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Erster Sieg gegen den Angstgegner seit 17 Jahren

29.01.2012, 19:40 Uhr

Die Gladbacher Juan Arango, Marco Reus und Mike Hanke (v.li.) feiern den Sieg gegen den VfB Stuttgart. (Quelle: dpa)

Die Gladbacher Juan Arango, Marco Reus und Mike Hanke (v.li.) feiern den Sieg gegen den VfB Stuttgart. (Quelle: dpa)

Borussia Mönchengladbach hat sich am 19. Spieltag gegen den Angstgegner durchgesetzt. Die Mannschaft von Trainer Lucien Favre feierte mit einem souveränen 3:0 (1:0) den ersten Sieg gegen den VfB Stuttgart seit 17 Jahren, hält mit einem Zähler Rückstand den Anschluss an das punktgleiche Spitzentrio der Bundesliga und befindet sich weiterhin auf Champions-League-Kurs. Bereits acht Punkte beträgt nach dem 19. Spieltag der Abstand zu Platz fünf, der nicht mehr zur Teilnahme an der Königsklasse berechtigt.

Die Tore von Mike Hanke (31. Minute), Marco Reus (81.) und Igor de Camargo (84.) besiegelten den insgesamt 50. Bundesliga-Sieg von Coach Favre und den ersten Erfolg der Borussia in Stuttgart seit 1994. In der vergangenen Saison waren die Gladbacher sogar mit 0:7 in Stuttgart sang- und klanglos untergegangen.

VfB-Neuzugang Ibisevic spielt für Pogrebnjak

Nach der vierten Niederlage in Folge muss sich der VfB an unteren Tabellenregionen orientieren. Der Vorsprung auf den Abstiegs-Relegationsplatz beträgt nur noch vier Punkte. Der für rund fünf Millionen Euro aus Hoffenheim gekommene Vedad Ibisevic stand vier Tage nach seiner Verpflichtung in der Startelf, der Russe Pawel Pogrebnjak flog dafür sogar komplett aus dem Kader.

Reus flankt, Hanke trifft

Die Borussen standen wieder einmal kompakt und lauerten auf Konter. Die erste echte Chance des Spiels nutzten sie eiskalt: Hanke köpfte nach einem Freistoß von Reus zu seinem vierten Saisontor ein. Das Foul vor dem Freistoß hatte Debütant Antonio Rüdiger aus der 2. Mannschaft des VfB begangen. Der 18-Jährige leitet aber auch die erste Chance der Gastgeber ein. Den Kopfball von Tamas Hajnal nach seiner Flanke parierte Gladbachs Torhüter Marc-Andre ter Stegen jedoch bravourös (39.).

Wendt ersetzt Daems - Herrmann scheitert an Ulreich

Der VfB hatte zunächst mehr Ballbesitz, leistete sich im Vorwärtsgang jedoch zu viele Fehler. Einen Hauch gefährlicher wurde es nur dann, wenn sich Ibisevic mit klugen Pässen wie vor dem Schuss von Tamas Hajnal (20.) ins Angriffsspiel einschaltete. Die wie gewohnt kompakt stehenden Gladbacher lauerten auf Konterchancen und schläferten die Gastgeber damit ein. So bot sich wie aus dem Nichts Juan Arango die Gelegenheit zum 0:1 (28.), doch Hajnal blockte den Schuss kurz vor der Linie ab. Nach dem furiosen Beginn verflachte die teils hitzige Partie vor 53.600 Zuschauern jedoch.

Bei den Gästen war Kapitän Filip Daems kurzfristig wegen einer Erkrankung ausgefallen, für ihn rückte der schwedische Nationalspieler Oscar Wendt als Linksverteidiger ins Team. Dieser hatte nach dem Wechsel Schwerstarbeit zu verrichten, denn der VfB drängte auf den Ausgleich.

Die Gladbacher blieben mit mit ihren schnellen Kontern, besonders über Nationalspieler Reus, stets gefährlich. Allerdings gingen die Borussen zunächst recht fahrlässig mit ihren Chancen um. In der 65. Minute scheiterte Patrick Herrmann freistehend an Stuttgarts Torhüter Sven Ulreich.

VfB mit schwachem Angriffsspiel

Stuttgart stemmte sich vehement gegen die Heimniederlage, doch blieben die Angriffsversuch ohne Überraschungsmoment und Durchschlagskraft gegen die gut organisierte Gladbacher Defensive. VfB-Trainer Bruno Labbadia reagierte und verstärkte mit der Einwechslung von Shinji Okazaki für Zdravko Kuzmanovic die Offensive.

Reus und de Camargo sorgen für die Entscheidung

Doch wesentlich gefährlicher als die einfallslosen Angriffsbemühungen der Schwaben waren die Gäste mit ihren Konter-Nadelstichen, die kurz vor Ende der Partie von Erfolg gekrönt waren: Reus entlief in der 81. Minute sämtlichen Stuttgarter Verteidigern nach einem Steilpass von Herrmann und erhöhte auf 2:0.

Die endgültige Entscheidung führte erneut Herrmann mit einem gedankenschnellen Pass auf den in der Mitte freistehenden de Camargo herbei, der nur noch den Fuß hinhalten musste und zum hochverdienten Endstand traf. Stuttgart hatte in Torhüter Ulreich und Hajnal noch seine besten Akteure. Aufseiten der Gladbacher ragten der künftige Dortmunder Reus und Dante heraus.

19. Spieltag

Hannover 96

-

1. FC Nürnberg

1:0

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SV Werder Bremen

-

Bayer Leverkusen

1:1

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Hertha BSC

-

Hamburger SV

1:2

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FC Augsburg

-

1. FC Kaiserslautern

2:2

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Borussia Dortmund

-

TSG 1899 Hoffenheim

3:1

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FC Bayern München

-

VfL Wolfsburg

2:0

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1. FC Köln

-

FC Schalke 04

1:4

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1. FSV Mainz 05

-

SC Freiburg

3:1

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VfB Stuttgart

-

Borussia Mönchengladbach

0:3

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Quelle: dapd , sid

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