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Wer twitterte: "Bayern macht eine Sauerei mit mir"?

16.01.2012, 23:06 Uhr | dpa, FUSSBALL.DE

Breno sorgt für Schlagzeilen beim FC Bayern München. (Foto: dpa)

Breno sorgt für Schlagzeilen beim FC Bayern München. (Foto: dpa)

Mit einer angeblichen Unmutsäußerung hat Breno beim FC Bayern München erneut für Wirbel gesorgt. Der 22 Jahre alte Abwehrspieler soll sich in einem kurzen Twitter-Beitrag heftig über den Tabellenführer der Bundesliga beklagt haben. "Was für eine Phase ich durchmache. Bayern macht eine Sauerei mit mir", heißt es in der Übersetzung der Kurznachricht aus dem Portugiesischen, die unter dem Account "Breshow02" von Breno Borges verbreitet wurde.

Die Verantwortlichen beim Rekordmeister reagierten zurückhaltend auf die Äußerung, die angesichts der jüngsten Hilfestellung des Rekordmeisters für den nach wie vor unter dem Verdacht der schweren Brandstiftung stehenden Spielers sehr erstaunlich wäre. Sportdirektor Christian Nerlinger kündigte am Rande des Neujahrsempfangs der Deutschen Fußball Liga (DFL) in Frankfurt am Main ein Gespräch mit Breno an.

Twitterte wirklich der Spieler?

"Solche Äußerungen sollten Spieler natürlich nicht fallen lassen, das ist unglücklich", sagte Nerlinger im Bayerischen Fernsehen. Man müsse sich als Profi bewusst sein, "verantwortungsvoll" mit sozialen Netzwerken und Äußerungen auf modernen Kommunikationsplattformen umzugehen. Er wolle den Vorfall aber erst konkret kommentieren, wenn er mit Breno "persönlich gesprochen" habe. Die Bayern wollten zudem prüfen, ob der betreffende Account tatsächlich Breno gehöre und der Brasilianer die Nachricht auch selbst verfasst habe. Dies hatte zuvor Mediendirektor Markus Hörwick erklärt.

Der Verein hat den Südamerikaner zuletzt bei seinen privaten Problemen erheblich unterstützt. Er sorgte unter anderem dafür, dass Breno aus der Untersuchungshaft entlassen wurde und auch mit ins Winter-Trainingslager nach Katar reisen durfte.

Burghausen statt Erfurt

Breno gehörte am Sonntag nicht zum Kader des Herbstmeisters beim letzten Testspiel vor dem Rückrundenstart. Beim Drittligisten Rot-Weiß Erfurt siegten die Bayern mit 4:0. Stattdessen kam er tags zuvor in der zweiten Mannschaft beim 1:1 im Testspiel bei Wacker Burghausen über 90 Minuten zum Einsatz. Das soll ihm angeblich missfallen haben.

"Ich möchte nichts Schlechtes über Bayerns B-Mannschaft sagen, aber ich bin auf dem Weg zu einem Freundschaftsspiel mit dem B-Team", soll Breno gezwitschert haben. Hörwick stellte klar, dass der Einsatz in der zweiten Mannschaft zwischen Trainer Jupp Heynckes und dem Spieler abgestimmt gewesen sei.

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Vertrag läuft zum Saisonende aus

Der vor vier Jahren für zwölf Millionen Euro verpflichtete Innenverteidiger hat in dieser Saison noch kein Pflichtspiel für den FC Bayern bestritten. Nach einer langwierigen Knieverletzung hat Breno erst zu Jahresbeginn wieder Anschluss gefunden. Trainer Jupp Heynckes hatte ihm bescheinigt, im Trainingslager "gut gearbeitet" zu haben. "Er ist wieder voll in der Gruppe", sagte Heynckes.

Brenos Vertrag läuft am Saisonende aus. Seine sportliche Zukunft ist offen, ebenso der Ausgang im Fall seines Hausbrandes Ende vergangenen Jahres. Ein möglicher neuer Vertrag sei aktuell "nicht das Thema", hatte Nerlinger in Katar gesagt: "Breno muss jetzt sportlich die nächsten Schritte machen." Der Brasilianer hat auf seiner Position in den deutschen Nationalspielern Holger Badstuber und Jérome Boateng sowie dem Belgier Daniel van Buyten starke Konkurrenz beim Rekordmeister.

Quelle: dpa, FUSSBALL.DE

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