03.12.2011, 13:25 Uhr
Franz Beckenbauer plädiert nach dem angekündigten Rücktritt von Theo Zwanziger für Wolfgang Niersbach als neuen Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). "Wolfgang Niersbach ist in meinen Augen der Beste", sagte Beckenbauer dem TV-Sender Sky Sport News. "Er kann alles. Er hat ein gutes Ansehen bei UEFA und FIFA, und das ist ja wichtig für den DFB", fügte Beckenbauer hinzu. Niersbach ist seit Oktober 2007 DFB-Generalsekretär.
Eine Kandidatur des Präsidenten der Deutschen Fußball Liga (DFL), Reinhard Rauball, hält der Trainer der Weltmeisterelf von 1990 dagegen für unwahrscheinlich. "Ich glaube nicht, dass Rauball sein wichtiges Amt bei der DFL hergeben will."
Zugleich äußerte der 66-Jährige Verständnis für die Entscheidung Zwanzigers, sein Amt in naher Zukunft aufzugeben. "Nach der Kritik an seiner Person, dem Wirbel um die Schiedsrichter beim DFB und den Bestechungsvorwürfen bei der FIFA ist es ihm wohl einfach zuviel geworden."
Die Funktion des DFB-Präsidenten sei ein Fulltime-Job erklärte Beckenbauer. "Nationalelf und Länderspiele, das ist wie Urlaub". Der DFB-Chef habe ja noch Funktionen bei UEFA und FIFA und er müsse sich auch noch um die Kreis- und Landesverbände kümmern. Es selbst stehe für eine Funktion beim DFB nicht mehr zur Verfügung, betonte der Ehrenspielführer der Nationalmannschaft. "Ich habe ja alle Ämter aufgegeben, um mehr Zeit für meine Familie zu haben."
Ach der scheidende Präsident Zwanziger hat Niersbach als seinen Nachfolger ins Gespräch gebracht. "Er wäre ein geeigneter Präsident", sagte Zwanziger. Niersbach habe "unglaubliche Stärken". Allerdings habe er ihn bereits 2010 auf eine mögliche Übernahme der Präsidentschaft angesprochen, und Niersbach sei "nicht sehr begeistert gewesen". Grundsätzlich gebe es mehrere Kandidaten für seine Nachfolge, sagte Zwanziger.
Quelle: dapd , dpa
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