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Gladbach lädt die Bayern zum Spitzenspiel

19.01.2012, 21:15 Uhr

Bastian Schweinsteiger vom FC Bayern München (re.) gastiert bei Mike Hankes Klub Borussia Mönchengladbach. (Quelle: imago)

Die Gastgeber hoffen auf einen neuen Coup, der Rekordmeister will gleich zu Beginn der Rückrunde ein Ausrufezeichen setzen. Mit dem Klassiker zwischen Borussia Mönchengladbach und dem FC Bayern München startet die Bundesliga ins neue Punktspieljahr (ab 20.15 Uhr im FUSSBALL.DE Live-Ticker). Dabei empfängt der Tabellenvierte den Herbstmeister erstmals seit langer Zeit wieder zu einem Spitzenspiel.

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Zwar will Gladbachs Trainer Lucien Favre vom überraschenden 1:0-Hinspielsieg nichts mehr wissen, denn "es ist jetzt psychologisch eine ganz andere Situation. Damals hatten wir nichts zu verlieren". Doch auch wenn man praktisch gegen die deutsche Nationalmannschaft spiele, habe man keine Angst. "Ich denke nicht an eine Niederlage", sagte Favre.

Freundschaften müssen ruhen

Über die weitere Rückrunde macht sich der Schweizer ebenfalls keine Gedanken, auch wenn die für die Überraschungsmannschaft der Hinrunde schwieriger werde. "Alle Mannschaften kennen uns jetzt." Vor allem Bayerns Trainer Jupp Heynckes kennt seinen ehemaligen Klub aus dem Eff-Eff. "Es wird wahrscheinlich die alte Rivalität wieder aufbrechen. Ich kenne das ja noch aus eigener Erfahrung", sagte der gebürtige Gladbacher Heynckes, der seine Spielerkarriere bei der Borussia begann und auch zweimal als Trainer in Gladbach arbeitete. "Borussia ist mein Verein. Natürlich ist das immer etwas Besonderes", sagte Heynckes. Doch die Freundschaften werde er für die 90 Minuten ausblenden.

Die Borussia hofft, dass vor allem Marco Reus nach dem Wirbel um seinen Wechsel im Sommer zu Dortmund abschalten kann. Pikant: Den ebenfalls interessierten Münchnern hatte der Gladbacher Shootingstar einen Korb gegeben. Manager Max Eberl hofft, dass Reus "nicht überdreht und es den Bayern zeigen will". Die Bayern hatten zuletzt gemutmaßt, Reus habe sich den Schritt nach München nicht zugetraut. "Wir tun gut daran, mit der ganzen Geschichte souverän umzugehen", sagte Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge. Eine kleine Spitze durfte dann aber doch nicht fehlen. Ein Wechsel nach Dortmund sei aus Reus' Sicht auch einfacher, sagte Rummenigge. Reus selbst kann den Startschuss zur Rückrunde kaum abwarten. "Wir sind richtig heiß und wollen das Spiel gewinnen", sagte der 22-Jährige dem "kicker".

Ribéry-Ersatz steht bereit

Sein Trainer muss gegen die Bayern lediglich den gelbgesperrten Abwehrchef Dante ersetzen. Für den Brasilianer wird der Niederländer Roel Brouwers in die Innenverteidigung rücken. Die Bayern müssen den Ausfall des ebenfalls gesperrten Franck Ribéry kompensieren. "Das ist schon was anderes, eine andere Position. Wir müssen schauen, dass wir Franck ersetzen", sagte Toni Kroos, der für den Franzosen aus dem Zentrum auf den Flügel rücken soll. Für Kroos sei es schön, wenn man vorlegen könne, denn "wir wollen direkt zeigen, dass wir vorweg marschieren wollen - von jetzt bis zum Ende."

Wieder dabei ist Bastian Schweinsteiger, der nach seinem Schlüsselbeinbruch mehr als zwei Monate pausiert hatte und den zuletzt das Knie zwickte. Man dürfe bei der konterstarken Borussia defensiv nichts anbrennen lassen. Offensiv müsse man im Gegensatz zum 0:1 im Hinspiel Lösungen finden. "Wir wollen in Gladbach nicht Unentschieden spielen, sondern gewinnen und wieder eine Serie starten", sagte Schweinsteiger und forderte dominante Bayern.

Die Jagd beginnt

Und auch Rummenigge warnte: "Mit dem Freitag geht die Jagd auf Bayern München los. Wir sind Tabellenführer, und das sind die Spiele, wo die Mannschaft das auch unter Beweis stellen muss", sagte Rummenigge im Interview bei Sport1. Gladbach werde motiviert in die Rückrunde gehen, gerade gegen die Bayern. "Das ist so eine alte Rivalität aus den Siebzigern. Da werden sie versuchen gut zu starten." Trotzdem - das Ziel sei, Deutscher Meister zu werden. Da brauche man einen erfolgreichen Start. Und dann kam es wieder durch, das Münchner Selbstvertrauen. "Angst brauchen wir nicht zu haben, weil wir die bessere Mannschaft sind", sagte Rummenigge.

Quelle: dapd

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