die Vereinsführung keinen besonderen Wert auf die in den letzten Jahren in der Südkurve gewachsenen Strukturen legt."

Und so ist es wie fast immer beim FC Bayern. Irgendjemand hat immer irgendetwas auszusetzen. Und wenn es sonst keiner ist, weil alles nahezu perfekt läuft, müssen eben die eigenen Fans in die Bresche springen. Da kann das Team von Trainer Heynckes noch so hoch gewinnen und noch so schönen Fußball spielen. Verrückte Bayern-Welt.

Quelle: FUSSBALL.DE

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