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Bayern München gibt Gala-Vorstellung

07.11.2012, 23:43 Uhr | sid, FUSSBALL.DE

Schon in der fünften Spielminute bringt Bastian Schweinsteiger (li.) die Münchner in Führung. (Quelle: dpa)

Schon in der fünften Spielminute bringt Bastian Schweinsteiger (li.) die Münchner in Führung. (Quelle: dpa)

Eine Halbzeit für die Ewigkeit - Der FC Bayern München zerlegt OSC Lille in der Champions League und schickt die Franzosen mit 6:1 (5:0) nach Hause. Besonders in der ersten Hälfte machte der deutsche Rekordmeister ernst und ging mit einer noch nie dagewesenen 5:0-Führung in die Kabine.

In der Gruppe F schließen die Münchener zum Führenden FC Valencia, der 4:2 (2:0) gegen Bate Borissow gewann, auf. Beide Mannschaften haben neun Punkte auf dem Konto und beste Chancen auf die K.-o.-Runde. In den ausstehenden Spielen beim FC Valencia (20. November) und gegen Bate Borissow (5. Dezember) reicht den Münchnern, die sich in der ersten Hälfte in einen Rausch spielten, ein weiterer Sieg zum Einzug ins Achtelfinale. (Einzelkritik: Nur Martinez fällt bei Bayern-Gala ab)

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Pizarro trifft dreifach

Bastian Schweinsteiger mit einem direkt verwandelten Freistoß aus rund 20 Metern eröffnete den Torreigen (5.). Claudio Pizarro glückte ein Dreierpack (18., 28., 33.), sein erster Treffer war der 500. des deutschen Rekordmeisters in der Königsklasse. Florent Balmont fälschte einen Freistoß von Arjen Robben zum zwischenzeitlichen 3:0 ins Tor (23.) ab. Salomon Kalou gestaltete das Ergebnis für Lille nur ein ganz kleines bisschen erträglicher (57.), ehe der eingewechselte Toni Kroos den alten Abstand wiederherstellte (66.). Am Ende ließen die Bayern es locker austrudeln - das Spitzenspiel des souveränen Tabellenführers in der Bundesliga am Samstag gegen den Dritten Eintracht Frankfurt war wohl schon im Hinterkopf.

Bei weiteren Großchancen wie etwa von Kroos und dreimal Robben verpasste der FC Bayern noch einen durchaus möglichen Rekordsieg in der Champions League (bisher 7:0 gegen den FC Basel). Schon nach einer guten halben Stunde sangen die 68.000 Fans in der ausverkauften Arena dennoch "oh wie ist das schön" und "Finale" - das Endspiel im Londoner Wembley-Stadion findet am 25. Mai 2013 statt.

Robben in der Startelf

Hoch oben auf der Tribüne lagen sich die Bosse feiernd in den Armen. Dass die Ultras in der Südkurve dem Spiel fernblieben, um gegen die ihrer Meinung nach falsche Fanpolitik zu demonstrieren, fiel in all dem Jubel gar nicht mehr groß auf. Pizarro, in der Bundesliga noch ohne Treffer, ersetzte im Angriff wie erwartet den erkrankten Mario Mandzukic, der in der Königsklasse noch ohne Torerfolg ist.

Der Peruaner knüpfte nahtlos an seine sehr starke Leistung beim 3:0 im DFB-Pokal gegen den 1. FC Kaiserslautern in der Vorwoche an. Javi Martinez, der wie immer in der Königsklasse neben Schweinsteiger im Mittelfeld spielte, zeigte die von Heynckes geforderte Steigerung - wenngleich Lille kein echter Maßstab war. Robben rückte für Kroos in die Münchner Startelf, die furios begann.

Ribéry sieht Gelb bei Auswechslung

Thomas Müller, der später für Kroos raus musste (61.), scheiterte nach einem wunderbaren Angriff über Schweinsteiger, Pizarro und Robben in der vierten Minute allein vor Lilles Torwart Mickael Landreau. Es war der Auftakt zu einer wahren Chancenflut. Das 5:0 zur Pause, übrigens die höchste Führung des FC Bayern nach 45 Minuten in der Champions League, schmeichelte Lille noch. Schweinsteigers Führungstreffer hatte eine besondere Note, hatte der Vize-Kapitän aufgrund der zuletzt gezeigten Standardschwäche der Münchner noch gefordert, "mal etwas zu ändern", etwa, einen anderen Schützen einzusetzen.

Pizarros erstem Treffer, nach Doppelpass mit Franck Ribéry, folgte ein nettes kleines Jubel-Tänzchen mit Dante und Ersatzspieler Rafinha an der Seitenlinie. Danach traf Pizarro erneut - das vierte und das fünfte Bayern-Tor markierte der Peruaner jeweils nach Flanke von Lahm. Zunächst mit dem Fuß, dann per Kopf - zum drittschnellsten Dreierpack in der Geschichte der Champions League.

In der zweiten Halbzeit nahmen die Bayern gleich zwei Gänge raus. Heynckes gönnte sich den Luxus, neben Müller auch Schweinsteiger (67.) und Ribéry (72.) vorzeitig vom Feld zu nehmen. Ribéry holte sich bei seiner Auswechslung eine unnötige Gelbe Karte ab.

Quelle: sid, FUSSBALL.DE

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