24.11.2011, 14:19 Uhr
Johannes B. Kerner (li.) und Franz Beckenbauer, hier bei einer Sendung Anfang des Monats. (Quelle: imago)
Das Tor von Manuel Friedrich in der Nachspielzeit gegen den FC Chelsea war Bayer Leverkusens Eintrittskarte für das Achtelfinale der Champions League. Doch bei der Nachberichterstattung auf Sat.1 waren sich Moderator Johannes B. Kerner und Experte Franz Beckenbauer alles andere als sicher. Als "nicht leicht" bezeichnete Kerner die Konstellation in Gruppe E. Zusätzlich verunsichernd: Während Kerner und Beckenbauer noch ratlos rechneten, lief ein Laufband mit den schon qualifizierten Teams durch. Mit dabei: Bayer Leverkusen.
Verwirrung im Studio, Verwirrung vor den Bildschirmen. Letztlich entließ Sat.1, das mit der Sendung über sechs Millionen Zuschauer erreichte, das Publikum ohne abschließende Klärung in die Nacht. In zahlreichen Foren wurde seitenlang diskutiert, auch FUSSBALL.DE erreichten viele Mails von Usern, die unsicher waren, ob Leverkusen wirklich durch sei. Schließlich können am Ende der FC Valencia, Chelsea und die Dutt-Elf punktgleich sein. Und Bayer hat den direkten Vergleich sowohl gegen Chelsea als auch gegen Valencia verloren. Das stimmt, aber: Der Bundesligist ist trotzdem qualifiziert.
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Warum? Leverkusen würde bei Punktgleichheit von der Regelung profitieren, dass dann die Spiele der betreffenden Mannschaften untereinander herangezogen werden würden. Wenn also Chelsea und Valencia unentschieden spielen und Bayer das letzte Spiel verliert, wird quasi eine "virtuelle Gruppe" mit Leverkusen/Chelsea/Valencia "eröffnet", ohne den KRC Genk.
In dieser Dreier-Tabelle hat Leverkusen sechs Punkte geholt (je ein Sieg gegen Chelsea und Valencia). Chelsea und Valencia haben beide vier Zähler und spielen noch gegeneinander. Daher kann der Bundesligist unter keinen Umständen mehr auf Rang drei zurückfallen. Dass Bayer den "Einzel-Direktvergleich" gegen Chelsea und auch gegen Valencia verloren hat, spielt keine Rolle mehr.
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Übrigens: Sollte es bei Chelsea gegen Valencia keinen Sieger geben, wäre Bayer auf jeden Fall (und unabhängig vom eigenen Spiel) Gruppensieger. Es ginge aber auch einfacher: Leverkusen schlägt Genk und ist auf jeden Fall Erster.
Quelle: FUSSBALL.DE
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